Auch die Elektromobilität ist in den Klimazielen der Bundesregierung fest verankert. Doch wie stehen eigentlich Autofahrer diesem Thema gegenüber? Die Deutsche Automobil Treuhand hat in ihrem DAT Barometer die Stimmung zusammengefasst.
Die Klimaziele der Bundesregierung sehen enorme Reduzierungen der CO2-Emissionen in den kommenden Jahren vor. Das gilt auch für den Verkehrssektor, der deshalb einen Wandel hin zur Elektromobilität vollziehen soll.
Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung 15 Millionen vollelektrische Pkw auf deutsche Straßen bringen. Damit dies gelingen kann, sollen zusätzlich in den nächstens Jahren rund eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte entstehen.
Für die Umsetzung gibt es derzeit zahlreiche Fördermaßnahmen, darunter steuerliche Vergünstigungen für E-Fahrzeuge sowie gesetzliche Regelungen, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur fördern und erleichtern sollen. Zudem soll der Strom für Elektrofahrzeuge zunehmend aus erneuerbaren Energien stammen, um die ökologische Gesamtbilanz weiter zu verbessern.
Doch die Autofahrer in Deutschland scheinen von der Elektromobilität noch nicht überzeugt zu sein. Das zeigen Zahlen aus dem aktuellen DAT Barometer.
Elektromobilität: Autofahrer würden sich eher für Verbrenner entscheiden
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Elektroautos ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Allein von Januar bis September 2025 wurden in Deutschland rund 382.200 neue E-Autos zugelassen.
Damit übersteigt die Zahl aus den ersten drei Quartalen dieses Jahres bereits die Anmeldungen vollelektrischer Fahrzeuge aus dem gesamten Vorjahr. Dennoch sind die Zahlen noch weit entfernt von den Zielen der Bundesregierung.
Das liegt vor allem an der fehlenden Zustimmung der deutschen Autofahrer gegenüber der Elektromobilität. Wie das DAT Barometer zeigt favorisiert ein Großteil der Autofahrer noch immer Verbrenner gegenüber E-Autos.
Demnach würden sich 40 Prozent der Befragten beim Neukauf eines Autos für einen Benziner entscheiden, 17 Prozent würden einen Dieselmotor wählen. Der Plug-in-Hybrid, also die Mischform aus Verbrenner und E-Auto, würde immerhin auf 19 Prozent kommen. Für ein vollelektrisches Fahrzeug hingegen würden sich nur 16 Prozent der Autofahrer in Deutschland entscheiden.
Lediglich 28 Prozent der Fahrzeughalter würde die Anschaffung eines Autos mit Verbrennungsmotor ein schlechtes Gewissen bereiten. Bei 57 Prozent ist dies nicht der Fall, weitere 15 Prozent sind sich nicht sicher.
Autofahrer haben kaum Erfahrungen mit E-Autos
Die Zurückhaltung in Sachen Elektromobilität der Autofahrer in Deutschland könnte an fehlenden Erfahrungen mit dieser Antriebsart liegen. Denn noch immer sind lediglich 34 Prozent der Autofahrer überhaupt einmal selbst mit einem E-Auto gefahren.
Für fast genauso viele Pkw-Halter würde für 35 Prozent der Befragten ein Elektroauto nur als Zweit- oder Drittwagen in Frage kommen. Als „Hauptwagen“ beziehungsweise Ersatz für diesen würde diese Gruppe ein E-Auto nicht in Betracht ziehen.
Auch die große Frage der Entsorgung beziehungsweise Weiterverwertung ausgedienter E-Auto-Akkus wirft Fragen bei den Haltern auf. 69 Prozent sehen dies kritisch, allerdings sind auch 35 Prozent überzeugt, dass diese Akkus besser sind als ihr Ruf.
Auch interessant:








Gut Zusammengefasst, jedoch aus Käufersicht deutlich zu kurz: die ersten eAtos waren Compliance Cars mit kurzer Reichweite, Funzellicht und geringer Ladeleistung, was gegen einen Gebrauchtmatkt arbeitet. Es gibt keine, nur teure oder irgendwo ausgebaute Ersatzteile, was gegen Reparaturen von eAutos arbeitet (freie Werkstätten? EVclinic?). Wartung für in Grunde „simplere“ eFahrzeuge sind unverständlich teuer: der Kunde fühlt sich verschaukelt. Das spricht sich rum. Viele Werkstätten können kW und kWh nicht unterscheiden, das schafft kein Vertrauen, was wiederum die Verlässlichkeit von ausgehändigten Akkuzertifikaten massiv infrage stellt. Dann das Preischaos an den Ladesäulen. Die gesamte Branche arbeitet gegen den Kunden. Mittlerweile gibt es genug eAuto-Kunden, die den geneigten eAutokäufer entsprechende Anekdoten erzählen oder Mondpreise nennen können. Es gab mal ne Zeit, da gab es genug Druck, dass die Hersteller z.B. Scheinwerferbirnen selbst wechseln können musste oder freie Werkstätten an Ersatzteile kommen. Bitte gern ein Ohr in die Branche hängen und nicht nur von Neufahrzeugen berichten. Basiswissen… Infos von der Basis, vom Mittelstand.