Grün Technologie

Nachhaltiger Touristen-Flitzer: Griechisches Solarauto soll bald durch Kreta fahren

Solarauto, E-Auto, Mobilität
Enermech
geschrieben von Beatrice Bode

Das griechische Unternehmen Enermech arbeitet zusammen mit der Technischen Universität Kreta an einem elektrischen Solarauto, das durch Sonnenenergie betrieben wird. Außerdem können die Fahrer:innen mithilfe von Pedalen zusätzlich weitere Kilometer zurücklegen. 

Der griechische Unternehmen Enermech und die Technischen Universität Kreta entwickeln momentan ein Elektroauto, das in erste Linie von der Sonne angetrieben werden soll. Der Prototyp hört auf den Namen „Sunnyclist L7e-C“. Entwickelt wurde er von Enermech Wirtschaftsingenieur Michalis Roulios.

Das neue Solarauto besteht aus einem robusten Aluminiumrahmen und fährt mit einem 780W-Photovoltaikgenerator. Wie verschiedene Medien berichten, wird das Solarauto von einer 5-kWh-Batterie betrieben. Zudem kann diese innerhalb von drei bis vier Stunden an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose geladen werden. Mit einer vollgeladenen Batterie könne das Solar-Fahrzeug insgesamt 60 Kilometer fahren.

Versteckte Zellen laden Solarauto auf

Die Ladung per Batterie ist allerdings nur eine Möglichkeit, um das Solarauto zu betreiben. Darüber hinaus kann der „Sunnyclist L7e-C“nämlich vor allem auch per Solarzellen aufgeladen und angetrieben werden. Diese befinden sich auf dem Dach des Fahrzeugs. Bei strahlendem Sonnenschein soll so eine Reichweite von weiteren 60 Kilometern hinzukommen.

Die Hälfte der Zellen ist dabei versteckt. Ist das Solarauto geparkt, fahren die zusätzlichen Solarzellen aus und laden das Auto mit Sonnenenergie auf.

Je mehr Mitfahrer desto mehr körperlicher Einsatz

Die insgesamt 120 Kilometer Reichweite werden jedoch nur erreicht, wenn sich maximal ein einziger Insasse im Fahrzeug befindet. Deshalb gibt es noch eine weitere Antriebsmöglichkeit.

Erhöht sich die Personenanzahl auf mehr als eine Person, haben die Insassen die Möglichkeit sich zusätzliche Kilometer zu erstrampeln. Unter dem Rücksitz befinden sich nämlich Pedale, die bei Bedienung noch einmal circa 24 Kilometer zusätzlich herausholen können.

Solarauto mit Wetterdienst

Für das Energiemanagement hat der griechische „Sunnyclist L7e-C“ außerdem noch ein paar eingebaute Features, die die Ausflugsplanung erleichtern.

Beispielsweise verfügt das Fahrzeug über eine Bordcomputer-Anwendung für Android-Geräte. Diese liefert Daten zum Wetter inklusive Sonnenstunden. Darüber hinaus zeigt das Fahrzeug Daten zum Energiestatus an.

Sunnyclist L7e-C nicht der erste Prototyp

Bereits 2011 baute Enermech ein Dreirad, das sich im Zuge des Projektes zum Elektrorad „Islander“ entwickelte. Auch dieses Fahrzeug besitzt ein Solardach und befindet sich bereits in der Produktion.

Darüber hinaus baute das Unternehmen in der Vergangenheit Vorgänger-Prototypen des „Sunnyclist L7e-C“. Schon 2014 flitzte eines dieser Solarautos ein Jahr lang durch Kreta. Innerhalb von fünf Tagen kam das Fahrzeug dabei auf eine Strecke von insgesamt 800 Kilometern.

Das vierrädrige Solarauto erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern. Zudem hat das Vierrad einen Crash-Test bereits erfolgreich hinter sich gebracht.

Schon in diesem Sommer soll das Fahrzeug auf den Markt kommen. Dann soll es vor allem als Mietfahrzeug für Touristen fungieren. Zudem soll das Solarauto auch als Servicefahrzeug für touristische Attraktionen eingesetzt werden.

Auch interessant:

mittwald

Werbung


Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

Kommentieren