E-Motoren aus Polen Elektromobilität E-Autos

E-Motoren aus Polen: Konzern aus Südkorea will in Europa produzieren

Maria Gramsch
Posco

Der südkoreanische Konzern Posco will künftig E-Motoren in Polen bauen und reagiert damit auf die steigende Nachfrage sowie mögliche Handelsbarrieren. Ab 2025 sollen in dem polnischen Werk jährlich bis zu 1,2 Millionen Einheiten für Elektrofahrzeuge von Hyundai und Kia produziert werden.

Bis zum Jahr 2030 peilt die Bundesregierung einen E-Auto-Bestand von 15 Millionen an. Parallel dazu sollen bis dahin eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte entstehen.

Derzeit beläuft sich die Zahl der in Deutschland zugelassenen Elektroautos mit Stand Juli 2025 jedoch erst auf rund 1,8 Millionen. Sollen die von der Bundesregierung prognostizierten Zahlen tatsächlich in die Realität umgesetzt werden, könnte in den kommenden Jahren der Bedarf an Elektroautos und somit auch Teilen wie Batterien und E-Motoren enorm ansteigen.

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Der südkoreanische Konzern Posco will diesen Bedarf decken und künftig Motoren für Elektroautos auf dem europäischen Markt bauen. Dafür hat der Konzern bereits im Jahr 2024 mit dem Bau eines Werks im polnischen Brzeg begonnen.

Diese E-Motoren kommen künftig aus Polen

Bereits im Dezember 2025 will Posco in der neuen Produktionsstätte die Serienproduktion in Betrieb nehmen. Auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern sollen hier künftig Elektromotoren für den europäischen Markt produziert werden. Aktuell werden hier noch Prototypen hergestellt.

So sollen für die Marken Hyundai und Kia zunächst rund eine Millionen Traktionsmotorkerne für die lokal in Europa produzierten Elektrofahrzeuge entstehen. Bis zum Jahr 2030 sollen weitere Marken hinzukommen. Insgesamt plant der südkoreanische Konzern dann die Produktion von jährlich 1,2 Millionen Motorkernen.

Damit deckt das Werk in Polen jedoch nur einen Bruchteil der Gesamtproduktion von Posco. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2030 eine jährliche weltweite Produktionskapazität von 7,5 Millionen Einheiten aufbauen und so einen Marktanteil von zehn Prozent erreichen.

Lokale Produktion bringt zahlreiche Vorteile

Mit der neuen Produktionsstätte rückt der Zulieferer näher an die europäische Automobilbranche. So soll das Werk zunächst die Marken Hyundai und Kia beliefern, die ihre Elektrofahrzeuge in der Türkei beziehungsweise der Slowakei bauen.

„Es ist von großer Bedeutung, dass wir uns eine Produktionsbasis in Europa gesichert haben, das nach Asien und Nordamerika an der Spitze der umweltfreundlichen Automobilindustrie steht“, erklärt ein Vertreter von Posco International. „Wir werden die Zusammenarbeit mit großen europäischen Automobilherstellern weiter ausbauen, um ein weltweit führendes Unternehmen für umweltfreundliche Mobilitätsteile zu werden.“

Für die Lieferkette bedeutet die Produktion in Europa weniger Abhängigkeiten von langen Lieferketten. Auch verkürzen sich Transportwege, was Kosten senkt und die CO2-Bilanz verbessert. Auch zeitlich können so im Vergleich zum Import aus Asien Einsparungen vorgenommen werden.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.