Gedankenkontrolle, Rollstuhl, Gehinrwellen

Gedankenkontrolle: Querschnittsgelähmte steuern Rollstuhl über Gehirn

Felix Baumann
Adobe Stock/ k_yu

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Forscher:innen haben eine Methode entwickelt, mit der Querschnittsgelähmte Menschen ihren Rollstuhl über ihre Gedanken steuern können. Die Gedankenkontrolle soll ihnen dabei zu mehr Mobilität im Alltag verhelfen. 

Die Wissenschaft kommt dem menschlichen Körper immer mehr auf die Schliche. Dennoch gilt ein Organ weiterhin wie eine Art eine Blackbox: das Gehirn. Bisher ist die allgemeine Funktionsweise zwar bekannt, aber zahlreiche Dinge sind nach wie vor unklar. Bis die Wissenschaft das menschliche Gehirn vollständig entschlüsselt hat, wird es deshalb vermutlich noch etwas dauern.

Forscher:innen ist nun allerdings ein Durchbruch bei der Mensch-Maschinen-Interaktion gelungen. Denn Querschnittsgelähmte Menschen konnten mithilfe ihrer Gehirnwellen einen Rollstuhl antreiben und sich dabei quer durch einen voll gestellten Raum fortbewegen. Ein selbstlernender Algorithmus macht das möglich.

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Gedankenkontrolle: Querschnittsgelähmte steuern Rollstuhl

Für das Experiment wählten die Wissenschaftler:innen drei querschnittsgelähmte Menschen aus. Diese erhielten über einen Zeitraum von zwei bis fünf Monaten drei Trainingseinheiten pro Woche, in denen sie den autonomen Rollstuhl auf ihr Gehirn trainierten.

Denn jeder Mensch ist unterschiedlich und interpretiert in der Folge Gedanken auf seine eigene Art. Ein EEG-Gerät maß dabei die Hirnströme und übersetzte sie anschließend in mechanische Kommandos. Die gelähmten Personen mussten nur an verschiedene Szenarien denken, in denen sie den Rollstuhl in diverse Richtungen bewegen.

Gleichzeitig sollten sie sich vorstellen, dass sie diese Steuerung mit ihren eigenen Gliedmaßen vollziehen. Denn auf diesem Weg werden die entsprechenden Gehirnregionen für Bewegung angesprochen. Trotz gleicher Trainingseinheiten variierten die Ergebnisse teilweise aber signifikant.

Gehirnwellen: Rollstuhl mit Gedanken steuern?

Während bei zwei der drei Teilnehmer die Genauigkeit der Interpretation auf bis zu 98 Prozent stieg, scheiterte ein Teilnehmer an den Trainings. Im Resultat bewegten die beiden erfolgreichen Teilnehmer ihren Rollstuhl souverän durch einen voll gestellten Raum. Teilnehmer drei konnte aber keinen Erfolg vorweisen.

Die Forscher:innen wollen ihre Erkenntnisse nun nutzen, um neue Behandlungsmethoden für querschnittsgelähmte Menschen zu entwickeln. Außerdem möchten sie die Probleme mit einem der Teilnehmer weiter untersuchen und Gründe für das schlechte Abschneiden identifizieren. So sollen eingeschränkte Menschen zumindest teilweise wieder ihre Freiheiten zurück erhalten.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.