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Riesige Wärmebatterie: Heineken will mit Solarenergie Bier brauen

Maria Gramsch
Rondo Energy

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Heineken will in Portugal einen neuartigen Wärmespeicher testen, der mit der Hilfe von Sonnenenergie Dampf auf mehr als 1.200 Grad Celsius erhitzen kann. Die Technologie soll fossile Brennstoffe ersetzen und die Brauerei in Richtung klimaneutrale Produktion bringen.

Heineken startet in seiner Brauerei in Portugal ein Pilotprojekt, das Maßstäbe in der industriellen Energiewende setzen könnte. Gemeinsam mit dem Wärmespeicher-Unternehmen Rondo Energy sowie dem portugiesischen Energieversorger EDP baut der Brauereikonzern einen der weltweit größten Wärmespeicher auf Basis erneuerbarer Energie.

Die Anlage soll Sonnenstrom in bis zu 1.200 Grad Celsius heißen Dampf verwandeln und so die Brauprozesse der Anlage versorgen. Dafür soll eine 100-MWh-Anlage Sonnenenergie speichern und die Brauerei versorgen.

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Heineken will mit Solarenergie brauen

Für den groß angelegten Wärmespeicher kommen feuerfesten Keramiksteine zum Einsatz. Diese Schamottesteine heizen sich während der Sonnenstunden auf und dienen somit als Wärmespeicher.

Aufgrund der Größe der Anlage kann die Brauerei dann rund um die Uhr auf die gespeicherte Energie zurückgreifen. Diese wird dann genutzt, um Wasser zu verdampfen und Prozessdampf zu erzeugen.

Das System kann dabei bis zu sieben Megawatt Dampf bei mehr als 100 bar erzeugen und ist damit identisch zu dem, was bisher in konventionellen Anlagen bereitgestellt wurde.

„Wir brauchen Hochtemperatur-Dampf für unsere Brauprozesse – und genau das war bisher einer der am schwersten zu dekarbonisierenden Bereiche“, erklärt Magne Setnes, Chief Supply Chain Officer bei Heineken. Die neue Technologie soll nun zeigen, dass selbst Prozesswärme im vierstelligen Temperaturbereich ohne fossile Brennstoffe bereitgestellt werden kann.

Im April 2027 will Heineken das System in Betrieb nehmen, das eines der größten Wärmeakkusysteme in der Getränkeindustrie werden soll. Dabei wird die Brauerei den Dampf über ein Heat-as-a-Service-Modell vom Energieversorger EDP kaufen, der als Betreiber der Anlage fungiert.

Anlage soll einen Wirkungsgrad von 97 Prozent haben

In Kalifornien hat Rondo Energy bereits eine ähnliche Anlage in Betrieb genommen. Diese ist nach Angaben des Unternehmens die weltweit größte industrielle Wärmespeicheranlage.

Die 100-MWh-Batterie wird von einer 20-MW-Solaranlage gespeist und erreichte nach zehn Wochen Testlauf einen stabilen, vollautomatischen Dauerbetrieb. Laut dem Unternehmen liefert das System Hochtemperaturwärme mit einem Rund-Kreislaufwirkungsgrad von mehr als 97 Prozent.

Dabei handelt es sich laut Condo um eine Wärmespeicherbatterie, die Strom zu geringeren Kosten speichern kann, als jede chemische Batterie. Sie liefere Energie, die so kostengünstig ist, dass sie fossile Brennstoffe ersetzen könne.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.