Technologie

Microsoft investiert 10 Milliarden US-Dollar in die ChatGPT-Mutter OpenAI

Microsoft, OpenAI, ChatGPT
Pixabay.com / ClearCutLtd
geschrieben von Maria Gramsch

Die künstliche Intelligenz ChatGPT macht seit einer Weile schon Schlagzeilen. Microsoft will den Hype offenbar nutzen und investiert zehn Milliarden US-Dollar in das Entwicklerunternehmen OpenAI.

Bereits in den Jahren 2019 und 2021 hat Microsoft der Firma OpenAI Finanzspritzen in Höhe von insgesamt einer Milliarde US-Dollar zukommen lassen. Nun sollen in den kommenden Jahren weitere zehn Milliarden US-Dollar fließen, wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet.

OpenAI sichert sich zehn Milliarden US-Dollar

Erst seit November steht die KI-Software ChatGPT der Firma OpenAI im Netz zur Verfügung. Doch bereits in dieser kurzen Zeit hat die künstliche Intelligenz ziemlich hohe Wellen geschlagen und vor allem auch Debatten über Haus- und Abschlussarbeiten ausgelöst.


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Das Funding dürfte für OpenAI also genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, denn für die rasant steigenden Nutzerzahlen benötigt das Unternehmen unter anderem speziell entwickelte Supercomputer, die Microsoft zur Verfügung stellen will.

Die Geldspritze in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar soll über mehrere Jahre ausgezahlt werden. So soll auch die Forschung im Bereich KI vorangetrieben werden.

Im Gegenzug plane Microsoft die von OpenAI entwickelten Modelle in eigene Produkte zu integrieren. Auch könnten neue Produktkategorien auf der Grundlage der künstlichen Intelligenz entstehen.

Microsofts Cloud-Computing-Sparte Azur soll profitieren

Zentraler Bestandteil des Deals zwischen Microsoft und OpenAI wird der Cloud-Computing-Dienst Azur aus dem Hause Microsoft sein. Denn diesen nutzt OpenAI bereits, um alle seine Modelle zu trainieren.

Und das soll künftig auch so bleiben. Deshalb werde ein Großteil der Microsoft-Investition auch in Azure-Cloud-Rechenleistung zur Verfügung gestellt.

Für Microsoft und Azure sei dies laut Bloomberg „von entscheidender Bedeutung“. Anurag Rana, Analyst bei Bloomberg Intelligence, sieht für Microsoft darin sogar den Schlüssel, um „die Lücke zu AWS weiter zu schließen“.

Microsoft hat die Konkurrenz im Blick</h2<

Genau diese Lücke zu AWS dürfte einer der Gründe sein, warum Microsoft einen solch hohen Betrag für den ChatGPT-Hersteller locker macht. Denn Microsoft konkurriert im Bereich Cloud-Computing und KI nicht nur mit Amazon. Auch Alphabet und Meta wollen die Vorherrschaft bei dieser neuartigen Technologie für sich beanspruchen.

Erst kürzlich hatte der Konzern verkündet, rund 10.000 Stellen streichen zu wollen. Microsoft gab jedoch auch bekannt, weiter in Schlüsselbereiche investieren zu wollen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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