Passwort, Passwort ändern

„hallo“, „schatz“, „123456“: Bitte ändert eure Passwörter!

Fabian Peters
pexels.com/ Miguel Á. Padriñán

Als gäbe es keine Cyberkriminalität, nutzen viele Menschen immer noch „schwache“ Passwörter. „hallo“, „schatz“ oder die Zahlenreihe „123456“: Das sind nur drei der zehn beliebtesten deutschen Kennwörter im Jahr 2021. Eine leichte Beute für Hacker und Menschen mit üblen Absichten. Deshalb: Ändert eure Passwörter! Ein Appell.

Laut einer Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) nutzen immer noch viel zu viele Menschen in Deutschland unsichere oder „schwache“ Passwörter. Dabei steigen die polizeilich erfassten Fälle von Cyberkriminalität seit Jahren. 2021 werden sie vermutlich sogar einen neuen Höchststand erreichen.

Denn nie zuvor gab es mehr Cyberangriffe, Sicherheitslücken und Fälle von Datenmissbrauch im Netz. Ein Grund mehr, ein „starkes“ Passwort bei diversen Online-Dienstleistern zu wählen. Trotzdem nehmen hierzulande – und wahrscheinlich auch international – viele Internet-User das Thema Passwort auf die leichte Schulter.

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Passwort ändern: Ein Appell!

Als gäbe es keine Cyberkriminalität, ist „123456“ laut den Daten des Hasso-Plattner-Instituts das meistgewählte Passwort im Jahr 2021 in Deutschland. Auf Platz eins der Liste der zehn beliebtesten Passwörter hat sich im Vergleich zum Vorjahr dabei nichts verändert – und mit Blick auf das Jahr davor auch nicht!

Auch die weiteren Plätze machen das Ranking nicht besser. So folgen auf Platz zwei etwa das Kennwort „passwort“, auf Platz drei die Zahlenreihe „12345“ und auf Platz vier schlichtweg „hallo“. Außerdem mit dabei: „qwerz“ (Platz 6), „schatz“ (Platz 7) und „basteln“ (Platz 8).

Auf Platz neun rankt derweil das Passwort „berlin“ zwischen weiteren Zahlenreihen auf Platz fünf und zehn. Doch alle diese Passwörter sind eine leichte Beute für Hacker:innen und Menschen mit üblen Absichten. Denn nicht nur die Datenlecks bei deutschen Internetseiten nehmen zu, sondern auch der digitale Missbrauch von Identitäten.

Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instutitus ergänzte: „Auch wenn es im Internet keinen 100-prozentigen Schutz vor Angriffen gibt, müssen persönliche Daten unbedingt bestmöglich geschützt werden.“ Deshalb: Passwort ändern oder auch: „hallo“, „schatz“, „passwort“, „basteln“.

Passwort ändern: Tipps für die Passwortwahl

Bei der Wahl eines „sicheren“ Passworts empfiehlt das HPI grundsätzlich mehr als 15 Zeichen zu verwenden. Neben Buchstaben sollten außerdem Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen berücksichtigt werden. Nutzer:innen sollten jedes Kennwort zudem nur für einen einzigen Dienst und nicht für mehrere Dienste gleichzeitig verwenden.

Um den Überblick zu behalten, empfehlen die Forscher:innen außerdem einen Passwortmanager und – wenn möglich – die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei Hinweisen zu Sicherheitsbedenken sollten Nutzer:innen ihre Passwörter umgehend ändern. Begriffe aus dem Wörterbuch seien dabei jedoch keine gute Wahl.

So findest du heraus, ob deine Daten im Netz kursieren

Wenn du wissen möchtest, ob Login-Informationen oder Daten von dir im Netz kursieren, kannst du das mit dem Identity Leak Checker des HPI oder der Webseite „Have i been pwned?“ prüfen.

Unter Eingabe deiner E-Mail-Adresse kannst du über die Webseite des HPI beispielsweise herausfinden, ob Daten oder Passwörter von dir im Netz kursieren oder möglicherweise missbraucht werden. Anschließend erhältst du eine Übersicht per Mail.

Der Identity Leak Checker greift dabei auf eine Datenbank mit über zwölf Milliarden gestohlenen Daten zurück und gleicht sie mit deinen Informationen ab.

Mittlerweile haben über 16 Millionen Menschen das Angebot in den vergangenen fünf Jahren genutzt. In rund vier Millionen Fällen wurden Nutzer:innen darüber informiert, dass ihre E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit anderen Daten öffentlich im Netz kursiert.

Eine solche Meldung ist zwar nicht direkt ein Grund zur Panik. Allerdings sollten betroffene User ihr Passwort vorsichtshalber ändern. Die Tipps des HPI können dabei helfen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).