Sonnenlichtfalle, Forschung, Zürich, Sonnenenergie, Licht, Erneuerbare Energie, Umwelt, Klima, Umweltschutz, Ressourcen, Erfindung

Brennstoff-Alternative: Sonnenlichtfalle erreicht bis zu 1.000 Grad Celsius

Beatrice Bode
ETH Zürich / Emiliano Casati

Anzeige

Forscher aus Zürich haben eine neuartige thermische Falle entwickelt, die Sonnenstrahlung aufnimmt und Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius erreichen kann. Künftig könnte die sogenannte Sonnenlichtfalle fossile Brennstoffe in verschiedenen Industrieprozessen ersetzen. 

Die Herstellung von Zement, Stahl und vielen Chemikalien erfordern extrem hohe Temperaturen, die derzeit meist durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas erzeugt werden. Der Nachteil: Diese Prozesse setzen große Mengen an Treibhausgasen frei, die sich negativ auf das Klima auswirken. Auch erneuerbare Elektrizität ist keine Alternative, da die benötigten Temperaturen so hoch sind.

Forschende der ETH Zürich haben nun allerdings eine Technologie entwickelt, um diese Herausforderung zu meistern: eine Sonnenlichtfalle. Diese thermische Falle soll in der Lage sein, mithilfe von Sonnenlicht Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius zu erreichen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

So funktioniert die Sonnenlichtfalle

Das Herzstück der Sonnenlichtfalle ist ein Stab aus Quarz. Aufgrund seiner optischen Eigenschaften absorbiert er Sonnenstrahlung und wandelt sie in Wärme um. Im Laborexperiment hatte der Quarzzylinder einen Durchmesser von 7,5 Zentimetern und war 30 Zentimeter lang.

Er erreichte Temperaturen von bis zu 1.050 Grad Celsius, indem er mit künstlichem Licht bestrahlt wurde. Das entspricht der Intensität von 135-fach konzentriertem Sonnenlicht. Zum Vergleich: In frühere Studien konnten mit ähnlichen Technologien maximal Temperaturen von 170 Grad Celsius erzielt werden.

Außerdem konnte das Forschungsteam die Wärmeabstrahlung der Sonnenlichtfalle auf ein Minimum reduzieren. Während konzentrierende Solarkraftwerke in Spanien, den USA und China mit Temperaturen von bis zu 600 Grad arbeiten, um den Wärmeverlust der Anlagen zu verringern, ist die Züricher Erfindung darauf nicht angewiesen.

Potenzial für Hochtemperatur-Solaranlagen

„Unser Ansatz verbessert den Wirkungsgrad der Absorption von Sonnenlicht erheblich“, so Emiliano Casati, Wissenschaftler in der Gruppe für Energie- und Prozesssystemtechnik. „Wir sind deshalb zuversichtlich, dass diese Technologie die Entwicklung von Hochtemperatur-Solaranlagen ermöglicht.“ Detaillierte Analysen stehen allerdings noch aus.

„Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir Energie generell dekarbonisieren“, betont Casati. „Oft denkt man bei Energie nur an Strom, aber tatsächlich verbrauchen wir etwa die Hälfte unserer Energie in Form von Wärme.“

Die Forschenden der ETH Zürich arbeiten weiter daran, ihre Methode zu optimieren. Langfristig könnte die Sonnenlichtfalle nicht nur für die Stromproduktion, sondern auch für die Dekarbonisierung von energieintensiven Industriezweigen zum Einsatz kommen und so eine bedeutende Rolle in der Energieversorgung spielen.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Teile diesen Artikel
Folgen:
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.