Wirtschaft

6 russische Aktien, die besonders stark unter dem Ukraine-Krieg leiden

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Beim Blick auf den Aktienmarkt fällt auf: Aus wirtschaftlicher Sicht schadet Präsident Wladimir Putin vor allem der eigenen Wirtschaft. Wir stellen dir sechs russische Aktien vor, die besonders stark leiden.

Wladimir Putin hat den Krieg nach Europa zurückgebracht. Seit den frühen Morgenstunden des 24. Februar 2022 gibt es Krieg in der Ukraine. Letzten Endes hat der russische Präsident seine Drohungen in die traurige Realität umgesetzt.

Dabei ist interessant, dass Putin offensichtlich vor allem der eigenen Wirtschaft schadet. So zeigt ein Blick an die Börsen dieser Welt, dass vor allem russische Aktien kriegsbedingt massive Kurseinbrüche verzeichnen.

Sanktionen? Krieg in der Ukraine? Warum leiden russische Aktien aktuell?

Zwar sind auch große und weltumfassende Indizes wie der MSCI World teilweise um mehrere Prozentpunkte eingebrochen. Besonders stark hat es jedoch russische Konzerne getroffen.

So ist beispielsweise der Kurs der Erdgas-Konzerns Gazprom am 24. Februar 2022 um mehr als 25 Prozent innerhalb weniger Stunden eingebrochen. Wer dabei nach detaillierten Erklärungen sucht, wird nicht unbedingt fündig – zumindest nicht im Detail. Das zeigt das Beispiel der Gazprom-Aktie sehr schön.

Theoretisch wäre es naheliegend, dass der Stopp der Pipeline Nord Stream 2 durch die deutsche Bundesregierung ein relevanter Faktor ist. Allerdings hat sich nach der Verkündung am 22. Februar 2022 der Kurs zwischen Börsen-Eröffnung und Börsenschluss von 5,80 Euro auf 6,03 Euro sogar leicht verbessert.

Der tatsächliche Einbruch erfolgte am Morgen des 24. Februar, als die russische Invasion in der Ukraine begann. Dadurch sackte die Gazprom-Aktie von knapp sechs Euro phasenweise bis auf 3,70 Euro ab.

6 russische Aktien, die besonders stark gelitten haben

Eben jene Beobachtungen zeigen – wie auch im berühmten Beispiel um Cristiano Ronaldo und Coca-Cola –, dass naheliegende Zusammenhänge nicht immer argumentativ schlüssig sind. Das gilt insbesondere an der Börse.

Während die Truppen von Wladimir Putin am 25. Februar vor den Toren von Kiew stehen, steigen russische Aktien im zweistelligen Prozentbereich. Die Suche nach Erklärungen dafür – womöglich unmöglich.

Deshalb wollen wir dir wertneutral sechs russische Aktien vorstellen, die grundsätzlich ein solides Geschäftsmodell haben – seit dem Kriegsausbruch jedoch massiv an Wert verloren haben. Dabei ist es uns wichtig zu betonen, dass das politische Handeln bei wirtschaftlichen Investments nie außer Acht gelassen werden darf.

Hinweis: Alle genannten Unternehmen und die dazugehörigen Aktien stellen explizit keine Anlageempfehlung dar. Der Kurs sollte nicht der einzige Faktor für ein Investment sein. Die politische Situation und staatliche Regulierungen sollten vor einem Investment immer in Betracht gezogen werden.

Gazprom

Gazprom ist das größte Erdgasförderunternehmen der Welt. Die Firma beschäftigt über 470.000 Mitarbeiter:innen in Russland und hat eine Marktkapitalisierung von 3,97 Billionen Rubel. Seit Jahresbeginn hat die Gazprom-Aktie in der Spitze mehr als 52 Prozent an Wert verloren.

Gazprom, Gasprom, Gazprom-Logo, Krieg in der Ukraine

(Foto: Screenshot / YouTube)

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mittwald

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.