Lumobags, Sandsäcke, Erderwärmung, Klimawandel

Lumobags: Beschichtete Sandsäcke sollen uns vor dem Klimakollaps bewahren

Felix Baumann
Science Moonshot N+P Innovation Design

Ein tschechisch-österreichischen Physikers will mit aluminiumbeschichteten Sandsäcken in der Wüste die Erde abkühlen. Die sogenannten Lumobags sollen dabei Sonnenlicht reflektieren, um die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. Das eigentliche Problem wird so aber nicht gelöst.

Lumobags sollen die Erde vor Überhitzung bewahren

Der immer weiter voranschreitende Klimawandel wird die kommenden Jahrzehnte prägen. Das scheint fast sicher und sorgt wohl für das ein oder andere mulmige Gefühl. Wir können die Erderwärmung zwar noch auf 1,5 Grad begrenzen, dafür sind aber Lösung und schnelles Handeln gefragt. Daran glaubt der tschechisch-österreichische Physiker Radko Pavlovec nicht mehr.

Geht es nach dem Physiker, dann ist das 1,5-Grad-Ziel unrealistisch. Das 2-Grad-Ziel würde zudem immer unwahrscheinlicher. Diesen Punkt gilt es aber unbedingt zu vermeiden, da wir sonst irreversible Kipppunkte in unserem Ökosystem überschreiten. Um die Erde abzukühlen und die Ziele vielleicht doch noch zu erreichen, hat Pavlovec deshalb einen eigenen Lösungsansatz entwickelt.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Aluminiumbeschichtete Sandsäcke in der Wüste

Der Physiker will sogenannte Lumobags, das sind mit Aluminium beschichtete Sandsäcke, in den Wüsten der Erde auszulegen. Die Beschichtung soll dafür sorgen, dass Sonnenlicht auf die Sandsäcke fällt, um sie direkt in die Atmosphäre zu reflektieren. Die Böden würden so weniger Wärme speichern und der Planet sich langsamer erwärmen.

Dafür wäre eine Fläche von 40.000 Quadratkilometern nötig. Eine solches Areal mit Lumobags könne laut Pavlovec die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius beschränken. Das entspricht in etwa der halben Fläche Österreichs. Bis 2031 wäre dies theoretisch sogar möglich. Wie jede Technologie bringen aber auch die Lumobags Vor- und Nachteile mit sich.

Lumobags lösen nicht das Problem der globalen Erwärmung

Die Lumobags lösen jedoch nicht das eigentliche Problem. Sie würden uns nur mehr Zeit geben, um unsere Gewohnheiten umzustellen. Für fünf Euro pro Sack klingt eine Umsetzung dabei gar nicht mal so teuer. Auf die Fläche hochgerechnet wären aber Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro pro Jahr notwendig.

Außerdem fehlt noch die Infrastruktur. Maschinen, die die Säcke vor Ort befüllen und aufstellen, existieren noch nicht. Im Vergleich zu anderen Geoengineering-Methoden sollen die Auswirkungen aber minimal sein.

Denn durch das Abbauen der Säcke könnten vorherige Bedingungen schnell wiederhergestellt werden. Ein erster Versuch in Spanien auf 16 Quadratkilometern liefert nun weitere Einsichten. Er kompensiert bereits die Emissionen eines 2.500 Megawatt-Kohlekraftwerks.

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Solution Manager SAP & Finance Prozessber...
cbs Corporate Business Solutions Unter... in Heidelberg
ASIC Digital Design Expert (f/m/div)
Bosch Gruppe in Dresden
Digital Marketing Manager (Paid Media) (m/f/d)
Frankfurt School of Finance & Man... in Frankfurt am...
Praktikant*in Employer Attraction & Talen...
Mercedes-Benz AG in Bremen
Content Creator (m/w/d)
DKMS Donor Center gGmbH in Köln
Social Media & Event Manager (w/m/d)
RP-Technik GmbH in Rodgau
Marketing Manager (m/w/d) mit Fokus Social Me...
Flebbe Services GmbH in Hamburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.