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Weltklimarat: Dieses Jahrzehnt entscheidet über die Auswirkungen des Klimawandels

Plakat "There Is No Planet B"
Unsplash / Li-An Lim
geschrieben von Felix Baumann

Laut einem Bericht des sogenannten Weltklimarats, entscheidet dieses Jahrzehnt über die Auswirkungen des Klimawandels und damit die auch Zukunft der Menschheit. Elektrofahrzeuge, Wind- und Solarenergie könnten demnach jedoch nach wie vor einen katastrophalen Klimawandel verhindern.

Im vergangenen Jahrzehnt stach ein Jahr besonders stark beim Thema Klimaschutz hervor. Im Dezember 2015 setzten sich viele Nationen der Welt an einen Verhandlungstisch und einigten sich auf ein Klimaabkommen, das CO2-Emissionen massiv reduzieren soll.

Seit dem Inkrafttreten im Jahr 2016 ist einiges passiert. Kritiker:innen bemängeln aber dass das noch lange nicht ausreiche, um den Klimawandel wirklich abzumildern. Denn das sogenannte 1,5 Grad-Ziel erfordert deutlich mehr Maßnahmen.

Das ist auch die Einschätzung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), auch Weltklimarat genannt. Das nationenübergreifende Gremium veröffentlichte dazu einen Bericht, der den aktuellen Status beleuchtet und zusätzliche Maßnahmen empfiehlt.

Wie bei jedem Bericht gibt es dabei positive, aber auch negative Seiten. Die Botschaft ist aber klar und sollte von jedem verstanden werden: Wir entscheiden in den kommenden Jahren, ob wir in ein paar Jahrzehnten noch ein schönes Zuhause haben.

Katastrophale Folgen des Klimawandels noch abwendbar

Die schlechte Nachricht vorab: Wir haben laut IPCC nur noch wenig Zeit, um unser Klimaproblem in den Griff zu bekommen. Bis 2025 wird sich bereits entscheiden, wie die Welt von morgen aussieht und ob die Welt so wie heute weiterexistieren kann.

Trotzdem müssen wir weder Panik noch Ängste schüren, denn wir haben noch die Chance die Klimaziele zu erreichen. Zwar wird die Erwärmung vermutlich eher auf das Niveau von 1,5 bis 2 Grad steigen, das ist aber nach wie vor das bestmögliche Szenario.

Damit das gelingt, müssen die globalen Emissionen im Jahr 2025 ihren Höhepunkt erreichen und ab dann abfallen. 2030 sollten dann im Vergleich zu 2019 die Emissionen um 43 Prozent fallen. Der Methanausstoß muss um 33 Prozent reduziert werden. Doch diese Ziele sind keinesfalls unerreichbar.

Technologien für den Kampf gegen den Klimawandel existieren bereits

Denn die notwendigen Technologien, um diese Ziele zu erreichen, existieren bereits. Ganz vorne mit dabei ist der notwendige Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen. Diese Art des Klimaschutzes kann den größten Beitrag zu den gleichzeitig kleinsten Kosten liefern.

Bis 2030 könnten 3,9 Gigatonnen an Emissionen durch Windkraftanlagen vermieden werden, bei Solaranlagen sind es 4,5 Gigatonnen. Ein Drittel der notwendigen Einsparungen sind so schnell erfüllt. Auch der Umstieg von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos kann einen nicht minder signifikanten Einfluss haben.

Gleichzeitig bleibt es wichtig, bestehende (fossile) Kraftwerke abzuschalten und durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Denn würden wir Kohlekraft- und Gaskraftwerke bis zu ihrem Lebensende nutzen, würde das komplette restliche Klimabudget (510 Gigatonnen) komplett verbraucht.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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