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Chips und Sensoren: Wird das Wundermaterial Graphen die Welt verändern?

Felix Baumann
50 von 80 Mitarbeiter bei Three Square Market haben sich einen Microchip implantieren lassen. (Foto: Pixabay.com / Republica)

Ein britisches Unternehmen sieht großes Potenzial beim Einsatz von Graphen bei der Herstellung von Computerchips. Das Wundermaterial könnte Silizium langfristig ersetzen.

Seit der Vorstellung des ersten Computers entwickelten sich Chips kontinuierlich weiter. Inzwischen leisten Smartphones mehr als die größten Computer in den 1990er-Jahren. Ein Ende dieses Trends ist dabei offenbar nicht in Sicht. Doch seit einiger Zeit scheint sich ein Material als Hoffnungsträger für die Chip-Industrie zu entwickeln.

Das sieht unter anderem auch Simon Thomas, Mitbegründer des britisches Unternehmens Paragraf, so. Das Unternehmen ist führend in der Anwendung des Materials und stellt seit einiger Zeit Graphen-basierte Geräte in Massenproduktion her. Darunter fallen etwa Sensoren für Elektroautos und Computerchips. Doch was ist Graphen überhaupt?

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Graphen als langfristige Lösung im internationalen Chip-Krieg?

Graphen ist eine zweidimensionale Form von Kohlenstoff, dessen Atome in einer hexagonalen Struktur angeordnet sind. Aktuell findet der Stoff vorwiegend in der Verstärkung von Beton und Farben Verwendung. Doch das Material könnte langfristig auch Silizium in Halbleitern ersetzen. China hat etwa bereits damit begonnen, Graphen zu nutzen, um im globalen Mikrochip-Krieg die Führung zu übernehmen.

Simon Thomas sieht in Graphen ein Supermaterial, das aus Graphit gewonnen wird. Der Unternehmer glaubt, dass das Material die Welt grundlegend verändern wird. Schließlich könnte es die Herstellung von allem verändern. Darunter fallen etwa Mobiltelefone, Computer, Elektroautos, Güter für das Gesundheitswesen und Militärausrüstung.

Bis zu 9.000 Chips passen auf 15 Zentimetern

Für den Wandel produziert Paragraf derzeit 15 Zentimeter große Wafer, die bis zu 9.000 Chips halten können. Die Firma verwendet dabei Graphen auf zwei verschiedene Arten: zur Messung von Magnetfeldern und zur Umwandlung von Mikroorganismen wie Bakterien und Viren in elektrische Signale in Form eines Biosensors. Dieser erkennt etwa den Unterschied zwischen viralen und bakteriellen Infektionen und stellt fest, ob eine Person Antibiotika benötigt.

Die britische Regierung hat kürzlich eine Investition von einer Milliarde Pfund (etwa 1,15 Milliarden Euro) in die britische Halbleiterindustrie für das nächste Jahrzehnt angekündigt. Das erscheint auch wichtig, da lokale Unternehmen Unterstützung vom Staat benötigen, um im harten internationalen Wettbewerb zu bestehen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.