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Die besten WordPress Cookie Plugins im Überblick

WordPress Cookie Plugins Übersicht
Unsplash.com / Justin Morgan

Aufgrund der DSGVO sind Website-Betreiber:innen dazu verpflichtet, einen Hinweis auf der Website einzubauen, wenn personenbezogene Informationen verarbeitet werden. Wir zeigen dir aus diesem Grund, wieso Cookie-Hinweise so wichtig sind und stellen dir die besten WordPress Cookie Plugins vor. 

Alle Website-Betreiber:innen, die aufgrund von Analyse- oder Werbezwecken Cookies platzieren, benötigen die aktive Zustimmung ihrer Besucher:innen. Dadurch sind diese „Opt-in-Lösungen“ seit Mai 2020 in Deutschland auch beim Einsatz von „technisch nicht erforderlichen“ Cookies vorgeschrieben.

Mit Hilfe von WordPress Cookie Plugins die aktive Zustimmung der Nutzer einholen

Für WordPress-Websites stehen aus diesem Grund zahlreiche Cookie Plugins zur Verfügung. Das macht die Implementierung für Betreiber:innen deutlich einfacher. Was genau muss bei dem Einsatz von WordPress Cookie Plugins beachtet werden?

Zu den wichtigsten Punkten gehört, dass alle Besucher:innen dem Einsatz von Cookies (und vergleichbaren Erhebungsmethoden) vor der Aktivierung aktiv zustimmen müssen. Diese aktive Handlung kann beispielsweise das Akzeptieren eines „Cookies akzeptieren“-Buttons sein.

Wenn bestimmte Kästchen schon vorab aktiviert sind, gilt das nicht als aktive Zustimmung und ist somit auch nicht rechtens. Falls sich Besucher:innen über die genaue Verwendung der Cookies informieren möchten, muss es zudem eine Möglichkeit zur Aufklärung geben.

Was nicht länger der aktiven Zustimmung entspricht, sind Cookie-Banner mit Opt-out-Hinweisen. Falls Website-Betreiber:innen ihren Besucher:innen lediglich einen Hinweis darüber geben, dass Cookis gesetzt werden, entspricht dies auch nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Wie erkennt man, dass die eigene Website Cookies einsetzt?

Wer eine eigene Website betreibt, sollte sich unbedingt mit dem Thema Cookies beschäftigen. Die meisten Themes und Plugins verwenden Cookies. Wenn du deine Website mit Social-Media-Accounts wie Facebook oder Instagram verbindest, verwendest du meist auch Cookies dieser Anbieter. Und gibst dadurch Informationen deiner Besucher:innen weiter.

Auch WordPress selbst verwendet Cookies, beispielsweise bei der Kommentarfunktion. Gespeichert werden hier der Name, die E-Mail-Adresse und die Website, auf der die Personen kommentieren. Das soll die Wiederanmeldung erleichtern.

Wenn du kontrollieren möchtest, ob deine Website Cookies verwendet, kannst du ganz einfach einen Cookie-Scanner benutzen, der online verfügbar ist. Du gibst hier deine Website ein und erhältst dann eine Liste mit den verwendeten Cookies.

Was sollte ein WordPress-Plugin für ein Cookie-Opt-in können?

Für WordPress-Websites gilt also, dass sich mit einem Plugin meist ein rechtskonformer Opt-in-Hinweis für Cookies erstellen lässt. Da es mittlerweile viele verschiedene Plugins gibt, solltest du vorab überprüfen, ob die folgenden Funktionen vorhanden sind:

  • Aktive Zustimmung: Die Aktivierung von Cookies ist erst nach der aktiven Zustimmung der Besucher:innen möglich
  • Verschiedene Kategorien: Website-Betreiber:innen haben die Möglichkeit, die Cookies in verschiedene Kategorien einzuteilen
  • Nutzeroberfläche: Die Aktivierung und Handhabung ist einfach. Trotzdem kann das Plugin auch auf Sonderwünsche eingehen
  • Externen Content blockieren: Besucher:innen können externen Content auf der Website blockieren, bis sie aktiv zustimmen, dass dieser angezeigt wird

Anhand welcher Faktoren wählt man ein WordPress Cookie Plugin?

Sich für das richtige Plugin zu entscheiden, kann bei der großen Auswahl eine Herausforderung sein. Trotzdem kannst du dich an einigen Faktoren orientieren, ob das Plugin zu deiner Website passt oder nicht:

  • Größe und Umfang der Website: Wie groß ist deine Website?
  • Art der eingesetzten Tracking-Methoden: Welche Cookies verwendest du? Also beispielsweise „technisch notwendig“, „Statistik“ oder „Marketing“?
  • Bedeutung von Cookies für die eigenen Werbe- und Marketingmaßnahmen: Hast du deine Website beispielsweise mit Social-Media-Accounts verbunden?
  • Technische Vorkenntnisse als Website-Betreiber:in im Umgang mit Cookies: Wie gut kennst du dich schon vor Nutzung des Plugins mit dem Thema aus?
  • Höhe der Kosten für das Plugin: Wie viel möchtest du für das Plugin investieren?

