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Umgebungsscanner: Google testet neuartige AR-Brille im Alltag

Felix Baumann
Google

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Eine neue AR-Brille von Google soll Menschen im Alltag unterstützen. Dabei nimmt die Brille die Umgebung auf und liefert Informationen zu Objekten. Außerdem übersetzt die Brille fremde Sprachen und erklärt den Tragenden den Weg.

In den vergangenen Monaten ist ein Unternehmen ganz besonders in den Fokus der Öffentlichkeit und der Behörden gerückt: Google. Der amerikanische Tech-Riese ist gerade einigen Verfahren aufgrund von Zahlungssystemen, Irreführung und Google Maps ausgesetzt. Selbst stellt sich das Unternehmen gerade neu auf – man möchte sich wieder auf seine Stärken berufen.

An das Metaverse scheint man dabei nicht zu glauben. Augmented Reality (AR) ist für die Firma allerdings schon eher ein Zauberwort. Das zeigt nun auch ein erster öffentlicher Test von Googles AR-Brille. Diese demonstrierte das Unternehmen erstmals auf der Entwicklerkonferenz Google I/O. Unter dem Titel „Aufbau und Test hilfreicher AR-Erfahrungen“ veröffentlichte das Unternehmen einen Blogbeitrag und schreibt, dass schon bald ein Dutzend Menschen die Geräte im Alltag tragen wird.

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AR-Brille von Google nimmt die Umgebung des Tragenden auf

Für alle, die die Google I/O verpasst haben: Der Fokus der neuen AR-Brille ist die Hilfe im Alltag der Tragenden. Unterhaltung spielt dabei nur nebensächlich eine Rolle. Der virtuelle Assistent erkennt durch eine Kamera Objekte in der Umgebung und liefert wertvolle Kontextinformationen. Das funktioniert ähnlich wie die Lens-App des Unternehmens, in der das Smartphone Informationen zu gescannten Gegenständen liefert.

Nicht möglich ist die Aufnahme von Fotos oder Videos. Diese fertigt der Konzern dennoch im Hintergrund an, um die Effizienz des Algorithmus zu analysieren und zu optimieren. Bisher dürfen die Tester daher die Geräte nicht in sensiblen Bereichen tragen, wie beispielsweise in Schulen, Krankenhäusern oder bei Demonstrationen.

Eine LED indiziert zudem durchgehend, wann die Brille in Betrieb ist. Außerdem können Passant:innen Personen mit AR-Brille aus Gründen des Datenschutzes direkt dazu auffordern, das Material zu löschen.

Insgesamt scheint Google den Datenschutz ernst zu nehmen. Standardmäßig löscht der Konzern gesammelte Aufnahmen und Daten nach der Bereitstellung der gewünschten Informationen. Nach der Analyse löscht das Unternehmen die Daten automatisch nach etwa 30 Tagen.

Google AR-Brille wird zunächst an kleiner Gruppe getestet

Ein typischer Tag sieht dem Konzern nach wie folgt aus: Die AR-Brille tragende Person steht morgens auf und macht sich auf den Arbeitsweg. Diesen projiziert Maps direkt vor das Auge und aktualisiert die Wegbeschreibung je nach Verkehrslage. Stehen internationale Meetings an, übersetzt die Brille unbekannte Wörter.  Auch beim Identifizieren unbekannter Objekte soll die AR-Brille Hilfestellung leisten.

Wir werden mit AR-Prototypen, die von ein paar Dutzend Googlern und ausgewählten vertrauenswürdigen Testern getragen werden, in kleinem Maßstab in der Öffentlichkeit testen.

Wie lang die Testphase von Googles AR-Brille andauern wird, gibt der Konzern vorerst nicht bekannt.

Es ist noch zu früh, und wir wollen es richtig machen. Deshalb gehen wir es langsam an, wobei der Schutz der Privatsphäre der Tester und ihrer Umgebung im Vordergrund steht.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.