Tracking Internetanschluss Utiq

Utiq: Wie nun auch dein Internetanschluss zu Hause getrackt wird

Maria Gramsch
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI).

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Das Tracking über Cookies ist im Netz inzwischen gang und gäbe. Doch die Firma Utiq hat eine neue Tracking-Technologie entwickelt, um das Surfverhalten von Nutzern nicht mehr nur auf Websites zu tracken. In Zusammenarbeit mit Internetanbietern erfolg das Tracking über den Internetanschluss.

Der Markt für digitale Werbung wächst immer weiter. Im Jahr 2024 betrugen die Ausgaben allein in Deutschland rund 17,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fast 4,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Eine zentrale Rolle in der digitalen Werbewelt spielt die personalisierte Werbung. Sie trägt dazu bei, dass viele Dienste im Internet kostenlos angeboten werden können. Auf der anderen Seite stellt sie aber auch ein Risiko für die Privatsphäre dar.

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Vor allem der Einsatz von Cookies macht es möglich, Informationen über das Surfverhalten von Nutzern zu speichern. So können Werbetreibende anhand von Interessen, Käufen oder Suchanfragen Profile erstellen und personalisierte Werbung perfektionieren.

Doch auch andere Tracking-Methoden werden immer beliebter. So zum Beispiel die Technologie der Firma Utiq, die unter anderem mit Internetanbietern Zusammenarbeit, um das Surfverhalten direkt über den Internetanschluss zu tracken.

Tracking: Wie Utiq den Internetanschluss trackt

Die Tracking-Technologie von Utiq wurde explizit als Alternative zu klassischen Cookies entwickelt. Denn vor allem die sogenannten Third-Party-Cookies verlieren immer mehr an Bedeutung, da sie zum Teil von Browsern blockiert oder von Nutzern abgelehnt werden.

Utiq arbeitet dabei nicht mit lokal gespeicherten Cookies. Das Surfverhalten wird stattdessen über den Internetanschluss oder über den Mobilfunkanbieter getrackt. Das ermöglicht ein webseitenübergreifendes Tracking, selbst wenn Nutzer die Cookies in ihrem Browser löschen.

Utiq selbst verspricht Marken eine Verbesserung der Adressierbarkeit. Kunden könnten mithilfe der Technologie „nachhaltige Zielgruppen aufbauen“. Dafür arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Mobilfunk- und Internetanbietern zusammen, um das Surfverhalten über den Internetanschluss zu tracken.

Zu den Anbietern, die mit Utiq zusammenarbeiten, gehören in Deutschland unter anderem die Mobilfunkanbieter Vodafone, Congstar und O2. Bei der Deutschen Telekom wird inzwischen nicht nur im Mobilfunk, sondern auch bei Breitband-Anschlüssen getrackt.

Wie funktioniert das Tracking?

Für das Tracking erstellt Utiq ein Pseudonym für jeden Nutzer, ein konkretes Nutzerprofil soll es aber nicht geben. Stattdessen gibt es eine pseudonyme Kennung, die das Unternehmen mit weiteren Tracking-Cookies verknüpfen kann.

Das Unternehmen selbst vermarktet seine Tracking-Technologie zwar als „datenschutzfreundlich“. Tatsächlich bietet diese Art des Trackings für Nutzer jedoch weniger Kontrolle und offenbar potenzielle Eingriffe in die digitale Privatsphäre. Das liegt vor allem an der Funktionsweise. Denn diese ist technisch komplex und für viele Nutzer kaum verständlich.

So wird dein Internetanschluss nicht getrackt

Dem Tracking von Utiq müssen Nutzer aktiv zustimmen. Das kann bereits über einen simplen Cookie-Banner auf einer Website geschehen. Wird eine Einwilligung erteilt, öffnet sich ein weiteres Pop-up-Fenster von Utiq. In diesem können Nutzer dem Utiq-Tracking explizit widersprechen.

Wer hingegen seinem Internetanschluss komplett gegen das Tracking sperren will, kann dies über den sogenannten „Utiq consenthub“ tun. Dort kann ein „globales Opt-Out“ vorgenommen werden.

Wer in Widerspruch geht und das Tracking für seinen Internetanschluss sperrt, muss dies allerdings regelmäßig erneuern. Denn der Widerspruch ist nur ein Jahr lang gültig.

Außerdem fließen für den Opt-out wiederum Daten. Denn laut Utiq müssen Nutzer für die Verwaltung einwilligen, dass Utiq und der jeweilige Telekommunikationsanbieter die IP-Adresse austauschen. Nur so könne überprüft werden, welche Einwilligungen für den jeweiligen Anschluss bereits vorliegen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.