Tesla, gedruckte Solarzellen, Charge Around Australia

Wissenschaftler wollen Tesla 15.000 km mit gedruckten Solarzellen antreiben

Fabian Peters
unsplash.com/ Dmitry Novikov

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Australische Wissenschaftler wollen einen Tesla auf einer 15.000 Kilometer langen Reise ausschließlich mit gedruckten Solarzellen antreiben. Ziel des Roadtrips sei es einerseits, die Technologie zu testen und andererseits auf Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel aufmerksam zu machen. 

Wissenschaftler aus Australien planen einen 15.000 Kilometer langen Roadtrip mit einem Tesla und wollen das Fahrzeug dabei ausschließlich mit gedruckten Solarzellen antreiben.

In Kooperation mit dem britischen Unternehmen Charging Around Britain wolle das Forschungsteam der University of Newcastle (Australien) jedoch nicht nur die Ausdauer und Leistung der Technologie testen.

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Ziel des Projekts „Charge Around Australia“ sei es auch, Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel aufzuzeigen und die Öffentlichkeit zum Nachdenken anzuregen.

Gedruckte Solarzellen sollen Tesla 15.000 Kilometer mit Strom versorgen

Der 15.000 Kilometer lange Roadtrip soll im September 2022 starten und 84 Tage dauern. Die Wissenschaftler wollen ein E-Auto des Herstellers Tesla dabei während der gesamten Reise ausschließlich mit 18 gedruckten Solarzellen betreiben. Um welches Modell es sich konkret handelt, ist bislang unklar.

Wenn die Batterie aufgeladen werden muss, wollen die Forscher die jeweils 18 Meter langen ausrollbaren Solarpanels neben dem Fahrzeug positionieren. Das Sonnenlicht soll die Batterie dann vollständig aufladen.

Paul Dastoor, Projektleiter und Erfinder der gedruckten Solarzellen, äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Dies ist ein idealer Prüfstand, der uns Aufschluss darüber gibt, wie wir die Technologie an anderen abgelegenen Orten, zum Beispiel im Weltraum, einsetzen und mit Energie versorgen können“.

Solarzellen aus einem Drucker für Weinetiketten

Wie praktikabel die gedruckten Solarzellen in Kombination mit einem Elektroauto sind, solle die Testfahrt zeigen. Im Idealfall solle der Versuch laut Dastoor dazu beitragen, den Menschen die „Reichweitenangst“ im Hinblick auf E-Autos zu nehmen. Das Projekt könne dann den nötigen Anreiz schaffen oder ein Signal aussenden.

Die Kosten für die gedruckten Solarzellen belaufen sich den Wissenschaftlern zufolge auf rund zehn australische Dollar pro Quadratmeter. Für die Herstellung haben sie einen herkömmlichen Industriedrucker verwendet, der eigentlich für die Produktion von Weinetiketten gedacht war.

Der Drucker trägt dabei eine Art „Solarfarbe“ auf einen leichten und laminierten PET-Kunststoff auf. Die gedruckten Solarzellen könnten außerdem bereits bei geringer Lichteinstrahlung Strom erzeugen – mehr als herkömmliche Solarzellen auf Siliziumbasis.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).