Stromverbrauch ChatGPT Studie Energieverbrauch KI

Stromverbrauch von ChatGPT – geringer als gedacht?

Felix Baumann
unsplash.com/ Solen Feyissa

Der Stromverbrauch von ChatGPT hat eine hitzige Debatte ausgelöst, denn eine Suchanfrage soll zehnmal so viel Strom verbrauchen wie bei Google. Laut einer aktuellen Studie könnten die bisherigen Einschätzungen jedoch übertrieben sein. 

Experten gehen davon aus, dass eine Anfrage an ChatGPT ein Vielfaches mehr Energie verbraucht als eine Suchanfrage bei Google. Laut einer oft zitierten Studie aus dem Jahr 2023 verbraucht ChatGPT für eine einzige Antwort rund 2,9 Wattstunden Strom, während eine Suchanfrage bei Google nur etwa 0,3 Wattstunden benötige. Hochgerechnet auf ein Jahr ergäbe das einen Energieverbrauch von 227 Millionen Kilowattstunden. Das wäre genug, um kleine Staaten wie Gibraltar ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Eine neue Untersuchung des Forschungsinstituts Epoch AI zeigt jedoch, dass diese Werte möglicherweise stark übertrieben sind. Die Forscher führten aktuelle Messungen durch und kamen zu dem Schluss, dass eine Standardanfrage an ChatGPT ebenfalls „nur“ 0,3 Wattstunden verbrauche – also exakt so viel wie eine Google-Suche. Die drastische Abweichung zur früheren Schätzung ließe sich durch effizientere Hardware und optimierte Modelle erklären.

Jetzt sichern: 100+ KI-Codes

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

100+ virale KI-Codes PDF

Gratis zur Anmeldung:
PDF · 100+ virale KI-Codes

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

ChatGPT: Stromverbrauch hängt von Interaktion ab

OpenAI hat seit 2023 erhebliche Fortschritte bei der Energieeffizienz gemacht, unter anderem durch verbesserte Rechenzentren und eine optimierte Nutzung von Token, den kleinsten Verarbeitungseinheiten innerhalb der KI. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt jedoch stark davon ab, wie Nutzer mit ChatGPT interagieren.

Während einfache Textanfragen im Bereich von 0,3 Wattstunden liegen, können längere oder komplexere Eingaben laut Studie schnell bis zu 2,5 Wattstunden benötigen. In extremen Fällen, etwa bei aufwendigen Berechnungen oder der Verarbeitung gigantischer Datenmengen, liegt der Verbrauch für eine Anfrage sogar bei bis zu 40 Kilowattstunden. Das entspricht dem doppelten Stromverbrauch eines durchschnittlichen US-Haushalts pro Minute.

Suchmaschinen setzen zunehmend auf KI

Trotzdem zeigt die neue Studie, dass der Energieverbrauch von KI-Anwendungen differenzierter betrachtet werden sollte. Zwar sind leistungsstarke KI-Modelle wie ChatGPT energieintensiv, doch moderne Optimierungen sorgen dafür, dass sie nicht zwangsläufig mehr Strom verbrauchen als herkömmliche Suchmaschinen.

Da auch Google verstärkt KI-gestützte Suchtechnologien einsetzt, dürfte sich der Energiebedarf in Zukunft immer weiter annähern. Die Diskussion über den Stromverbrauch von künstlicher Intelligenz bleibt aber weiterhin aktuell. Während ChatGPT und ähnliche Modelle enorme Rechenleistungen benötigen, arbeiten Entwickler kontinuierlich daran, die Technologie effizienter zu gestalten. Langfristig könnte der Strombedarf also sinken, während KI-Anwendungen gleichzeitig leistungsfähiger werden.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Digital Marketing Manager (m/w/d) – Website, ...
Mpire GmbH in Backnang bei Stuttgart
(Senior) Social Media Manager:in (m/w/d)
Potluck GmbH in Hamburg
Performance Marketing & Social Media Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Senior CRM (HubSpot) & Marketing Automati...
Quantum-Systems GmbH in Gilching, Bayern, Germany
Senior Berater Datenschutz / Jurist (m/w/d)
DSN GROUP in Stuttgart, Würzburg
Senior Consultant Digital Marketing & Med...
Instaffo GmbH in München
Global Content Director – Consumer Brands (f/...
Freudenberg Home and Cleaning Solutions ... in Weinheim
Global Content Director – Consumer Bran...
Freudenberg Home and Cleaning Solutions ... in Weinheim
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.