Wirtschaft

Inflation: So viel hat dein Gehalt an Wert verloren

Gehalt Inflation, Reallohn, Lohn, Geld
Adobe Stock/ methaphum
geschrieben von Maria Gramsch

Die Inflation hat die Wirtschaft seit Monaten fest im Griff. Das wirkt sich auch auf das Gehalt aus. Das Statistische Bundesamt hat 2022 dabei den stärksten Reallohnverlust für Beschäftigte gemessen. Wir verraten, wie viel weniger dein Gehalt jetzt wert ist. 

Seit dem Jahr 2008 erhebt das Statistische Bundesamt Zahlen für den Reallohnindex und den Nominallohnindex. Das Amt hält also fest, wie viel Geld verdient und wie viel damit in tatsächliche Kaufkraft umgewandelt werden kann.

Die anhaltende Inflation führt dazu, dass sich Arbeitnehmer:innen auch bei steigendem Gehalt nicht mehr leisten können. Und das spiegeln auch die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2022 wider.


Neue Stellenangebote

Growth Marketing Manager:in – Social Media
GOhiring GmbH in Home Office
Praktikant Social Media (m/w/d)
Nestlé Deutschland AG in Frankfurt am Main
„(Senior) Communication Manager*in (m/w/d)“ mit Schwerpunkt Social Media
planero GmbH in München

Alle Stellenanzeigen


Inflation: So viel weniger ist dein Gehalt jetzt wert

Schaut man sich nur die Zahlen auf dem Papier an, sind Löhne und Gehälter so stark gestiegen wie noch nie seit die Aufzeichnungen des Statistischen Bundesamtes. Denn der Nominallohn hat im Vergleich zum Vorjahr 3,4 Prozent zugelegt.

Für Arbeitnehmer:innen heißt das aber nicht automatisch, dass sie sich nun mehr leisten können. Denn der Reallohn ist im Jahr 2022 um ganze 4,1 Prozent gesunken. Es handelt sich dabei um den stärksten Reallohnverlust für Beschäftigte seit Start der Aufzeichnungen im Jahr 2008.

Wie entstehen Nominal- und Reallohnindex?

Die Indizes, die das Statistische Bundesamt errechnet, ergeben sich aus der Verdiensterhebung für das jeweilige Jahr. Beim Nominallohnindex werden dafür die Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmer:innen inklusive aller Sonderzahlungen herangezogen.

Diese sind im Jahr 2022 also um 3,4 Prozentpunkte gestiegen. Dem gegenüber steht allerdings die Teuerung der Verbraucherpreise von ganzen 7,9 Prozent. Daraus ergibt sich laut dem Statistischen Bundesamt ein Minus bei den Reallöhnen in Höhe von 4,1 Prozent.

Damit sinken die Reallöhne bereits das dritte Jahr in Folge. Im Jahr 2020 hatte vor allem die vielerorts eingesetzte Kurzarbeit einen negativen Einfluss auf den Reallohn. 2021 und 2022 schlug dann vor allem die Inflation zu Buche.

Gehalt und Inflation: Endgültige Zahlen zum Lohnverlust folgen

Bei den vorgestellten Zahlen handelt es sich zunächst erst einmal um vorläufige Zahlen. Das Statistische Bundesamt will die endgültigen Indizes für das Jahr 2022 voraussichtlich Anfang März bekanntgeben.

Bis dahin müssen vor allem die Daten aus dem vierten Quartal endgültig verarbeitet werden. Im März sollen dann aber „detaillierte und endgültige Ergebnisse“ vorliegen.

Auch interessant:

Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

2 Kommentare