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Studie: Deutschland hinkt bei Zukunftstechnologien hinterher – das ist der Grund

Maria Gramsch
NASA

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Das Bruttoinlandsprodukt hat im vergangenen Jahr hierzulande ein kleines Minus verzeichnet. Doch das liegt offenbar vor allem daran, dass Deutschland sein Potenzial bei Zukunftstechnologien wie KI nicht genügend ausschöpft, wie eine neue Studie zeigt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Deutschland im Jahr 2023 sieht mit rund 4,19 Billionen Euro auf dem Papier erst einmal gut aus. Schaut man sich die Zahl jedoch preisbereinigt an, zeigt sich ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nominal ist das BIP also stark gestiegen, was auf die Inflation zurückzuführen ist. In Wirklichkeit steht es um die deutsche Wirtschaft allerdings nicht so rosig.

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Auch im Vergleich zu anderen Industrienationen lässt Deutschland einiges an Potenzial liegen, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Demnach könnten hierzulande mehr als 410 Milliarden Euro zusätzliches Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften werden.

Diese Zukunftstechnologien könnten das BIP steigern

Das größte Potenzial für die Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland liegt laut der IW-Studie im Bereich Bildung. Würde es in Deutschland verhältnismäßig so viele Abschlüsse in Informatik und ähnlichen Fächern geben wie in Estland, könnte das die Wirtschaft um mehr als zehn Prozent ankurbeln.

Ein ähnliches Plus könne erreicht werden, wenn Deutschland mehr in Zukunftstechnologien investiert. In Sachen Investitionen in Computer, Datenbanken und Software müsste man dafür mit den USA gleichziehen. Eine mögliche Wachstumssteigerung des BIP pro Kopf um mehr als zehn Prozent würde außerdem ein ähnlicher Zuzug von Studierenden aus dem Ausland wie in Australien bringen.

Aber auch die Erhöhung der Erwerbsquote von im Ausland Geborenen verhältnismäßig zu den Bemühungen in Island würde eine ähnliche Steigerung ermöglichen.

„Deutschland lässt zu viel Potenzial liegen“, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Man müsse keine Wunder vollbringen, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Es genüge, vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Bildung zu anderen Nationen aufzuschließen.

Bessere Anreize für Wagniskapital, klare regulatorische Rahmenbedingungen und eine Förderung von digitalen und datengetriebenen Geschäftsmodellen können Deutschlands zukünftige Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken.

Investitionen in KI und Digitalisierung

Auch die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz könnte das Wirtschaftswachstum in Deutschland laut den Studienergebnissen deutlich erhöhen. Würde es so viele neue Unternehmen in diesem Bereich wie in Israel geben, könnte das ein Plus von 5,9 Prozent mit sich zeihen.

Ein ähnlicher Stand bei der Digitalisierung von Justiz und Verwaltung wie in Südkorea hätte ein Potenzial von 2,8 Prozent.

Aber auch Innovationen könnten der deutschen Wirtschaft durchaus zu mehr Wachstum verhelfen. Würden hierzulande ähnlich viele Patente wie in Japan angemeldet, könnte das ein BIP-Plus von um die 8,5 Prozent bedeuten. Bisher ist die Zahl der Patentanmeldungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien viermal höher als in Deutschland.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.