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Wie funktioniert eigentlich Virtual Reality?

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unsplash.com/Lucrezia Carnelos
geschrieben von Beatrice Bode

Mittlerweile gibt es virtuelle Realitäten in den verschiedensten Bereichen. Doch obwohl der erste Hype vorbei zu sein scheint, investieren Tech-Riesen wie Apple weiterhin in die Technologie. Wir erklären dir, wie Virtual Reality funktioniert. 

Ob die Apple Vision Pro, Meta Quest, Playstation VR 0der das Metaverse: Das sind nur einige Begriffe im Zusammenhang mit Virtual Reality – kurz VR. Es heißt übersetzt „Virtuelle Realität“ – eine von Computern simulierte Wirklichkeit. In ihr können sich User frei bewegen und mit virtuellen Inhalten interagieren.

Mithilfe einer entsprechenden Hard- und Software können sie dabei in eine künstliche Welt eintauchen und dort realistisch wirkende Erfahrungen machen – zum Beispiel bei VR-Konzerten oder Games. Diese Art von Erlebnis nennt man Immersion.


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Wie funktioniert Virtual Reality?

Die menschlichen Augen haben aufgrund ihrer Position unterschiedliche Blickwinkel. Wenn wir uns umschauen, nehmen unsere Augen einzelne dabei „Bilder“ wahr. Sie schicken die Informationen dann an unser Gehirn. Dort werden sie anschließend kombiniert, indem unser Denkorgan die entsprechende Differenz aus den Bildern berechnet.

Auf diese Weise entsteht ein räumlicher Eindruck im Gehirn. Diesen Vorgang nennt man stereoskopisches Sehen. Er ist gleichzeitig auch die Grundlage für Virtual Reality. Um den Effekt nachzuahmen, erzeugen dreidimensionale Bilder einen räumlichen Eindruck im Gehirn. Um das zu erleben, brauchen User sogenannte Head-Mounted-Displays: VR-Brillen.

VR-Brillen: Eintauchen in eine andere Welt

Auch VR-Brillen basieren auf dem Prinzip des stereoskopischen Sehens. Denn sie erzeugen Bilder auf zwei Displays vor den Augen des Trägers. Die Differenz der Seheindrücke beider Augen wird in diesem Fall von einer Software simuliert, sodass das Gehirn aus den beiden leicht verschiedenen Bildern einen dreidimensionalen Eindruck errechnen kann.

Mittels  360-Grad-Filme und VR-Anwendungen können sich User in der virtuellen Welt umsehen. Durch VR-Tracking werden außerdem reale Bewegungen erfasst und in die virtuelle Welt übertragen. So bekommen User das Gefühl, mit ihrer Umgebung zu interagieren.

Dafür sind Kameras und Sensoren in VR-Brillen, Controllern und anderem Zubehör verbaut, die die Bewegungen der Augen und anderer Teile des Körpers verfolgen. Per Kopfbewegung passt sich das Bild zudem mittels verbauter Sensoren an die Blickrichtung an und erzeugt so einen 360-Grad-Eindruck.

Vor allem bei Video-Games fühlen sich User, als ob sie sich wirklich in der künstlichen Umgebung befinden und alles hautnah erleben. Durch haptisches Feedback wird das Ganze außerdem noch unterstützt, denn auf diese Weise können sie in der Virtual Reality auch fühlen.

Wie funktioniert Virtual Reality: lebensechte Erfahrungen in visueller Realität

Virtual Reality kommt aber nicht nur im Gaming-, sondern auch im B2B und B2C-Bereich zum Einsatz. Besonders beliebt ist sie unter anderem in Imagefilmen, Werks- oder Stadionführungen oder Produktpräsentationen. VR-Filme bieten Interessierten so die Möglichkeit, sich in realen Umgebungen umzusehen, ohne tatsächlich dort zu sein.

Die Filme werden dabei mit 360-Grad-Kameras gefilmt. Sechs einzelne Kameras nehmen die verschiedenen Blickwinkel auf, die dann nachträglich in einer Videosoftware zusammengeführt werden. Ein weiteres Programm rechnet diese Rundumsicht auf die beiden Linsen der VR-Brille um.

Die Zukunft der VR in unserem Leben

Virtual Reality ist eigentlich kein neues Konzept. Der sogenannte View-Master erschien bereits 1939 und kombinierte sieben stereoskopische 3D-Farbdias auf einer Pappkarton-Scheibe, um sie als Film zu betrachten. Über die Jahrzehnte experimentierten Unternehmen immer weiter an der Technologie.

Als Palmer Lucky 2012 das Unternehmen Oculus gründete, bekam Virtual Reality neuen Aufschwung. Bereits zwei Jahre später kaufte Facebook den VR-Brillen-Hersteller. Im Oktober 2021 kündigte Mark Zuckerberg an, seinen Firmennamen in Meta zu ändern und sich fortan auf den Aufbau des Metaverse zu konzentrieren.

Aber nicht nur durch Zuckerbergs Zukunftsidee, sondern auch durch Tim Cooks Begeisterung für Apple Vision Pro wird Virtual Reality immer wieder diskutiert. Schon bald könnte VR unsere tatsächliche Realität sowie unseren Alltag dabei maßgeblich beeinflussen.

Denn durch Virtual Reality eröffnen sich durchaus neue Lern- und Arbeitsmöglichkeiten. Auch Freizeitaktivitäten, die vorher vielleicht zu gefährlich oder teuer waren, werden per VR erlebbar. Expert:innen bezweifeln allerdings immer wieder, dass sich die Technologie und vor allem das Metaverse wirklich behaupten werden.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.

1 Kommentar

  • huhu,

    der letzte Satz ist gut. Vor ein paar Tagen bin ich Mitglied der Mailingslisten der „Die ITU-T Focus Group on Metaverse (FG-MV)“ geworden.

    Die ITU-T Focus Group on Metaverse (FG-MV) wurde ins Leben gerufen, um die technischen Anforderungen des Metaverse zu analysieren und grundlegende Technologien in Bereichen wie Multimedia, Netzwerkoptimierung, digitalen Währungen, Internet der Dinge, digitalen Zwillingen und Umweltschutz zu identifizieren.

    Die ITU ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich mit Fragen der Informations- und Kommunikationstechnologien befasst.

    Ich als NICHT Expert bezweifle allerdings nicht, dass sich das Metaverse behaupten wird. Wir definieren bei der ITU nur den Standard aus purer er Langeweile. Man könnte ja sonst …

    Viele Grüße

    Ralf