Kühlmaterial Hydroskin

Hydroskin: Durchlässige Hülle soll mit Regenwasser Gebäude kühlen

Felix Baumann
Sven Cichowicz, Universität Stuttgart

Eine deutsche Architektin hat ein neuartiges Konzept entwickelt, um Gebäude zu kühlen und deren Wasserverbrauch zu reduzieren. Die sogenannte Hydroskin absorbiert dazu Regenwasser über die Gebäudefassade. 

Aufgrund des Klimawandels steigt der Bedarf an Kühltechniken für Gebäude. Doch klassische Klimaanlagen verbrauchen häufig viel Energie. Eine Architektin der Universität Stuttgart entwickelte deshalb das Konzept „Hydroskin“. Eine Fassenden-Hülle soll dabei zur Kühlung von Gebäuden beitragen.

Die Hydroskin besteht aus mehreren Textillagen, die durch Fäden auf Abstand gehalten werden. Das hat den Vorteil, dass sie Regenwasser aufnehmen kann und bei Hitze eine Verdunstungskühlung zur Verfügung steht. Besonders für Hochhäuser könnte diese Technologie vorteilhaft sein, da der Regen in größeren Höhen schräg auf die Fassaden trifft.

Jetzt sichern: 100+ KI-Codes

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

100+ virale KI-Codes PDF

Gratis zur Anmeldung:
PDF · 100+ virale KI-Codes

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Kühlmaterial Hydroskin im Test and der Universität Stuttgart

Ein Team der Universität Stuttgart testet die Hydroskin derzeit in einem Freiluftversuch auf dem Universitätsgelände. Dabei soll sich zeigen, ob die Textilfassade Gebäude und den umgebenden Stadtraum effektiv kühlen kann.  Neben den ökologischen Vorteilen, wie der Verringerung von Hitzeinseln in städtischen Gebieten, soll das Konzept auch wirtschaftlich interessant sein.

Die Hydroskin stellte das Team aus recyceltem Polyester her. Doch es könnte künftig auch aus PET-Flaschen entstehen. Ein Quadratmeter Hydroskin soll laut Schätzungen mehrere Hundert Euro kosten. Im Vergleich zu den potenziellen Einsparungen durch eine reduzierte Klimaanlagennutzung erscheint der Aufwand überschaubar.

Das Konzept birgt zudem einen weiteren Vorteil. Denn wenn das gesammelte Regenwasser an kälteren Tagen nicht zur Kühlung gebraucht wird, kann es für Toilettenspülung, Waschmaschinenbetrieb und Pflanzenbewässerung verwendet werden. Der Frischwasserverbrauch ließe sich dadurch um bis zu 45 Prozent reduzieren.

5,7 Quadratmeter ersetzen eine Klimaanlage

Die Kühlleistung von 5,7 Quadratmetern Hydroskin entspräche der einer Klimaanlage mit 2.500 Watt, was beachtliche Auswirkungen auf die Energieeffizienz haben könnte. Architektin Christina Eisenbarth plant, die Technologie rasch in die Baupraxis zu überführen.

Einen ersten Abnehmer gibt es bereits. Denn ein bayerisches Bauunternehmen bekundete bereits Interesse. Dort soll die Hydroskin erstmalig in einem Projekt zum Einsatz kommen. Die Wirksamkeit dürfte sich dann über die kommenden Jahre zeigen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Digital Marketing Manager (m/w/d) – Website, ...
Mpire GmbH in Backnang bei Stuttgart
(Senior) Social Media Manager:in (m/w/d)
Potluck GmbH in Hamburg
Performance Marketing & Social Media Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Senior CRM (HubSpot) & Marketing Automati...
Quantum-Systems GmbH in Gilching, Bayern, Germany
Senior Berater Datenschutz / Jurist (m/w/d)
DSN GROUP in Stuttgart, Würzburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.