Luft-Batterie, Akku, Strom, Elektronik, Geräte, Kleingeräte, Energie, Erfindung, Forschung

Ist diese neue Luft-Batterie besser als ein Lithium-Ionen-Akku?

Beatrice Bode
unsplash.com/danilo.alvesd

Forschende aus Japan haben eine Luft-Batterie entwickelt, die ohne Metall-Elektroden funktioniert. Der neue Akku ist zwar noch nicht praxistauglich, könnte künftig allerdings die Lebensdauer von Batterien in kleinen elektronischen Geräten drastisch verlängern. Die Hintergründe. 

Batterien sollen eine hohe Kapazität haben, lange halten und am besten umweltverträglich sein – und das zu einem möglichst niedrigen Preis. Für elektronische Geräte wie Smartphones, Laptops und Tablets werden vor allem Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Die Forschung gibt sich jedoch Mühe, ihre Lebensdauer stetig zu verlängern.

Ein Ansatz sind dabei Luft-Batterien. In der Vergangenheit konnten Wissenschaftler:innen in diesem Bereich einige Erfolge feiern. Nun hat eine Gruppe japanischer Forschender offenbar einen neuen Durchbruch geschafft.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Luft-Batterie speichert ein Vielfaches des Stroms bisheriger Akkus

Wie die japanische Forschungsgruppe um Kenji Miyatake im Wissenschaftsmagazin Angewandte Chemie berichtet, haben sie eine neue Art der Luft-Batterie entwickelt. Sie beinhaltet organische Moleküle und feste Elektrolyte.

Bereits zuvor testeten Wissenschaftler:innen Lithium-Luft-Batterien. Sie speicherten mit mehr als 1.000 Milliamperestunden pro Gramm ein Vielfaches der Strommengen herkömmlich verfügbarer Lithium-Ionen-Batterien. Allerdings nutzten sie dazu flüssige Elektrolyte und wiesen nur eine geringe Zyklenfestigkeit vor. Diese Probleme wollene die Forschenden aus Japan mit ihrem Prototyp nun lösen.

Luft-Batterie besteht aus größtenteils organischen Elementen

Dazu verzichten sie auf elektrochemische aktive metallische Elektroden und vermeiden so die Bildung von spitzen Dendriten beim Laden und Entladen der Batterie. „Es wurde eine Proof-of-Concept-Studie für eine wiederaufladbare Luftbatterie (SSAB) mit redoxaktivem 2,5-Dihydroxy-1,4-benzochinon (DHBQ) und dessen Polymer (PDBM) sowie einem protonenleitenden Polymer (Nafion) durchgeführt“, heißt es in der Veröffentlichung. Dabei handelt es sich hauptsächlich um organische Substanzen.

Vor allem das Polymer PDBM unterstützt den Forschenden zufolge die Entladekapazität der Luft-Batterie. Sie erreichte eine gravimetrische Kapazität von 176,1 Milliamperestunden pro Gramm. Nach 30 Ladezyklen konnte die Forschungsgruppe so noch ein Fassungsvermögen von 78 Prozent nachweisen.

Tatsächlich zeigen diese Werte, dass die Luft-Batterie aus Japan noch lang nicht praxisreif ist. Allerdings belegt der Praxistest des Prototyps zum ersten Mal, dass eine Luft-Batterie mit festen Elektrolyten tatsächlich funktioniert.

Neue Batterie aus Japan könnte elektronische Geräte länger antreiben

Um die neue Luft-Batterie auch im Alltag nutzbar zu machen, muss die Forschungsgruppe unter anderem die Zyklenfestigkeit weiter erhöhen. Theoretisch seien bis zu 60.000 Zyklen bei einer Kapazität von 200 Milliamperestunden pro Gramm möglich. „Die Luft-Batterien wiesen eine hohe Leistung auf, die nahe an der theoretischen Höchstkapazität lag“, so die Forschenden in ihrem Artikel.

Sollten die japanischen Wissenschaftler:innen ihre Entwicklung noch weiter verbessern, könnte die Luft-Batterie die Lebensdauer von Batterien in kleinen elektronischen Geräten wie beispielsweise Smartphones und Tablets künftig verlängern. Laut Miyatake soll sie zudem zur Verwirklichung einer kohlenstofffreien Gesellschaft beitragen.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Werkstudent oder Student im Praxissemester fü...
Ritter Energie GmbH & Co. KG in Dettenhausen
Manager (m/w/d) Content-Strategie und Markenk...
VdS Schadenverhütung GmbH in Köln
Online Marketing Manager (m/w/d)
personalisten GmbH in Coesfeld
Content & E-Commerce Manager (m/w/d)
Valdemar Krog GmbH in Hamburg
Content & Marketing Manager E-Commerce (m...
LouMaxx GmbH in Mayen
Social Media Berater (m/w/d)
Baden-Württembergischer Genossenschafts... in Stuttgart
Marketing Manager (w/m/d) Schwerpunkt Online ...
Horváth in Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart
Mitarbeiter:in (m/w/d) Bewegtbild / Content C...
Hochschule Harz in Wernigerode
Teile diesen Artikel
Folgen
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.