Purple Squirrel, Angestellte, Bewerber, Anforderungen Bewerbung

Purple Squirrel: Die Anforderungen an Angestellte werden immer absurder

Fabian Peters
pixabay.com/ www_slon_pics

Purple Squirrel, zu deutsch „lila Eichhörnchen“: So werden oftmals die perfekten Angestellten und Bewerber genannt. Dass die eigentlich garnicht existieren, interessiert nur wenige. Doch was wie ein Fabelwesen klingt, lässt die Arbeitswelt und Jobsuche zunehmend verkommen. Ein Kommentar. 

Maximal 27 Jahre jung, 28 Jahre Berufserfahrung, ein Doktortitel und mindestens ein Jahr Praxiserfahrung als angewandter Raketenwissenschaftler: So oder so ähnlich stellen sich mittlerweile viele Unternehmen und Personaler die perfekten Angestellten und Bewerber vor. Dass solche Menschen im Prinzip überhaupt nicht existieren, scheint sie nur wenig zu kümmern.

Doch dass dieser fadenscheinige Perfektionismus auch hinderlich sein kann, der Kreativität schadet und selbst dem eigenen Unternehmen Chancen verbaut, davon wollen viele nichts wissen. Ganz im Gegenteil: Das, was zählt, muss auf irgendeinem Stück Papier stehen.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Realistische Eignung, Berufserfahrung oder Chancen hin oder her. Selbst Berufseinsteiger, die eigentlich grün und nicht lila hinter den Ohren sind, müssen ein Purple Squirrel sein. Um einen Praktikumsplatz zu bekommen, müssen sie beispielsweise ein Praktikum vorweisen. Wie man bei solchen Bedingungen jedoch jemals an ein Praktikum kommen soll: geschenkt!

Es gibt keine lila Eichhörnchen!

Die sogenannte Generation Praktikum steht dabei stellvertretend für die immer absurder werdenden Anforderungen und  Stellenausschreibungen vieler Unternehmen. Denn die perfekten Angestellte sollen immer jünger sein, gleichzeitig aber immer mehr Berufserfahrung haben.

Das ergibt vor allem insofern Sinn, dass jüngere Angestellte noch mehr Potenzial bieten, um sie zu verheizen. Der Burnout lässt grüßen. Doch das Phänomen hat auch einen ökonomischen Hintergrund.

Denn wer einen bestimmt Beruf oder ein gewisses Einkommen erreichen will, muss ein Purple Squirell sein. Da jedoch mittlerweile auch die Gehälter schlechter werden, spielt vor allem auch ein ungesunder Konkurrenzkampf eine Rolle.

Purple Squirell: Ein vielschichtiges Problem

Das lila-Eichhörnchen-Problem hat mehrere Ursachen. Es liegt nicht bei den Unternehmen allein. Um es zu lösen, müsste allerdings ein Umdenken stattfinden. Personalabteilungen und Unternehmen müssten sich von ihren surrealen Erwartungen verabschieden und einsehen, dass lila Eichhörnchen nicht existieren.

Genauso sollten sich jedoch auch Bewerber und Angestellte nicht auf absurde Qualifikationsanforderungen einlassen. Klar, es wird immer Menschen geben, die vielleicht noch für weniger Geld arbeiten würden oder auf dem Papier vermeintlich bessere Qualifikationen vorweisen können.

Das spielt vielen Unternehmen natürlich in die Karten. Doch wenn wir dieses Spiel weiterhin mitspielen, wenn wir uns keine Auszeiten nehmen oder auch einmal unkonventionelle Wege einschlagen, dann werden lila Eichhörnchen nicht aufhören zu existieren.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant: 

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Hardware-Tester/Validator for lab automation ...
ZEISS in Dresden
Praktikant*in Corporate Social Media (Pflicht...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Pflichtpraktikum im Bereich Marketing & K...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Referent für Kommunikation, PR & Social M...
Brost-Stiftung in Essen
Marketing & Social Media Manager (m/w/d)
Rasch-Metalle GmbH & Co. KG in Bielefeld
Social Media Manager DACH (m/w/d)
TD SYNNEX Germany GmbH & Co. OHG in München
Praktikant/in Marketing/ Social Media
ASCENSO Akademie für Business und... in Palma de Mal...
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).