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Zoff zwischen Billig-Apps: Shein verklagt Temu wegen Urheberrechtsverletzung

Maria Gramsch
unsplash.com / Devin Pickell / Temu / Montage: BASIC thinking

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Die beiden Billiganbieter Shein und Temu genießen nicht unbedingt den besten Ruf. Einigkeit herrscht zwischen den Rivalen offenbar jedoch ebensowenig. Denn Shein hat Temu wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.

Erst kürzlich hat eine Untersuchung der südkoreanischen Gesundheitsbehörde gezeigt, dass viele Produkte von Shein und Temu die Grenzwerte bei enthaltenen Giftstoffen deutlich übersteigen. Auch in Deutschland sind die beiden Online-Shops bereits angeeckt.

Denn sowohl Shein als auch Temu haben sich in diesem Jahr Abmahnungen von der Verbraucherzentrale eingehandelt. Beiden wirft der Bundesverband der Verbraucherzentralen unter anderem manipulativen Geschäftspraktiken vor.

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Doch obwohl sich beide Billig-Plattformen in vielen Punkten sehr ähnlich sind, herrscht offenbar keine Einigkeit zwischen den beiden Konkurrenten. Denn der Online-Shop Shein wirft Temu eine Urheberrechtsverletzung vor und hat deshalb Klage eingereicht.

Shein verklagt Temu wegen Urheberrechtsverletzung

Der chinesische Fast-Fashion-Konzern Shein hat am 19. August 2024 Klage gegen Temu vor einem US-Bundesgericht in Washington, D.C., eingereicht, wie CNBC berichtet. Shein wirft Temu unter anderem vor, die Designs des Kokurrenten gestohlen zu haben. Temu habe mit Fälschungen, Verletzungen des geistigen Eigentums und Betrug ein Imperium aufgebaut.

Das Paradoxe daran: Shein selbst sieht sich aktuell mit ähnlichen Anschuldigungen von einer Vielzahl von Marken konfrontiert. Dazu zählen unter anderem Levi Strauss und H&M.

„Temu lockt US-Verbraucher mit dem Versprechen extrem niedriger Preise zum Herunterladen und zur Nutzung seiner mobilen Anwendung“, heißt es in der Klageschrift. „Temu profitiert jedoch nicht vom Verkauf dieser Produkte, deren Preise so niedrig sind, dass Temu jeden Verkauf subventionieren muss und bei jeder Transaktion Geld verliert.“

Laut Shein gębę sich Temu als legitimer Online-Marktplatz aus. Allerdings ermutige der Konzern nur seine Verkäufer:innen, die Designs anderer Marken zu stehlen.

Nur wenn Temu seine Verkäufer ermutigt, die Rechte am geistigen Eigentum anderer zu verletzen und gefälschte oder minderwertige Waren zu verkaufen, kann es hoffen, die massiven Verluste, die es subventioniert, zu minimieren.

Die Klageschrift enthält 80 Seiten. Darin untermauert Shein seine Anschuldigungen unter anderem mit mehr als einem Dutzend Beispiele von Kleidungsstücken und Design, die Temu nachgemacht haben soll.

Es ist nicht der erste Rechtsstreit zwischen den Rivalen

Die Anschuldigungen zwischen den beiden chinesischen Billig-Plattformen sind jedoch nicht neu. In der Vergangenheit haben beide Online-Shops sich mehrfach gegenseitig beschuldigt.

Im vergangenen Jahr verklagte Temu Shein beispielsweise wegen urheberrechtlicher Bedenken. Temu behauptete, Shein habe Lieferanten „mafiös einschüchtert“, um exklusive Verträge mit ihnen abschließen zu können.

Shein hingegen wirft Temu nun „dreistes“ illegales Verhalten vor. Mindestens ein Angestellter von Temu habe „wertvolle Geschäftsgeheimnisse“ gestohlen. Darin sollen Informationen über die meistverkauften Shein-Produkte sowie interne Preisinformationen enthalten gewesen sein.

„Bewaffnet mit diesen gestohlenen Informationen wies Temu dann seine Verkäufer an, diese und andere meistverkaufte Shein-Produkte zu kopieren und gefälschte Versionen auf Temus Website und mobiler Anwendung zu verkaufen“, heißt es in der Beschwerde.

Temu hat große Anstrengungen unternommen, um Shein zu imitieren, unter anderem durch Abwerbung von Ressourcen, Mitarbeitern und Lieferanten von Shein.

Auch habe Temu bei X fälschlicherweise vorgegeben, Shein zu sein, um „Kunden von der Shein-Plattform auf die Temu-Plattform umzuleiten“. Das sei auch in einer Anzeige bei Google der Fall gewesen, in deren Überschrift zwar Shein stand, die URL jedoch auf Temu verwies.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.