KI Unternehmen scheitern ineffizient Künstliche Intelligenz Millionengrab

Millionengrab: Warum viele Unternehmen an KI scheitern

Maria Gramsch
Adobe Stock/blackday

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Künstliche Intelligenz hat in zahlreichen Unternehmen Einzug gehalten. Doch eine neue MIT-Studie zeigt, dass fast alle KI-Pilotprojekte in Firmen scheitern – und dadurch Millionen verbrannt werden.

KI-Tools stellen für zahlreiche Firmen starke Entwicklungsfelder dar. Allein im Jahr 2024 nutzten 19,75 Prozent der Unternehmen in Deutschland Künstliche Intelligenz. Inzwischen dürfte die Zahl weiter angestiegen sein, lag sie doch noch ein Jahr zuvor bei nur 11,6 Prozent.

Dabei kommt KI in Unternehmen vor allem im Kundenkontakt zum Einsatz, wie 86 Prozent der Befragten einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2025 angaben. Bei 47 Prozent der Unternehmen wird generative KI in Marketing und Kommunikation genutzt.

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Doch obwohl generative Künstliche Intelligenz für Unternehmen vielversprechend ist, scheitert ein Großteil der KI-Pilotprojekte. Das zeigt eine neue Untersuchung der NANDA-Initiative des MIT, für die unter anderem 150 Führungskräfte interviewt wurden.

KI-Projekte setzen sich in Unternehmen nicht durch

Für ihren Bericht haben die MIT-Forscher den Stand der KI in der Wirtschaft untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass lediglich fünf Prozent der KI-Pilotprojekte in Unternehmen eine schnelle Umsatzsteigerung erzielen können.

Der Großteil hingegen, also die restlichen 95 Prozent, hat kaum oder gar keinen messbaren Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Unternehmens. Das liege vor allem daran, dass zahlreiche Projekte relativ schnell wieder zum Stillstand kommen.

Die Forscher haben für ihre Untersuchung 150 Interviews mit Führungskräften geführt sowie eine Umfrage unter 350 Mitarbeitern durchgeführt. Zusätzlich wurden 300 öffentliche KI-Implementierungen analysiert.

Das Problem bei erfolglosen KI-Projekten sei jedoch nicht die Qualität der Modelle. Vielmehr gebe es eine „Lernlücke“, die vor allem durch eine mangelhafte Integration in Unternehmen entsteht.

Zusätzlich seien die Ressourcen in den Unternehmen falsch ausgerichtet. Denn diese geben laut den Ergebnissen mehr als die Hälfte ihres Budgets für generative KI für Vertriebs- und Marketing-Tools aus. Die größte Rendite könne hingegen in der Backoffice-Automatisierung erzielt werden.

So kann die Implementierung gelingen

Doch während zahlreiche KI-Projekte in Unternehmen scheitern, konnten die Wissenschaftler auch erfolgreiche Modelle identifizieren. „Einige Pilotprojekte großer Unternehmen und jüngerer Start-ups sind mit generativer KI wirklich erfolgreich“, erklärt Aditya Challapally, Hauptautor der Studie, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Fortune.

Start-ups, deren Chefs zwischen 19 und 20 Jahre alt sind, hätten beispielsweise „innerhalb eines Jahres einen Umsatzsprung von null auf 20 Millionen Dollar erzielt“, so Challapally weiter. „Das liegt daran, dass sie sich auf einen Schwachpunkt konzentrieren, diesen gut umsetzen und geschickt mit Unternehmen zusammenarbeiten, die ihre Tools nutzen.“

Entscheidend sei dabei unter anderem auch die Art und Weise, wie Unternehmen KI einsetzen. Demnach steige die Erfolgsquote, wenn KI-Tools von spezialisierten Anbietern zugekauft werden auf 67 Prozent. Bei interneren Entwicklungen sei hingegen nur ein Drittel erfolgreich.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.