Social Media Demokratie Journalismus

Social Media-Plattformen gefährden Journalismus und Demokratie

Fabian Peters
unsplash.com/ Berke Citak

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Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, X (ehemals Twitter) und TikTok haben sich Medienwissenschaftlern zufolge zu toxischen Machtzentralen im Internet entwickelt. Sie würden die Demokratie und den Journalismus gefährden. Die Plattformbetreiber müssten deshalb für die Inhalte Dritter haften. 

Der soziale Aspekt von Social Media rückt immer mehr in den Hintergrund. Denn Netzwerke wie X (ehemals Twitter) und Facebook sind keine neutralen Plattformen mehr.

X-Eigentümer Elon Musk hat Algorithmen etwa zu seinen Gunsten geändert und damit direkt die US-Wahl beeinflusst. Das Netzwerk hat sich zudem zu einer Plattform entwickelt, auf der Hass, Hetze und Desinformation zur Tagesordnung gehören.

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Dass sich Musk mit seiner künstlich gesteigerten Reichweite in die Politik anderer Länder einmischt und Staatsoberhäupter beleidigt (bezeichnete Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als „antidemokratischen Tyrannen“), hat eine neue Debatte rund um die Regulierung und Wirkung sogenannter sozialer Medien ausgelöst.

Social Media-Plattformen: Eine Gefahr für Journalismus und Demokratie?

Der Kölner Medienwissenschaftler Martin Andree mahnt in einem Impulspapier für die Friedrich-Ebert-Stiftung vor der „Zerstörung“ der freien Presse und der Demokratie durch digitale Monopole. Deshalb müssten Plattformbetreiber für die Inhalte Dritter haften.

Social-Media Plattformen galten einst als probates Mittel zur Aneignung von Informationen und für mehr Beteiligung. Laut Andree haben sie sich mittlerweile jedoch zu toxischen Machtzentralen im Internet entwickelt. Sie würden der Demokratie und dem digitalen Informationsaustausch nicht mehr dienen.

Dass die Geschäftsmodelle von Plattformen wie Facebook, Instagram, X und TikTok auf Aufmerksamkeit zielen, würden extreme Positionen begünstigen. Digitale Monopole entziehen redaktionellen Medien Martin Andree zufolge zudem ihre wirtschaftliche Grundlage. Der Medienwissenschaftler plädiert deshalb für politische und regulatorische Maßnahmen.

Monopolisten kontrollieren Öffentlichkeit

Medien galten lange Zeit als wichtige Vermittlungsinstanz von Wirklichkeit. Gemeinhin wird ihnen eine soziale Funktion sowie eine Kritik- und Kontrollfunktion attestiert. Neben einer gewissen Objektivität sollten Medien deshalb vor allem für Transparenz sorgen. Das Problem: Die Digitalisierung eröffnet zwar neue Möglichkeiten, um die demokratische Öffentlichkeit zu verbessern, allerdings bleiben diese häufig ungenutzt.

Ein Beispiel: Die Angabe von Quellen ist in Form von Links einfacher denn je. Viele Medien lassen diese Chance jedoch verstreichen, was nicht unbedingt für Transparenz spricht. Social Media verspricht wiederum mehr Partizipationsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger. Martin Andree mahnt jedoch, dass soziale Netzwerke zunehmend ihre Kehrseiten offenbaren. Der Medienwissenschaftler dazu:

Die digitale Öffentlichkeit wird von wenigen Monopolisten kontrolliert. Diese nutzen zur Maximierung der Aufmerksamkeit Algorithmen, die Hass, Häme und Hetze sogar belohnen – und die damit die Polarisierung unserer Gesellschaft verstärken.

Elon Musk würde X mittlerweile „zur politischen Instrumentalisierung“ missbrauchen. Andrees Urteil: „Durch Netzwerkeffekte, proprietäre Standards, Killer-Akquisitionen und den Missbrauch marktbeherrschender Stellungen ist es den Digitalkonzernen gelungen, das freie Netz abzuschaffen“.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).