Meta Facebook Instagram Hass Hate Speech Zuckerberg

„Einwanderer sind Abschaum“: Was laut Facebook nun erlaubt sein soll

Maria Gramsch
unsplash.com/ Annie Spratt

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Meta-Chef Mark Zuckerberg hat in Sachen Faktenchecks eine politische Kehrtwende hingelegt. Nun sind neue Regeln für Hate Speech bei den Meta-Plattformen Facebook, Instagram und Co. durchgesickert.

Meta hat sich für 2025 auf die Fahne geschrieben, sich für mehr Redefreiheit auf den Plattformen Facebook, Instagram und Threads einsetzen zu wollen. Teil dieses umfassenden Strategiewechsels ist auch die Aussetzung der Faktenchecks auf den Meta-Plattformen.

Mit dieser drastischen Änderung gehen auch neue Regeln einher, die bei Meta deutlich mehr Hate Speech erlauben. Wie The Intercept aus internen Schulungsunterlagen zitiert, können Nutzer künftig unter anderem auch abfällige Bemerkungen über Ethnien, Nationalitäten, sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten posten, ohne Sanktionen fürchten zu müssen.

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Neue Regeln bei Meta befeuern Hate Speech

Aus den internen Unterlagen gehen konkrete Beispiele hervor, die künftig auf den Plattformen von Meta zugelassen sind. Dazu zählen unter anderem Sätze wie „Ich bin ein stolzer Rassist“ oder „Schwarze sind gewalttätiger als Weiße“.

Das Dokument, das The Intercept zugespielt wurde, soll als Richtlinie für Beschäftigte dienen, die an den Inhalten der Meta-Nutzer arbeiten. Aus den Unterlagen geht auch hervor, wie die neuen Regeln für Hate Speech bei Meta angewendet werden können.

Dafür enthalten sie unter anderem „relevante Beispiele“ mit hypothetischen Beiträgen. Diese sind jeweils mit „Zulassen“ oder „Entfernen“ markiert. Den Beispielen ist laut The Intercept zu entnehmen, dass Sätze wie „Einwanderer sind schmutzige, dreckige Stück Scheiße.“ oder „Schwule sind Freaks.“ künftig bei Facebook, Instagram und Threads zugelassen werden.

Konfrontiert mit diesen Änderung verweist Meta-Sprecher Corey Chambliss auf einem Blogpost von Metas neu ernanntem Vice President of Global Public Policy Joel Kaplan. „Wir schaffen eine Reihe von Beschränkungen zu Themen wie Einwanderung, Geschlechtsidentität und Geschlecht ab, die häufig Gegenstand politischer Diskussionen und Debatten sind“, heißt es von dem Meta-Sprecher.

Es ist nicht richtig, dass Dinge im Fernsehen oder im Plenum des Kongresses gesagt werden können, aber nicht auf unseren Plattformen.

Kaplan und Meta-CEO Mark Zuckerberg sehen die Änderungen als Möglichkeit für ihre Nutzer. Sie könnten sich so freier an ideologischen Meinungsverschiedenheiten und politischen Debatten beteiligen.

Unterlagen lassen Fragen offen

Auf der Website für die Meta-Gemeinschaftsstandards heißt es unter anderem, dass das Unternehmen „Flüchtlinge, Migranten, Immigranten und Asylanten vor den schwersten Angriffen“ schützen wolle. „Kommentare und Kritik an der Einwanderungspolitik“ würden jedoch zugelassen.

„Direkte Angriffe auf Personen aufgrund geschützter Eigenschaften“ seien laut den neuen Richtlinien verboten. Zu diesen geschützten Eigenschaften zählen laut Meta ethnische Zugehörigkeit, nationale Herkunft, Behinderung, religiöse Zugehörigkeit, Kaste, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität und ernsthafte Erkrankung.

Die von The Intercept eingesehenen Unterlagen zeigen jedoch, dass eine große Anzahl von Kommentaren zu diesen Merkmalen mit „Zulassen“ gekennzeichnet sind. Zusätzlich erscheinen die Beispiele in dem Dokument teilweise als widersprüchlich.

So seien beispielsweise „Verallgemeinerungen“ verbogen, die eine beliebige Gruppe mit Tieren oder Krankheitserregern vergleicht. Der Satz „Alle syrischen Flüchtlinge sind Nagetiere“ wäre demnach nicht erlaubt.

Vergleiche mit „Dreck oder Fäkalien“ sind für Meta nun keine Hate Speech mehr, sondern gelten künftig nur noch als Beleidigung. Bei Hassrede im Bezug auf Übelkeit wird es zusätzlich noch verwirrender. Denn laut den Unterlagen ist der Satz „Migranten sind nicht besser als Erbrochenes“ erlaubt, „Muslime bringen mich zum Kotzen“ müsste jedoch entfernt werden. Die Begründung: Es werde behauptet, eine Gruppe würde eine „Krankheit verursachen“.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.