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Play Store: Google betreibt illegales Monopol – was ändert das Urteil?

Maria Gramsch
unsplash.com/ Jonny Gios

Der Spielehersteller Epic Games hat sich vor einem Gericht gegen den Tech-Giganten Google durchgesetzt. Das Gericht hat entschieden, dass Google mit seinem Play Store aufgrund der Monopolstellung des Unternehmens seine Marktmacht ausnutzt. Doch was bedeutet das für den US-Konzern?

Der Spielehersteller Epic Games hat sich nicht das erste mal mit einem Tech-Giganten angelegt. Lange währte der Streit zwischen Apple und dem Fortnite-Hersteller. Damals entschied das US-Bundesgericht in Oakland zugunsten von Epic Games. Dennoch ging Apple als großer Gewinner aus dem Rechtsstreit.

Doch nicht nur die Praktiken von Apple in Sachen App Store standen bei Epic Games auf der Agenda. Auch mit Google hat sich der Fortnite-Hersteller angelegt. Nun ist das Urteil gefällt, wir erklären dir die Einzelheiten.

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Gericht entlarvt Monopolstellung von Google und seinem Play Store

Google nutzt mit seinem Play Store seine vorherrschende Marktstellung aus und betreibt damit ein illegales Monopol. Das hat ein US-Gericht in Kalifornien im Streit zwischen dem Spielehersteller Epic Games und Google nun entschieden.

Denn Google verlangt in seinem Play Store von Entwickler:innen Gebühren in Höhe von bis zu 30 Prozent. Aber nicht nur das, auch über das Zahlungssystem Play Billing erhält Google eine Umsatzbeteiligung.

Damit verhalte sich Google laut dem Gericht wettbewerbswidrig und nutze seine Marktmacht aus. Das kalifornische Gericht hat Kläger Epic Games in allen Anklagepunkten recht gegeben.

Epic begrüßt das Urteil des US-Gerichts

Der Spielehersteller bezeichnet das Urteil als einen „für alle App-Entwickler und Verbraucher auf der ganzen Welt“. Auch Epic-CEO Tim Sweeney nennt die Entscheidung des Gerichts in einem Post auf X als „Sieg über Google“.

Dabei habe Google „Milliarden von Dollar“ gezahlt, um „alternative App-Stores zu unterdrücken“. Der US-Konzern habe Entwickler:innen dafür bezahlt, ihre eigenen App Stores zu schließen. Außerdem seien auch Vereinbarungen mit Geräteherstellern getroffen worden, damit diese konkurrierende App-Stores nicht zulassen.

Es beweist, dass Googles App-Store-Praktiken illegal sind und das Unternehmen sein Monopol missbraucht, um exorbitante Gebühren zu verlangen, den Wettbewerb zu unterdrücken und die Innovation einzuschränken.

Welche Folgen wird das Urteil für Google und den Play Store haben?

Wie es jetzt mit Google und seinem Play store weitergeht, steht noch nicht fest. Denn einerseits ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Auf der anderen Seite hat Google außerdem angekündigt, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Doch selbst wenn das Urteil rechtskräftig werden sollte, muss der zuständige Richter erst Maßnahmen erarbeiten, die Google dann vorgelegt werden. Damit werde im Januar begonnen, wie aus dem X-Post von Epic-CEO Sweeney hervorgeht.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.