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Strom Strompreise Deutschland
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Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Fabian Peters
Aktualisiert: 18. Dezember 2025
von Fabian Peters
Bild: Adobe Stock / Jiri Hera
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In Deutschland zahlen Haushalte die höchsten Strompreise in Europa – rund 38 Cent pro Kilowattstunde im ersten Quartal 2025. Warum das so ist? Hinter hohen Steuern, Netzgebühren und einem Wandel bei der Energieversorgung steckt ein komplexes Geflecht, das Verbraucher auf der Stromrechnung zu spüren bekommen. Eine kommentierende Analyse.

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Deutschland hat die höchsten Strompreise in Europa

  • Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2025 bei 39,92 Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen zahlten im selben Zeitraum 19,33 Cent. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise damit leicht gesunken, jedoch noch nicht wieder auf dem Niveau von 2021 – vor dem russischen Angriff auf die Ukraine (32,82 Cent für Haushalte). Für die Industrie liegen die Strompreise wieder ungefähr auf dem Niveau von 2019.
  • Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Strompreise in Deutschland relativ hoch – die höchsten in Europa. In Ungarn fallen mit knapp zehn Cent pro Kilowattstunde die geringsten Kosten an. Der EU-Schnitt liegt bei circa 28 Cent. Hauptgrund für die Unterschiede: Steuern und Netzentgelte machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus. In Deutschland sogar mehr als die eigentlichen Stromerzeugungskosten.
  • Erneuerbare Energien wie Windkraft und Solarenergie sind in der Stromproduktion nicht nur die günstigsten Energieträger, sondern haben am Höchstpreis gemessen auch eine relativ geringe Preisspanne (zwischen vier und 14 Cent pro Kilowattstunde). Zum Vergleich die Preisspannen anderer Energieträger pro Kilowattstunde: Kernkraft (13 bis 49 Cent), Kohle (15 bis 39 Cent), Biomasse (20 bis 32 Cent) und Gasturbinenkraftwerke (15 bis 32 Cent). Der Anteil der Erneuerbaren in Deutschland liegt bei über 50 Prozent.

Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Strom ist in Deutschland längst mehr als nur ein Produkt. Er ist zu einem Politikum geworden. Die hohen Preise sind dabei kein Zufall, sondern Ergebnis politischer Konflikte und guter Absichten, die ins Stolpern geraten sind.

Denn: Die Strompreise in Deutschland sind nicht so hoch, weil die Stromproduktion so teuer ist, sondern weil Netzausbau, Steuern, Abgaben und Umlagen den Preis massiv aufblasen. Verbraucher müssen diese Last tragen. Gleichzeitig drücken globale Krisen und teure fossile Ersatzkraftwerke in Zeiten ohne Wind und Sonne Preis nach oben.

Die Energiewende und der Ausbau von Wind und Solar senken zwar langfristig die Erzeugungskosten, doch kurzfristig bringen wetterabhängige Erneuerbare auch Volatilität, einen teuren Netzausbau und einen hohen Bedarf an Energiespeichern mit sich. Zumindest letztere tragen sich aktuell aber überwiegend selbst.

Größtes Problem bleiben aktuell deshalb die vergleichsweise hohen staatlichen Abgaben und Umlagen. Letztlich sind die Strompreise zu einem politischen Produkt geworden. Vor allem die starren Preiszonen tragen während des schleppenden Netzausbaus zu hohen Kosten bei.

In Norddeutschland gibt es etwa Windenergie im Überfluss, die im Süden gebraucht wird. Weil die Stromnetze aber noch nicht so weit sind, diese Energie zu übertragen, werden Windräder teilweise abgeschaltet. Wobei es ein deutlich vernünftigerer Ansatz wäre, Strom lokal zu produzieren und nicht durch die halbe Bundesrepublik zu schicken. Denn auch das trägt zu hohen Kosten bei.

Stimmen

  • Laut Bundesregierung sollen zum 1. Januar 2026 die Netzentgelte für Verbraucher und Unternehmen sinken. Außerdem wurde die Stromsteuer reduziert – zunächst aber nur für Unternehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dazu: „Wir können nur das Geld ausgeben, das wir haben. Wir wollen die Stromkosten weiter senken, wenn wir die finanziellen Spielräume dazu haben. Diese Bundesregierung wird mit Ehrlichkeit handeln.“
  • Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, in einem Statement: „Nur wenn wir die Ursachen der hohen Energiepreise angehen, können wir dauerhaft etwas erreichen. Das Lindern von Symptomen genügt nicht. Mit dynamischen Netzentgelten können wir Erzeugung und Verbrauch durch Preissignale lenken und somit auch eine Happy Hour für den Stromverbrauch schaffen. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Menschen mitgenommen werden.“
  • Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fordert in einem Interview mit dem RND weitere Energiereformen: „Wir müssen konsequent auf dezentrale Energieerzeugung und dezentralen Energieverbrauch setzen. Bisher bekommen die Anlagenbetreiber den Strom auch dann bezahlt, wenn er nicht genutzt werden kann. Und die geplanten Kabel von Nord nach Süd werden noch Jahrzehnte brauchen. Von diesem Schwachsinn müssen wir weg.“

Netzentgelte und Stromsteuer sollen sinken

Mit Blick auf die Strompreise in Deutschland gibt es Hoffnung: Die Netzentgelte sollen sinken, neue Speichertechnologien stehen in den Startlöchern und der europäische Strommarkt soll optimiert werden, was die Preise stabilisieren könnte.

Andererseits werden Fortschritt, Energiewende und günstigere Preise gedrosselt, weil die Bürokratie schneller wächst als der Energie- und Netzausbau. Aktuell bekämpft der Staat mit seinen Subventionen die mitunter selbst verursachten Kosten-Symptome.

Doch langfristig werden die erneuerbaren Energien dafür sorgen, dass die Strompreise in Deutschland immer weiter sinken – und uns obendrein unabhängiger machen. Forderungen wie der Bau neuer Atomkraft oder Gaskraftwerke gehören derweil ins Reich der Märchen.

Denn: Sie werden weder kurz- noch langfristig helfen, sondern die Kosten sogar in die Höhe treiben. Die Politik müsste die richtigen Stellschrauben drehen, sowohl in puncto Steuern und Umlagen als auch bei der Bürokratie – und zwar vor allem mit der Einführung von Strompreiszonen.

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vonFabian Peters
Chefredakteur
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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).
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