Wirtschaft

Ab dem 1. Juni 2022: Diese 5 Dinge ändern sich für Arbeitnehmer und Verbraucher

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geschrieben von Fabian Peters

Der Juni 2022 bringt einige Veränderungen für Arbeitnehmer:innen und Verbraucher:innen mit sich. Außerdem treten neue Gesetze in Kraft. Unter anderem kommen das sogenannte 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt. Ab Mitte Juni 2022 laufen zudem die ersten Impfzertifikate aus. 

Ab dem 1. Juni 2022: Das ändert sich für Arbeitnehmer und Verbraucher

Wie fast jeden Monat bringt auch der Juni 2022 einige wichtige Veränderungen für Arbeitnehmer:innen und Verbraucherinnen mit sich. Außerdem treten einige neue Gesetze in Kraft. Mit dem 9-Euro-Ticket und dem sogenannten Tankrabatt treten beispielsweise zwei Maßnahmen des Entlastungspakets der Bundesregierung in Kraft.

Die Discounterketten Aldi und Lidl erhöhen zudem ihren Mindestlohn. Ab Mitte Juni 2022 laufen wiederum die ersten Impfzertifikate aus und die Deutsche Bahn stampft ihr Bonusprogramm BahnComfort ein.

1. Das 9-Euro-Ticket kommt

Bereits im Mai 2022 starteten einige Verkehrsbetriebe mit dem Vorverkauf des sogenannten 9-Euro-Tickets. Es sieht vor, dass Verbraucher:innen vom 1. Juni bis zum 31. August 2022 zu einem Monatspreis von neuen Euro den Nah- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn und anderer Verkehrsbetriebe nutzen können.

Das 9-Euro-Ticket ist Teil des sogenannten Entlastungspakets der Bundesregierung, das Bürger:innen im Zuge der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise finanziell entlasten soll. Da der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland jedoch Ländersache ist, stand das Ticket bis zuletzt auf der Kippe.

Am 20. Mai erteilten die Bundesländer im Bundesrat jedoch ihre Zustimmung. Damit tritt das 9-Euro Ticket ab dem 1. Juni 2022 offiziell in Kraft. Für die Monate Juni, Juli und August können Abonnent:innen dann für neun Euro pro Monat beliebig viele Fahrten in Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Zügen des Nah- und Regionalverkehrs in Deutschland antreten.

Für Fernbusse und Fernzüge gilt das Ticket allerdings nicht. Pendler:innen mit einem Abonnement für den ÖPNV werden in den kommenden Monaten wiederum nur neun Euro abgebucht. Wer sein Abo per Jahresbeitrag zahl, erhält eine Erstattung. Das 9-Euro-Ticket ist sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei den regionalen Verkehrsbetrieben erhältlich.

2. Tankrabatt: Die Spritpreise sinken

Mit dem Entlastungspaket sinken ab dem 1. Juni 2022 auch die Spritpreise. Die Energiesteuer sinkt laut Bundesfinanzministerium dabei so weit, wie es die rechtlichen Rahmenbedingungen der EU zulassen. Der Steuersatz für Benzin soll um 29,55 Cent sinken.

Die Steuern für Diesel würden sich um 14,04 Cent reduzieren. Die Bundesregierung geht im Rahmen ihres Beschlusses davon aus, dass die Versorgungsunternehmen die Beiträge ausnahmslos an die Verbraucher:innen weitergeben.

Die Maßnahme ist jedoch umstritten, da sich die Spritpreise einerseits zeitweise bereits stabilisiert haben und Kritiker:innen andererseits befürchten, dass die Mineralölkonzerne den Tankrabatt ausnutzen.

3. Deutsche Bahn ersetzt Bonusprogramm BahnComfort

Die Deutsche Bahn stampft ab dem 13. Juni 2022 ihr Bonusprogramm BahnComfort ein. Ab dann tritt ein neues dreistufiges Programm in Kraft: BahnBonus. Die Statuslevel Silber, Gold und Platin beinhalten dann – je nach Höhe der gesammelten Bonuspunkte – unterschiedliche Vorteile.

