Künstliche Intelligenz Monolog schlauer

Künstliche Intelligenz führt inneren Monolog – und wird schlauer

Fabian Peters
Adobe Stock/ your123

Forschern ist es offenbar gelungen, einer KI menschenähnliches „Denken“ beizubringen. Sie forderten eine Künstliche Intelligenz dazu auf, einen inneren Monolog zu halten und machten sie dadurch deutlich schlauer.

Wissenschaftlern der Stanford University und Forschern des Marketingunternehmens Notbad AI ist es offenbar gelungen, einer Künstlichen Intelligenz menschenähnliche Denkfähigkeiten beizubringen. Das ist zumindest das Ergebnis einer gemeinsamen Studie, die auf dem Dokumentenserver arXiv hochgeladen wurde.

Das Forschungspapier ist bislang zwar noch nicht durch das sogenannte Peer-Review-Verfahren gelaufen. Heißt konkret: Die Studienergebnisse wurden noch nicht von unabhängigen Wissenschaftlern überprüft und bestätigt. Dennoch erscheinen die Untersuchungen vielversprechend.

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Künstliche Intelligenz führt inneren Monolog

Die Forscher wiesen ein KI-Modell an, zunächst einen inneren Monolog zu führen, bevor es auf bestimmte Fragen antworten sollte. Die Künstliche Intelligenz hielt den Studienergebnissen zufolge daraufhin inne, um zu „denken“. Anschließend spielte die KI verschiedene Antwortmöglichkeiten und Argumentations­stränge durch.

Das Ergebnis: Laut den Forschern spuckte sie erst am Ende des Prozesses die bestmögliche Antwort aus. Der geführte innere Monolog sei wiederum mit dem menschlichen Denkprozess vergleichbar. Denn normalerweise denken auch Menschen zunächst nach, bevor sie auf komplexe Fragen antworten.

KI wird deutlich schlauer

Für ihre Untersuchungen setzten die Forscher das KI-Sprachmodell Mistral 7B ein. Es wurde mit sieben Millionen Parametern trainiert und soll angeblich leistungsfähiger als das Llama-Sprachmodell von Facebook-Mutterkonzern Meta sein.

Den Forschern zufolge zeigte das KI-Modell deutlich bessere Leistungen, nachdem sie es mit dem sogenannten Quiet-Star-Algorithmus trainierten – auch Quiet Self-Taught Reasoners genannt. Nach dem Training konnte die KI ihre Antwortgenauigkeit den Studienergebnissen zufolge von anfangs 36,2 Prozent auf 47,2 Prozent erhöhen.

In einem Mathematiktest konnte sie ihre Leistungen offenbar sogar fast verdoppeln. Mit einer anfänglichen Genauigkeit von 5,9 Prozent erzielte die Künstliche Intelligenz nach dem inneren Monolog eine Leistung von 10,9 Prozent. Die Ergebnisse erscheinen zwar noch ausbaufähig. Allerdings verbuchen die Forscher sie bereits als Erfolg.

Denn bislang schafften gängige KI-Modelle es nicht, Fragen in einen Kontext zu setzen und Vorgänge zu imitieren. Diese Eigenschaft findet sonst nur im menschlichen Gehirn statt.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).