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PayPal-Alternative: Wie funktioniert der Zahlungsdienst Wero?

Fabian Peters
Epi Company SE

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Der Zahlungsdienst Wero verspricht das länderübergreifende Senden und Empfangen von Geld in Echtzeit. Das System soll besonders sicher sein und eine europäische Alternative zu Diensten wie PayPal darstellen. Wir verraten dir, wie die Wero Wallet funktioniert. 

Online-Zahlungen waren bislang meist nur per Kreditkarte oder über Drittanbieter wie PayPal, Google Pay oder Apple Pay möglich. Solche digitalen Wallets oder Kreditkartenzahlungen haben allerdings auch ihre Tücken. Denn sowohl Kreditkartendaten als auch Anmeldedaten für digitale Geldbörsen sind ein beliebtes Ziel von Kriminellen, die über sogenannte Phishing-Angriffe Daten und Informationen erbeuten können.

Der Markt für digitale Wallets wird außerdem vorrangig von US-amerikanischen Unternehmen dominiert. Der Zahlungsdienst Wero soll deshalb eine Alternative darstellen und ist die europäische Antwort auf Anbieter wie PayPal und Co. Vor allem das Thema Sicherheit steht dabei im Fokus.

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PayPal-Alternative: Was ist Wero?

Wero ist ein Projekt der European Payment Initiative (EPI), einem Zusammenschluss von mehreren europäischen Banken und Finanzinstituten. Ziel der Initiative ist es, Online-Zahlungen innerhalb Europas zu vereinfachen und die Sicherheit zu erhöhen.

Im Juli 2024 startete die Wero Wallet in Deutschland, Frankreich und Belgien. Offiziellen Angaben zufolge sollen weitere Länder bald folgen. Bislang unterstützen 16 europäische Banken und Finanzinstitute das System. Ziel ist es, dass künftig über 75 Prozent der privaten Bankkunden in Deutschland, Frankreich und Belgien den Zahlungsdienst nutzen können.

Wero soll Online-Zahlungen aber nicht nur in puncto Datenschutz vereinfachen und sicherer machen. Die Wallet soll ebenso ein weiteres Problem beheben: Denn künftig sollen Nutzer die Möglichkeit haben, Zahlungen von „Person-zu-Person“ (P2P) zwischen verschiedenen europäischen Banken kostenlos und binnen Sekunden abzuwickeln – ohne Drittanbieter.

Wie funktioniert Wero?

Verbraucher, die sich privat Geld senden möchten, sollen sich dank Wero künftig nicht mehr beim selben Drittanbieter registrieren müssen. Denn der Zahlungsdienst kooperiert mit zahlreichen europäischen Banken und Finanzinstituten. In Deutschland gehören dazu bislang die Deutsche Bank, die Sparkasse und die Volks- sowie Raiffeisenbanken – weitere sollen folgen.

Bankkunden können Wero nutzen, indem sie sich mit ihren Online-Banking-Daten anmelden. Die Wallet ermöglicht anfangs lediglich direkte Person-zu-Person-Überweisungen. Die Zahlungen basieren dabei auf SEPA-Echtzeitüberweisungen. Sie werden in weniger als zehn Sekunden vom Girokonto abgebucht.

Ab 2025 sollen zusätzliche Funktionen wie die Möglichkeit zu Zahlungen in Online-Shops hinzukommen. Ab 2026 soll Wero auch im stationären Handel Einzug erhalten. Ob sich der Zahlungsdienst als echte Alternative zu Kreditkarte, PayPal und Co. entpuppt, wird sich spätestens dann zeigen.

Wero Wallet aktivieren und einrichten – so geht’s

  1. App starten: Öffne deine Banking-App und klicke darin auf Wero.
  2. Wallet aktivieren: Logge dich ein und füg dein Bankkonto hinzu, um deine Wero Wallet zu aktivieren.
  3. Kontakt wählen: Um Geld zu senden, muss sich die Handynummer oder Email-Adresse des Empfängers in deiner Kontaktliste befinden.
  4. Betrag eingeben und Geld senden: Gib den Betrag ein, den du senden möchtest, füge eine persönliche Nachricht hinzu und klicke auf „Zahlung bestätigen“. Der Betrag trifft dann spätestens nach zehn Sekunden beim Empfänger ein und wird direkt von deinem Bankkonto abgebucht.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).