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„Free Our Feeds“: Neue Initiative soll soziale Medien vor Milliardären schützen

Maria Gramsch
Unsplas.com / Yohan Marion

Die Initiative „Free Our Feeds“ will soziale Medien vor der Vereinnahmung durch Milliardäre schützen. Dafür sollen in den kommenden Jahren bis zu 30 Millionen US-Dollar zusammenkommen.

Ob Datenschutz, Desinformation oder Hate Speech: Soziale Netzwerke wie Facebook und X (ehemals Twitter) stehen für ihren Umgang mit fragwürdigen Inhalten seit Jahren in der Kritik. Doch seit der Twitter-Übernahme durch Elon Musk und der kürzlichen politischen Kehrwende von Meta, werfen die Social-Media-Giganten immer mehr Fragen auf.

Die Initiative „Free Our Feeds“, die unter anderem von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales unterstützt wird, will soziale Netzwerke künftig vor „der Vereinnahmung durch Milliardäre“ schützen. Dafür sollen in den kommenden Jahren Spenden in Höhe von bis zu 30 Millionen US-Dollar zusammenkommen.

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Das plant die Initiative „Free Our Feeds“

Mit den Einnahmen will die Initiative die Entwicklung des Bluesky-Protokolls AT Protocol vorantreiben. Denn Bluesky sei „eine Gelegenheit, den Status quo aufzurütteln“. Das Netzwerk biete mit seinem Gerüst eine neue Art von sozialem Web, in dem Nutzer mehr Mitsprache, Auswahl und Kontrolle haben. Dazu heißt es:

Seit Zuckerberg letzte Woche den Musk-Kurs eingeschlagen hat, können wir nicht länger zulassen, dass Milliardäre unsere digitale Öffentlichkeit kontrollieren.

Mit dem Geld, das die Initiative über Spenden sammelt, soll eine unabhängige Finanzierung und Führung sichergestellt werden. Ziel sei es, eine Stiftung aufzubauen, die gemeinnützig arbeitet, gleichzeitig aber unabhängig von Bluesky ist.

Wir wollen ein ganzes Ökosystem von miteinander verbundenen Apps und verschiedenen Unternehmen schaffen, denen die Interessen der Menschen am Herzen liegen.

Denn es soll nicht einfach nur eine weitere Social-Media-Plattform unterstützt werden. Vielmehr soll ein „gesundes Ökosystem der sozialen Medien“ entstehen, das nicht von mächtigen Tech-Konzernen oder Milliardären kontrolliert wird.

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So reagiert Bluesky auf die Initiative

Bei Bluesky wird die Initiative begrüßt: „Es ist aufregend zu sehen, wie neue, unabhängige Projekte entstehen, um das atproto-Ökosystem zu dezentralisieren“, schreibt Bluesky-CEO Jay Graber in einem Post. „Der Aufbau einer alternativen Infrastruktur ist ein großer Schritt, um den Nutzern mehr Auswahl zu bieten und das Netzwerk milliardensicher zu machen.“

Laut der Initiative habe Bluesky „eine unglaubliche Grundlage“ erschaffen, um eine offenere Vision von sozialen Netzwerken umzusetzen. Da es sich dennoch um ein kommerzielles Unternehmen handelt, sei auch dieses seinen Investor:innen Rede und Antwort schuldig.

Ein Netzwerk aufzubauen, das unabhängig von Risikokapital und der Vereinnahmung durch Milliardäre bleiben kann, werde laut „Free Our Feeds“ Jahre und Hunderte von Millionen US-Dollar brauchen.

In einem ersten Schritt sollen nun vier Millionen US-Doller eingesammelt werden, um eine Stiftung zu gründen. In den kommenden drei Jahren sollen dann schon 30 Millionen US-Dollar zusammenkommen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.