KI-Agenten Datenschutz

Privatsphäre ade? KI-Agenten ist Datenschutz egal

Felix Baumann
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI)

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KI-Agenten stellen ein großes Risiko in Sachen Datenschutz dar. Denn die Assistenzsysteme speichern sämtliche Informationen in einem Pool. 

Aktuelle KI-Agenten speichern häufig Nutzerdaten in einer einzelnen, unstrukturierten Umgebung, anstatt sie nach Kontext oder Zweck zu trennen. Wenn Nutzer etwa nach einer Restaurant-Empfehlung fragen, rührt das System diese Information in dieselbe „Suppe“ wie eine vertrauliche Vorbereitung auf eine Gehaltsverhandlung.

Diese Vermischung von Daten führt dazu, dass harmlose Details über Essensgewohnheiten plötzlich mit hochsensiblen beruflichen Fakten verknüpft werden. Sobald solche Informationen in geteilte Pools fließen oder Nutzer externe Apps mit der KI verbinden, drohen beispiellose Sicherheitslücken.

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KI-Agenten kennen keinen Datenschutz

Die KI könnte unter Umständen etwa das gesamte Mosaik des Privatlebens offenlegen, da sie keine klare Grenzen zieht. Es besteht das Risiko, dass Informationen, die nur für einen bestimmten Moment gedacht waren, in völlig falschen Zusammenhängen wieder auftauchen.

Die Systemarchitektur speichert Daten oft direkt in den Modellgewichten statt in separaten, strukturierten Datenbanken. Während Entwickler eine Datenbank gezielt segmentieren und kontrollieren können, verwebt sich das Wissen in den Modellgewichten fest mit der Logik der KI. Für eine echte Kontrolle müssten Systeme künftig die Provenienz jeder Erinnerung – also Quelle, Zeitstempel und Kontext der Entstehung – lückenlos erfassen.

Die Skepsis gegenüber den Versprechen der Anbieter wächst angesichts interner Anweisungen bei neuen Modellen. Das Modell Grok 3 erhielt etwa die Anweisung, Anwendern gegenüber niemals zu bestätigen, ob es einen Gedächtnisinhalt wirklich gelöscht oder geändert hat. Solche intransparenten Vorgaben erschweren es massiv, die tatsächliche Kontrolle über ihre eigenen Daten zu überprüfen.

KI-Assistenten brauchen technische Schutzwälle

Damit Nutzer die Hoheit über ihre Informationen behalten, müssen sie jederzeit sehen, bearbeiten und löschen können, was die KI speichert. Erste Entwickler wie Anthropic oder OpenAI reagieren bereits und schaffen separate Speicherbereiche für unterschiedliche Projekte oder Gesundheitsthemen.

Dennoch müssen die Betreiber ihre Systeme künftig noch präziser darauf ausrichten, zwischen allgemeinen Vorlieben und hochsensiblen Kategorien wie medizinischen Zuständen zu unterscheiden.

Ziel muss es sein, sichere Standardeinstellungen und technische Schutzwälle wie eine Zweckbindung zu integrieren. Denn nur wenn die Industrie Transparenz und technische Trennung priorisiert, bleibt KI ein nützlicher Helfer, der persönliche Geheimnisse respektiert.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
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