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Spieleentwickler Mojang will keine NFTs bei Minecraft

Maria Gramsch
Mika Baumeister

NFTs haben in der Netzgemeinde in den vergangenen Jahren immer mehr an Fahrt aufgenommen. Doch der Spieleentwickler Mojang hat nun beschlossen, dass es keine NFTs bei Minecraft mehr geben wird.

NFTs haben besonders im vergangenen Jahr enorm an Bedeutung gewonnen. Laut der Website NonFungible.com hat die Zahl der aktiven Wallets seit dem ersten Quartal 2021 um rund 919 Prozent zugelegt.

Damit sind im genannten Zeitraum rund 1,45 Millionen Krypto-Wallets mit NFTs in Kontakt gekommen. Und auch bei der Zahl der Käufer:innen haben NFTs deutlich zugelegt – sie ist um rund 1.489 Prozent gestiegen. Bei den Verkäufer:innen waren es rund 2.345 Prozent.

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Doch die digitalen Güter haben nicht nur Fürsprecher:innen. Der Spieleentwickler Mojang hat nun beschlossen, NFTs bei Minecraft zu verbieten.

Warum soll es keine NFTs bei Minecraft mehr geben?

Minecraft-Hersteller Mojang wolle mit dieser Entscheidung sicherstellen, dass alle „Minecraft-Spieler ein sicheres und inklusives Erlebnis haben“. Deshalb sei es nicht erlaubt, Blockchain-Technologien in die Strukturen zu integrieren.

Auch sollen die Inhalte des Spiels, wie zum Beispiel Welten oder Skins nicht dafür verwendet werden, ein verknapptes digitales Gut zu erstellen.

Dies sei in der Vergangenheit bereits geschehen. So seien bereits Minecraft-Sammel-NFTs im Umlauf. Auch hätten sich Spieler:innen Minecraft-NFTs durch bestimmte Aktivitäten verdienen können.

NFTs bei Minecraft sind nicht mit den Werten des Herstellers vereinbar

Durch die Erstellung von NFTs entstehe laut Mojang ein digitales Eigentum, das auf „Knappheit und Ausschluss“ ausgelegt ist. Das sei nicht mit den „Minecraft-Werten der kreativen Inklusion und des gemeinsamen Spiels“ vereinbar.

NFTs sind nicht inklusiv für die gesamte Community und schaffen ein Szenario der Besitzenden und Besitzlosen.

Die „spekulative Preis- und Investitionsmentalität“, die rund um NFTs herrsche, lenke dabei vom Fokus auf das Spiel ab und fördere „Profitmacherei“.

Mojang will seine Community schützen

Der Spieleentwickler führt außerdem den großen Punkt des möglichen Betrugs an. So könnten „einige NFTs von Drittanbietern nicht zuverlässig“ sein. Der Minecraft-Entwickler wolle seine Spieler:innen vor versteckten Kosten schützen.

Auch könne für manche NFTs von Drittanbieter:innen Vermögensverwalter:innen nötig werden.

Es hat auch Fälle gegeben, in denen NFTs zu künstlich oder betrügerisch überhöhten Preisen verkauft wurden.

Mojang wolle die Entwicklung der Blockchain-Technologie weiter beobachten. So könnte es irgendwann doch noch zu einer Implementierung kommen. Dieser Fall soll jedoch nur eintreten, wenn die Minecraft-Werte abgesichert sind und für die Spieler:innen eine sichere Erfahrung gewährleistet werden kann. Bisher gebe es jedoch keine Pläne, Minecraft und die Blockchain-Technologie zusammenzubringen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.