Technologie

Atom-Batterie: Dieser Akku verspricht 50 Jahre Laufzeit für dein Smartphone

Atom-Batterie, Akku, China
Betavolt Technology
geschrieben von Maria Gramsch

Ein leerer Smartphone-Akku kann ziemlich nervig sein. Doch eine neue Technologie aus China soll nun Abhilfe schaffen. Denn eine Atom-Batterie verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Jahren.

Smartphones begleitet viele Menschen heutzutage auf Schritt und Tritt. Da ist es natürlich kein Wunder, dass die Akkulaufzeit eines der entscheidenden Kriterien beim Kauf ist.

Eine Befragung aus Januar 2023 hat ergeben, dass 94 Prozent der Befragten die Akkulaufzeit beim Kauf des nächsten Smartphones als wichtig einschätzen. Damit landet ein guter Akku auf Platz zwei der Befragung, direkt hinter einem robusten Bildschirm mit 95 Prozent.


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Das Unternehmen Betavolt Technology hat genau an diesem Punkt angesetzt. Die chinesische Firma setzt dafür auf Radionuklidbatterien, mit denen das Laden von Smartphones der Geschichte angehören könnte.

Was kann die Atom-Batterie aus China?

Die Technologie hinter der Radionuklidbatterie ist nicht neu. Jedoch waren diese bislang nicht klein genug, um in ein Smartphone zu passen.

Auch bei der Leistung haperte es bisher. Doch das chinesische Unternehmen Betavolt Technology hat die Atom-Batterie nun so weiterentwickelt, dass sie künftig auch in ein Smartphone passen könnte.

Denn das von dem Unternehmen entwickelte Modell BB100 bringt mit den Abmessungen 15 x 15 x 5 Millimeter satte 100 Mikrowatt mit. Bis 2025 soll die Leistung der Atom-Batterie auf ein Watt ansteigen, dann will das Unternehmen sie auch auf den Markt bringen.

Diamanten machen den Unterschied

In seiner Atom-Batterie hat das chinesische Unternehmen ein Radioisotop des chemischen Elements Nickel verbaut. Das Isotop mit dem Namen Nickel-63 hat eine Halbwertszeit von rund 100 Jahren.

Während es in diesen 100 Jahren radioaktiv zerfällt, setzt es Energie frei. Hier kommen dann hauchdünne Schichten aus künstlichen Diamanten als Halbleiter zum Einsatz.

Denn während das Nickelisotop zerfällt, setzt es Energie frei und diese wird dann in den Diamantschichten zu Strom umgewandelt. Giftige Chemikalien sollen bei dem Prozess nicht entstehen, da Nickel-63 in Kupfer umgewandelt wird, wenn es zerfällt.

Laut Betavolt gelange bei diesem Prozess außerdem keine Strahlung nach außen. Deshalb sei auch der Einsatz in medizinischen Implantaten oder Geräten denkbar.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

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