Avatare, Gerichtsprozesse, Avatar, Gericht, Digitalisierung, Online-Gerichtsprozesse

Fraunhofer-Institut entwickelt virtuelle Avatare für Online-Gerichtsprozesse

Felix Baumann
Fraunhofer Austria

Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts in Österreich hat eine Software entwickelt, die Online-Gerichtsprozesse ermöglichen soll. Virtuelle Avatare sollen dabei die Prozessbeteiligten in einem digitalen Gerichtssaal repräsentieren. 

Die Corona-Pandemie hat viele digitale Prozesse beschleunigt. Videokonferenzen gehören seither in zahlreichen Branchen zum Alltag. Auch immer mehr Behörden setzen digitale Tools ein, um Dienstleistungen effizienter zu machen. Eine neue Software des Fraunhofer-Instituts skizziert nun die Möglichkeit von Online-Gerichtsprozessen.

Ziel dabei ist es, Gerichtsverhandlungen effizienter abzuwickeln, um Kosten und Zeit zu sparen. Allerdings reicht eine klassische Videokonferenz dabei nicht aus. Im Kontext einer Gerichtsverhandlung spielen nämlich Mimik und Gestik eine entscheidende Rolle und geben beispielsweise Auskunft über die Emotionen von Angeklagten.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Online-Gerichtsprozesse: Avatare sollen Gestik und Mimik repräsentieren

Doch wie lässt sich das Verhalten in einer digitalen Umgebung abbilden und übertragen? Diese Frage haben sich auch Forscher der Fraunhofer Austria Research GmbH und ein Wissenschaftler der Western Sydney Universität gestellt. Herausgekommen ist ein Virtual-Court-System, das bei kleinere Delikten zum Einsatz kommen könnte.

Virtuelle Avatare sollen die Prozessbeteiligten dabei repräsentiert. In einem digitalen Gerichtssaal treffen die Angeklagten und Richter dann aufeinander. Um Mimik und Gestik aller beteiligten Parteien optimal darzustellen, erfasst eine Webcam das Gesicht der Personen. Eine Eye-Tracking-Software berechnet, in welche Richtung die Person vor dem Bildschirm blickt.

Reduzierte Datenmenge beansprucht weniger die Infrastruktur von Behörden

Auf der Grundlage der Daten simuliert das System dann die Kopf- und Augenbewegungen über den virtuellen Avatar. Das soll einen virtuellen Blickkontakt zwischen den anwesenden Personen ermöglichen. Im Rahmen der Verhandlung überträgt das System ausschließlich den Audiostream und die Daten zur Mimik der beteiligten Personen. Das soll auch die Infrastruktur entlasten, da keine Videobilder übertragen werden.

Es ist geplant, das System weiterzuentwickeln. Die Kamera soll in Zukunft etwa auch die Hände der Teilnehmer erkennen. Auf diesem Weg soll sie zusätzliche Bewegungen im Gerichtssaal simulieren. Um eine möglichst hohe Kompatibilität zu gewährleisten, wird die zukünftige Version auch im Browser laufen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Hardware-Tester/Validator for lab automation ...
ZEISS in Dresden
Praktikant*in Corporate Social Media (Pflicht...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Pflichtpraktikum im Bereich Marketing & K...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Referent für Kommunikation, PR & Social M...
Brost-Stiftung in Essen
Marketing & Social Media Manager (m/w/d)
Rasch-Metalle GmbH & Co. KG in Bielefeld
Social Media Manager DACH (m/w/d)
TD SYNNEX Germany GmbH & Co. OHG in München
Praktikant/in Marketing/ Social Media
ASCENSO Akademie für Business und... in Palma de Mal...
Marketing | Grafik & Social Media Allroun...
SACO Shipping GmbH in Hamburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.