Dazu gehören unter anderem Freigetränke, exklusive Sitzplätze, Rabatte im Bordrestaurant oder freier Eintritt für die DB-Lounge. Weitere Informationen hält eine Übersichtsseite bereit. Die bislang gesammelten Bonuspunkte aller DB-Kund:innen bleiben erhalten. Das Unternehmen staffelt die neuen Statuslevel dabei wie folgt:

  • Silber: ab 1.500 Statuspunkten
  • Gold: ab 2.500 Statuspunkten
  • Platin: ab 6.000 Statuspunkten.

4. Lidl und Aldi erhöhen den Mindestlohn

Im Juni 2022 stehen einige Änderungen in Sachen Mindestlohn an – jedoch (noch) nicht auf gesetzlicher Ebene, denn der allgemeine Mindestlohn von 12 Euro soll erst im Oktober 2022 kommen. Für die Angestellten der Discounterketten Aldi und Lidl gibt es jedoch bereits im Juni 2022 mehr Geld.

Aldi erhöht seinen betriebsinternen Mindestlohn nämlich von 12,50 Euro auf mindestens 14 Euro pro Stunde. Das gilt sowohl für alle Filialen von Aldi Süd als auch von Aldi Nord. Laut dem Discounter würden davon fast alle Angestellte – auch Quereinsteiger und studentische Hilfskräfte profitieren.

Die einzige Ausnahme sind Auszubildende. Auch Lidl reagierte auf die steigende Inflation und zahlt seinen tariflichen Angestellten ab Juni 2022 14 Euro Mindestlohn. Bereits im März 2022 hatte Lidl zudem die Gehälter von Auszubildenden um 100 Euro pro Monat erhöht.

5. Millionen Impfzertifikate laufen ab

Ab Mitte Juni 2022 laufen die ersten Impfzertifikate ab. Das gilt sowohl für die Erst- als auch Zweitimpfung. Insgesamt dürften Millionen Deutsche in den kommenden Wochen ihren Impfstatus verlieren. Das liegt vor allem daran, dass bei der Ausstellung der Zertifikate ein technisches Ablaufdatum von einem Jahr festgelegt wurde.

Für Nicht-Geboosterte ist das EU-Zertifikat im Ausland dann nicht mehr gültig. Um die Grundimmunisierung zu verlängern, ist jedoch weder ein Besuch beim Arzt noch in der Apotheke notwendig. Das Robert Koch Institut (RKI) schreibt dazu:

Um Ihren Impfstatus weiterhin nachweisen zu können, müssen die entsprechenden Zertifikate aktualisiert werden. Die dazu notwendige Neuausstellung können Sie demnächst in der App mit wenigen Klicks selbst durchführen.

Es besteht zudem die Möglichkeit, sich ein neues Zertifikat in der Apotheke ausstellen zu lassen. Nutzer:innen der Corona-Warn-App oder der CoV-Pass-App erhalten 28 Tage vor Ablauf ihres Zertifikats zudem eine Benachrichtigung.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

4 Kommentare

  • Traurig finde ich das das Geld der Azubis nicht angehoben wird ich bin selber azubi und sehe selber wie die ganzen Preise steigen. Ich gehe theoretisch nur arbeiten um meine Miete zu zahlen und essen zu kaufen.

  • Ich finde es sehr schade dass es nicht für alle Branchen im Einzelhandel gilt mit 14€ Stundenlohn, denn auch wir leisten jeden Tag genauso viel wie im Lebensmittelbereich. Ich bin sogar gelernte Fachverkäuferin dass ich jetzt so bezahlt werde wie jeder ungelernte ist für mich schon seit längerem ein Schlg ins Gesicht und alles nur wegen der ersten Bankenkriese im Jahe 2008, dank einwirken CDU und Frau Merkel. Für was habe ich eigentlich eine Lehre gemacht und Bestanden um so behandelt zu werden????? Es ist eine

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