In der Serie „Homescreen!“ präsentieren wir die Homescreens von Menschen aus der Social Media-, Marketing-, Medien- und Tech-Branche – inklusive App-Empfehlungen. Heute: Yavuz Yildiz, Gründer und Geschäftsführer von Xient.
Mein Homescreen in Beruf und Alltag
Yavuz Yildiz: Der erste Eindruck täuscht ein wenig. Eigentlich müsste ich meinen Homescreen mal gründlich aufräumen. Da liegen noch Apps, die ich kaum noch nutze, während andere in den letzten Monaten so wichtig geworden sind, dass ich sie einfach unten rechts oder in die Dock-Leiste geschoben habe. Vielleicht steckt da auch ein bisschen Nostalgie drin. Manche Icons sind einfach geblieben.
WhatsApp (für Android) hat es trotzdem in die Dock-Leiste geschafft (obwohl ich mir wünschen würde, dass das anders wäre). Ich würde Meta und WhatsApp eigentlich gerne weniger unterstützen. Die Realität sieht aber anders aus.
Familie, Freunde, Kollegen und auch der Fußballverein, in dem ich spiele, kommunizieren fast ausschließlich darüber. Solange sich Alternativen wie Signal (für Android) oder Telegram (für Android) nicht flächendeckend durchsetzen, führt für mich kein Weg daran vorbei.
Reddit (für Android) begleitet mich schon seit vielen Jahren. Ich bin bekennender Redditor. Für mich ist die Plattform einer der letzten Orte im Internet, an dem man noch echte Erfahrungen, tiefgehende Diskussionen und erstaunliches Nischenwissen findet.
Gerade bei technischen Themen oder sehr speziellen Fragestellungen liefert Reddit oft die Antworten, die klassische Suchmaschinen nicht mehr finden.
Zwischen Meetings und Festbrennweite
Microsoft Teams (für Android) ist wahrscheinlich die wichtigste Business App auf meinem Smartphone. Mein Berufsalltag als CEO von Xient besteht aus vielen Meetings, Workshops und Projekten, oft mit internationalen Partnern. Viele Termine erledige ich direkt vom iPhone aus. Teams ist deshalb längst kein Videokonferenz-Tool mehr, sondern ein zentraler Bestandteil meines Arbeitstags.
Adobe Lightroom (für Android) steht für mein größtes Hobby außerhalb der IT: die Fotografie. Ich fotografiere mit Leica und arbeite am liebsten mit Festbrennweiten. Der Traum von einer Leica Monochrom ist noch nicht aufgegeben.
Besonders schön finde ich, dass mein Sohn diese Begeisterung teilt. So ist aus der Fotografie ein gemeinsames Hobby geworden und Lightroom gehört selbstverständlich zum Workflow.

Auto per App, Ideen per KI
Mit der Tesla-App (für Android) steuere ich mittlerweile meinen dritten Tesla. Für mich ist das Auto vor allem ein Softwareprodukt auf Rädern: kaum ein Hersteller verbindet für mich Technologie, Benutzerfreundlichkeit und Preis so gut.
Viele Funktionen, vom Laden über die Klimatisierung bis zur Fahrzeugsteuerung, erledige ich direkt über die App. Genau diese Verbindung aus Hardware und Software begeistert mich.
Unten rechts befindet sich ein Ordner mit meinen KI-Apps: ChatGPT (für Android), Claude (für Android), Gemini (für Android), Perplexity (für Android) und einige weitere. Tatsächlich nutze ich sie alle, denn jedes Modell hat seine eigenen Stärken. Sie begleiten mich durch den gesamten Tag. Ich sammle Ideen, entwickle Konzepte, schreibe Texte und programmiere komplette Anwendungen gemeinsam mit diesen Werkzeugen.
Morgens starte ich oft mit einer Idee in ChatGPT und abends diskutiere ich den nächsten Ansatz mit Claude oder Gemini. Die Intensität, mit der ich diese Tools nutze, sieht man meinem Homescreen eigentlich gar nicht an.
Was mein Homescreen über mich verrät
Wenn ich schließlich abschalten möchte, lande ich fast immer bei YouTube Premium (für Android). Allerdings mehr zum Lernen. Ich höre Vorträge, Podcasts, politische Analysen oder Inhalte rund um Technologie und Fotografie – und das überall: beim Autofahren, Joggen oder Spazierengehen.
Wahrscheinlich verbringe ich insgesamt zu viel Zeit mit meinem Smartphone. Aber wenn ich auf meinen Homescreen schaue, dann erzählt er ziemlich genau, was mich ausmacht: Technologie, Fotografie, künstliche Intelligenz und der Wunsch, jeden Tag etwas Neues zu lernen.
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