Werbung soll uns in erster Linie Dinge verkaufen. Doch manche Spots sind so gelungen, dass sie letztendlich bekannter werden, als die Produkte oder Services selbst. Einige Clips prägen sogar unsere Sprache und unser kollektives Gedächtnis.
Werbung ist nicht mehr das, was sie mal war. Wer Filme und Serien streamt oder Youtube schaut, bekommt (in manchen Abos) entweder gar keine Werbung angezeigt oder wartet nur darauf, den Einspieler unterbrechen zu können. Nur noch selten erreichen Clips heutzutage einen Kultstatus, auch wenn Ausnahmen wie Ralf Schumacher (wir-kaufen-dein-Auto) die Regel bestätigen.
Früher war das anders. Häufig blieb man beim linearen Fernsehen auch während des Werbeblocks sitzen, um sich über neue Produkte zu informieren oder sich von den Werbespots unterhalten zu lassen. Viele dieser Kurzfilme prägten Slogans, die heute noch Millionen Deutsche zitieren können.
Diese Werbespots machen das Produkt zur Nebensache
Auf die Frage „Ist der neu?“ würde eine ganze Generation mit „Nein, mit Perwoll gewaschen!“ antworten. Und auf die Frage „Was wollt ihr dann?“ folgt selbstverständlich „Maoam!“ Natürlich hat jeder seine eigenen Favoriten, aber einige Werbespots sind unbestreitbar Teil des deutschen Kulturguts.
Wenn man einmal anfängt, in der eigenen Erinnerung zu kramen, kommen die Sprüche nur so hervorgesprudelt. „Der Joghurt mit der Ecke“ zum Beispiel ist ein Jingle, der für immer im Unterbewusstsein vieler Deutschen bestand haben wird. Manchmal ist es auch ein Spruch wie „Morgens halb zehn in Deutschland“, „Geiz ist geil“ oder Verona Pooths „Da werden sie geholfen“.
Auch Charaktere wurden durch Werbung berühmt. Unter anderem „Meister Proper“ oder das „HB-Männchen“. Und manchmal ist es auch der komplette Kurzfilm an sich, der einem in Erinnerung bleibt. So zum Beispiel bei „Werther’s Echte“.
Die absoluten Favoriten sind aber meistens witzig – manchmal absichtlich, manchmal auch nicht. Das zeigt auch das Beispiel von Nescafé und dem von einer zugeparkten Frau beschuldigten Angelo, der sie mit Hilfe seines Espresso verführt, obwohl er gar kein Auto hat. Zehn der besten Clips, die wir in der folgenden Liste präsentieren, vereinen oft mehrere dieser Aspekte.
AOL
„Bin ich schon drin?“ Mit diesem Satz nahm Boris Becker einer ganzen Nation die Angst vor dem Internet. Beckers naive Neugier in Kombination mit dem selbstironischen Spruch ist deutsche Technikgeschichte.


