Wasserstoff Methan Plasmalyse

Wasserstoff aus Methan: Plasmalyse soll fünfmal weniger Strom verbrauchen

Beatrice Bode
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI).

Wasserstoff gilt als Schlüssel für die Energiewende. Doch die Herstellung ist oft energieintensiv und klimaschädlich. Eine neues Verfahren, die Plasmalyse, verspricht jedoch die Produktion von Wasserstoff aus Methan – mit einem bis zu fünfmal geringeren Stromverbrauch und ohne CO2-Emissionen.

Die Energiewende steht vor einer zentralen Herausforderung: Der klimaschonenden Herstellung von Wasserstoff. Er gilt als Schlüsselrohstoff für Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft.

Wasserstoff wird derzeit hauptsächlich durch Dampfreformierung von Erdgas oder durch Elektrolyse von Wasser hergestellt. Dafür ist einerseits viel Energie nötig. Andererseits entstehen große Mengen CO2. Das soll sich durch die sogenannte Plasmalyse ändern.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Wasserstoff aus Methan: Verfahren soll fünfmal weniger Strom verbrauchen

Bei der Plasmalyse handelt es sich um ein Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff aus Methan. Untersucht wird die Alternative unter anderem am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald. Die Forschung ist Teil der landesweiten Forschungsfabrik Wasserstoff MV.

Im Unterschied zur klassischen Elektrolyse benötigt die Plasmalyse nur rund 20 Prozent der elektrischen Energie. Zusätzlich produziert sie festen Kohlenstoff als verwertbares Nebenprodukt. Dadurch reduziert sich der Ausstoß von Treibhausgasen.

„Damit verbindet [die Plasmalyse] Ressourceneffizienz mit Klimaschutz und eröffnet neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für verschiedene Branchen“, schreibt das INP in einer Pressemitteilung. Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann, wissenschaftlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des INP, erklärt:

Mit unserer neuen Entwicklungsumgebung ermöglichen wir, unter realen Bedingungen Verfahren zu entwickeln, die in Biogasanlagen, Häfen oder mobilen Systemen zur Anwendung kommen sollen. Damit können in Zukunft Wasserstoff und Kohlenstoff effizient, lokal und nutzungsnah für die Energieversorgung bereitgestellt werden.

Auch andere Forschungsgruppen beschäftigten sich bereits seit Längerem mit der klimafreundlichen Methanspaltung. So zum Beispiel das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Auch verschiedene Privatunternehmen bieten entsprechende Technologien zur Spaltung von Methan. In Berlin und Brandenburg laufen bereits mehrere Demonstrationsanlagen, die die Umsetzbarkeit demonstrieren.

Plasmalyse: Wasserstoff aus Methan als zukunftsfähiges Verfahren

Die Forschung am INP Greifswald und die Forschungsfabrik Wasserstoff in Mecklenburg-Vorpommern sollen die Technologie nun weiterentwickeln und in den industriellen Maßstab überführen.

Ziel ist es, die Plasmalyse als Baustein einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft zu etablieren – vorausgesetzt, der dafür benötigte Strom stammt aus erneuerbaren Quellen. Die Forschungsfabrik Wasserstoff MV ist ein Gemeinschaftsprojekt des INP in Greifswald, des Fraunhofer-Instituts für Großstrukturen in der Produktionstechnik (IGP) und des Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT).

Ziel des Verbunds ist es, praxistaugliche Technologien für die grüne Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln – anwendungsnah, dezentral und sektorenübergreifend. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Aufbau der Forschungsfabrik in Greifswald mit mehr als vier Millionen Euro.

Auch interessant: 

Zins-Knaller bei der NIBC!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – bei täglicher Verfügbarkeit!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
(Junior) Social Media Manager*in (m/w/d) – Be...
Digital Vision Academy in Berlin
Teile diesen Artikel
Folgen:
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.