WhatsApp Drittanbieter-Chats aktivieren Meta Digital Markets Act EU Smartphone

WhatsApp öffnet sich: So nutzt du Chats mit anderen Messengern

Maria Gramsch
Bild: unsplash.com / Asterfolio

Bei WhatsApp kannst du künftig auch Drittanbieter-Chats integrieren und so Nachrichten aus verschiedenen Apps gebündelt an einem Ort finden. Wir erklären dir, wie du die neue Funktion aktivieren kannst und welche Dienste dabei alles unterstützt werden.

WhatsApp vereint auf seiner Plattform mehr als drei Milliarden Menschen in über 180 Ländern und ist damit der beliebteste Messenger weltweit. Doch die enorme Marktmacht der Meta-Tochter erhöht auch den regulatorischen Druck.

Mit dem Digital Markets Act will beispielsweise die EU einen faireren Wettbewerb stärken und sogenannte „Gatekeeper“ einschränken. Besonders dominante Dienste müssen sich deshalb nun für Drittanbieter öffnen – und das gilt auch für WhatsApp.

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Aus diesem Grund kannst du künftig auch Drittanbieter-Chats in WhatsApp aktivieren und so verschiedene Messenger in einer App nutzen. Wir erklären dir, wie das funktioniert.

So kannst du Drittanbieter-Chats bei WhatsApp aktivieren

Drittanbieter-Chats kannst du bei WhatsApp ganz einfach in deinen Einstellungen aktivieren. Klicke dafür in der App auf deinem iPhone auf dein Profilbild in der unteren rechten Ecke des Bildschirms oder auf deinem Android-Smartphone auf die drei Punkte.

Wähle hier nun in den Einstellungen den Menüpunkt „Konto“ aus. Hier findest du die Option „Drittanbieter-Chats“. Über den Button „Aktivieren“ kannst du es Personen erlauben, dir aus Drittanbieter-Apps Nachrichten zu senden.

Hast du den Button „Aktivieren“ angeklickt, erhältst du noch einmal Informationen zu der neuen Funktion. WhatsApp weist hier auch noch einmal darauf hin, dass die neue Funktion nur für „zulässige Drittanbieter-Messaging-Apps“ gilt.

Diese kannst du nach einer Bestätigung über den „Weiter“-Button im nächsten Fenster in einer Übersicht sehen und auswählen. Aktuell sind hier allerdings nur die beiden Apps „BirdyChat“ und „Haiket“ zu finden. Ob Signal, Telegram und Co. hier noch Einzug halten, ist bisher nicht bekannt.

In einem nächsten Schritt musst du nun noch auswählen, ob du die Chats kombiniert in einem Postfach oder in einem getrennten Postfach bei WhatsApp anordnen willst. Mit einem abschließenden Klick auf „Aktivieren“ kannst du die neue Funktion nutzen.

WhatsApp-Chats mit anderen Messengern

In deinen Einstellungen kannst du außerdem auswählen, dass WhatsApp dich benachrichtigen soll, wenn du über einen Drittanbieter-Chat kontaktiert wirst. Willst du selbst einen Drittanbieter-Chat starten, kannst du das über das Plus in der oberen rechten Ecke deines Bildschirms im Bereich Chats machen.

Tippe auf das Plus und wähle dann „Neuer Drittanbieter-Chat“ aus. Wähle dann die jeweilige App aus und gib die Benutzer-ID des Empfängers ein.

Das kann laut WhatsApp je nach App eine E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer oder ein Benutzername sein. Am Ende bestätigst du noch mit „Chat erstellen“ und kannst nun Nachrichten, Bilder, Videos, Sprachnachrichten und Dokumente versenden und empfangen. Diese werden bei der Übermittlung laut WhatsApp verschlüsselt.

Das solltest du bei der Nutzung von Drittanbieter-Chats bei WhatsApp beachten

Trotz der Integration der Drittanbieter-Chats sind einige Einstellungen anders als für herkömmliche WhatsApp-Chats. So werden beispielsweise dein Name und dein Profilbild nicht über die Drittanbieter-Chats geteilt, deine Telefonnummer hingegen schon.

WhatsApp weist außerdem darauf hin, dass dich jede Person über eine Drittanbieter-App anschreiben kann, die deine Telefonnummer kennt. Das gilt auch für Personen, die du auf WhatsApp blockiert hast. Erhältst du allerdings eine Nachricht von einer unerwünschten Person über einen Drittanbieter-Chat, kannst du diese auch ganz normal blockieren.

Aktuell ist die neue Funktion nur für iPhones und Android-Smartphones verfügbar. Auf Tablets, im Web oder in der Desktop-Version kannst du das Feature nicht nutzen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.