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Windräder: Dieses Radar soll Vögel vor Zusammenstößen schützen

Beatrice Bode
BASIC thinking/Canva

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Windräder sind zwar eine beliebte Quelle für erneuerbare Energien. Allerdings stellen sie für Vögel eine Gefahr dar. Ein Kollisionsradar soll die Tiere in den Schweizer Alpen nun vor dem Tod bewahren, indem es die Rotoren der Windräder bei Bedarf automatisch stoppt. 

Der Ausbau der Windenergie gehört zu den größten Hoffnungen in Deutschland, wenn es um die Einhaltung der Klimaziele geht. Doch so nachhaltig die Stromgewinnung durch Windparks auch ist – für Vögel stellen sie eine immense Gefahr dar. Vor allem weil Windräder oft zu dicht aneinander gebaut werden, geraten verschiedene Vogelarten ins Hintertreffen.

„Die Gefahr für Vögel und Fledermäuse, an einem Rotor zu verunglücken, werde dabei vor allem durch den Standort beeinflusst“, stellte eine NABU-Studie in der Vergangenheit bereits fest. Verschiedene Schutzmaßnahmen wie das „Neue Helgoländer Papier“ sollen die Gefährdung der Vögel reduzieren. Aber nicht nur die Naturschutzorganisation setzt sich für den Artenschutz ein.

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Windräder stoppen automatisch, wenn Vögel anfliegen

Auch die Betreiber eines Windparks in den Schweizer Alpen bemühen sich um die Sicherung der Vögel. Zu diesem Zweck setzt der Gotthard-Windpark seit einiger Zeit Antikollisionsradare ein. Diese können Schwärme von Zugvögeln erkennen, die den Gotthardpass überqueren.

Bei einer durchschnittlichen Rotorgeschwindigkeit von bis zu 400 Kilometern pro Stunde enden etwaige Zusammenstöße in der Regel tödlich. Kommen die Vögel allerdings in die Nähe des Kollisionsradars, stoppen die Rotoren automatisch.

Um die Effektivität des Vogelschutzradars zu überprüfen, begann der PESG AG (Parco eolico del San Gottardo SA) bereits im Jahr 2021 mit entsprechenden Studien. In einer aktuellen Meldung teilte Windparkbetreiber AET (Azienda Elettrica Ticinese) mit, dass es im Jahr 2023 bereits 654 Stunden gab, in denen die Windturbinen aufgrund von Radareingriffen angehalten wurden. Das entspreche durchschnittlich 130,8 Stunden pro Windturbine.

Patrouillen suchen nach toten Vögeln

Die Überwachung findet während der Zugzeiten zwischen März und Juni sowie zwischen August und November statt. In diesen Zeiträumen führt der Windpark regelmäßige Patrouillen durch, um verendete Vögeln am Fuße der fünf Windturbinen, aus denen der Park besteht, zu finden und zu zählen.

Die Ergebnisse jeder Patrouille werden auf der Grundlage eines statistischen Modells verarbeitet, das es ermöglicht, die Kollisionsrate zu bestimmen. Die bisher verfügbaren Daten beziehen sich auf fünf Zugsaisons zwischen Herbst 2021 und Herbst 2023 mit insgesamt 73 Durchsuchungen.

Die auf der Grundlage der vorläufigen Ergebnisse berechnete Rate liegt bei etwa zehn Kollisionen pro Jahr und pro Windkraftanlage. Diese Zahl liege innerhalb der vereinbarten Grenze aus der Planungsphase des Projekts, so AET. Das belege die Wirkung des Radars. Die Veröffentlichung der Studie, die alle gesammelten Daten beinhaltet, ist für Herbst 2024 geplant.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.