Welche WordPress Plugins sind für einen Opt-in Hinweis zu empfehlen?

Wie bereits erwähnt, können WordPress-Websites mithilfe von Plugins die Opt-in Hinweise einfach einpflegen. Damit du einen besseren Überblick der verschiedenen Anbieter bekommst, stellen wir dir im folgenden fünf WordPress Cookie Plugins vor.

Real Cookie Banner

Mit dem Plugin Real Cookie Banner lassen sich über 90 anpassbare Cookie-Hinweis-Vorlagen mit verschiedenen Design-Vorlagen erstellen. Die Benutzerfreundlichkeit spielt bei diesem Plugin eine große Rolle: Nach der Installation im WordPress-Backend arbeiten Nutzer:innen eine Checkliste ab, die Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess führt. Das Ergebnis: Ein rechtssicherer Cookie-Hinweis.

Die Cookies und andere Analyse-Elemente lassen sich in Gruppen gliedern. Die vier voreingestellten Gruppen (Essenziell, Funktional, Statistik und Marketing) lassen sich aber auch individuell anpassen.

Vorteile von Real Cookie Banner Nachteile von Real Cookie Banner
Über 90 einsatzfertige Cookie-Vorlagen Zeitintensive Einrichtung erforderlich
Individuelle Gestaltung der Gruppen
Anti-Adblocker-Technik

Borlabs Cookie

Hinter Borlabs Cookie steht ein deutscher Anbieter. Das Plugin gehört zu den beliebtesten WordPress Cookie Plugins, mit dem sich ein rechtskonformer Cookie-Hinweis erstellen lässt. In der Praxis ist das Plugin sehr einfach zu bedienen, beispielsweise sind Cookie-Codes von Anwendungen wie Google Analytics oder Facebook bereits vorinstalliert.

Bei Borlabs Cookie haben Nuter:innen die Möglichkeit, beliebig viele Cookie-Gruppen anzulegen. Besucher:innen entscheiden dann selbst, ob sie den einzelnen Gruppen zustimmen möchten oder nicht.

Vorteile von Borlabs Cookie Nachteile von Borlabs Cookie
Umfassender Funktionsumfang Kostenpflichtig
Deutschsprachiger Support Keine Testversion
Individuelle Anpassungsmöglichkeiten Kein Cookie-Scanner

Cookiebot

Bei Cookiebot handelt es sich um eine Cloud-Lösung, die dadurch praktisch auf jeder Website funktioniert. Das Plugin sucht dabei regelmäßig nach Cookies auf der Website und teilt diese in unterschiedliche Kategorien ein.

Cookiebot kann direkt im WordPress-Backend installiert werden, es ist aber eine Registrierung auf der Cookiebot-Website erforderlich. Auch bei diesem Plugin gilt: Cookies werden automatisch blockiert, bis die Besucher:innen aktiv der Verwendung zustimmen.

Vorteile von Cookiebot Nachteile von Cookiebot
Funktioniert auf jeder Website Cloudbasierte Lösung
Sucht regelmäßig nach Cookies Registrierung auf Cookiebot-Website erforderlich
Blockieren von Cookies vor aktiver Zustimmung

Complianz

Das Cookie-Plugin Complianz ist optimal für Einsteiger:innen geeignet und ist in der Basisversion kostenlos. Der Einrichtungsassistent hilft bei der Implementierung und der Cookie-Scanner sucht nach Bereichen, in denen Änderungen durchgeführt werden müssen.

Nutzer:innen haben auch mit Complianz die Möglichkeit, in wenigen Schritten und mit Anleitung einen gesetzeskonformen WordPress-Cookie-Hinweis zu erstellen.

Vorteile von Complianz Nachteile von Complianz
Für Einsteiger:innen geeignet Keine individuellen Cookie-Gruppen möglich
In der Basisversion kostenlos
Guter Support

Cookie Notice

Das Plugin Cookie Notice zählt zu den beliebtesten kostenlosen WordPress Cookie Plugins. Es besticht durch seine einfache Bedienbarkeit und gilt damit besonders bei privaten Websites als Favorit.

Die Einstellung eines rechtssicheren WordPress-Cookie-Hinweises ist in wenigen Schritten möglich, auch Anfänger:innen kommen ohne Probleme klar.

Vorteile von Cookie Notice Nachteile von Cookie Notice
Einfache Bedienung Keine individuellen Cookie-Gruppen möglich
Gehört zu den beliebtesten Cookie-Plugins Geringer Funktionsumfang
Komplett kostenlos

Rechtssichere Hinweise dank WordPress Cookie Plugins

Wenn du bereits eine WordPress-Website betreibst, eignen sich die vorgestellten Plugins optimal, um schnell und einfach einen rechtssicheren Cookie-Hinweis zu implementieren. Falls du noch keine Website hast, kannst du mit der Hilfe von WordPress ohne Vorkenntnisse deine eigene Website erstellen.

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