BOB AND BRAD ThermoRed

BOB AND BRAD ThermoRed im Test: Was kann der Wärmegürtel? (+ Gewinnspiel)

Christina Widner
Bild: BOB AND BRAD ThermoRed

Wer häufig lange am Schreibtisch sitzt, nach dem Sport einen verspannten unteren Rücken spürt oder an kalten Tagen etwas Wärme gebrauchen kann, greift meist zum klassischen Heizkissen. Das funktioniert, bindet einen aufgrund des Stromkabels jedoch oft an Sofa oder Steckdose. Der BOB AND BRAD ThermoRed verfolgt einen flexibleren Ansatz: Der akkubetriebene Wärmegürtel kombiniert regulierbare Wärme, Rot- und Nahinfrarotlicht sowie eine Vibrationsfunktion in einem tragbaren Gerät.

Das klingt nach einer besonders vielseitigen Lösung. Mit einem Preis von rund 130 bis 160 Euro (je nach Angebot) spielt der ThermoRed allerdings in einer deutlich höheren Klasse als ein gewöhnliches Heizkissen. In unserem Test zeigt sich deshalb vor allem die Frage: Rechtfertigen Bewegungsfreiheit und Zusatzfunktionen den Aufpreis?

Lieferumfang und Verarbeitung

Zum Lieferumfang gehören der eigentliche Wärmegürtel, ein Verlängerungsgurt, ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Ein separates Netzteil ist nicht enthalten. Zum Laden wird deshalb ein vorhandener USB-Anschluss beziehungsweise ein passendes 5-Volt-Netzteil benötigt.

Der erste Eindruck fällt insgesamt hochwertig aus. Der Gürtel besteht aus einem weichen, elastischen und neoprenähnlichen Material. Sauber ausgeführte Nähte und kräftige Klettflächen vermitteln den Eindruck, dass das Produkt für eine regelmäßige Nutzung ausgelegt ist. Das seitlich angebrachte Bedienmodul wirkt mit seinem Display und den vier erhabenen Silikontasten ebenfalls durchdacht. Die Tasten lassen sich ertasten, ohne den Gürtel jedes Mal abnehmen zu müssen.

Der BOB AND BRAD ThermoRed im Test

Ganz unauffällig ist der ThermoRed am Körper allerdings nicht. Mit rund 680 Gramm bringt er spürbar mehr Gewicht mit als ein einfacher Stoffgürtel. Damit er beim Gehen oder bei der Hausarbeit nicht nach unten rutscht, muss er vergleichsweise eng anliegen. Im Sitzen stützt dieser feste Sitz angenehm, unter enger Kleidung lässt sich das Gerät jedoch kaum verbergen.

Passform und Tragekomfort

Der Hauptgurt ist 115 Zentimeter lang. Mithilfe des 39 Zentimeter langen Verlängerungsstücks soll er sich für Taillenumfänge bis 132 Zentimeter eignen. Die elastischen Bereiche und der großzügige Klettverschluss erlauben eine recht genaue Anpassung. Trotzdem ist die Passform nicht völlig universell: Bei einem kleinen Körperumfang kann der Gürtel relativ massiv wirken, während Nutzer am oberen Ende des angegebenen Bereichs auf die Verlängerung angewiesen sind.

Gedacht ist das Gerät in erster Linie für die Lendenwirbelsäule. Dort deckt die breite Wirkfläche einen großen Teil des unteren Rückens ab. Aufgrund seiner Flexibilität lässt es sich außerdem um den Bauch oder ein Knie legen und mit etwas Geschick an der Schulter positionieren. Die Befestigung sitzt dort allerdings weniger komfortabel als an der Taille.

Der ThermoRed kann direkt auf der Haut oder über dünner Kleidung getragen werden. Auf der Haut werden Wärme und Vibration intensiver wahrgenommen. Empfindliche Personen sollten dennoch mit niedriger Leistung und einer dünnen Stoffschicht beginnen. Insbesondere auf hoher Temperatur- und Lichtstufe kann die Anwendung sehr kräftig ausfallen.

Bedienung: Vier Tasten reichen aus

Die Steuerung ist unkompliziert. Ein längerer Druck auf die Einschalttaste aktiviert das Gerät zunächst im Stand-by. Je eine weitere Taste regelt Wärme, Vibration und Lichtintensität. Für jede der drei Funktionen stehen vier Stufen zur Verfügung. Sie können unabhängig voneinander oder gleichzeitig verwendet werden. Wer lediglich Wärme möchte, muss also weder Vibration noch Rotlicht einschalten.

Das Display zeigt die gewählten Stufen und den Akkustand über vier Balken an. Dadurch ist der Betriebszustand auch ohne App unmittelbar erkennbar. Eine Smartphone-Verbindung gibt es nicht, sie wird hier aber auch nicht vermisst. Die direkte Bedienung passt besser zu einem Produkt, das unkompliziert für eine kurze Anwendung eingesetzt werden soll.

BOB AND BRAD ThermoRed im Test
Das Bedienfeld des BOB AND BRAD ThermoRed

Nach 15 Minuten beendet ein Timer die Sitzung automatisch. Das ist als Schutzfunktion sinnvoll, im Alltag aber nicht immer bequem. Wer länger Wärme genießen möchte, muss das Gerät erneut starten. Gerade im Vergleich mit einem klassischen Heizkissen, das häufig 30 bis 90 Minuten durchläuft, wirken die einzelnen Sitzungen kurz.

Wärmeleistung: Schnell, gleichmäßig und kräftig

Bei seiner Kernaufgabe überzeugt der ThermoRed. Vier Temperaturstufen von 40, 45, 50 und 55 Grad Celsius ermöglichen eine recht feine Abstufung. Die niedrigen Einstellungen liefern milde Wärme für den Alltag, während 50 oder 55 Grad deutlich intensiver ausfallen. Ein NTC-Sensor soll die Temperatur überwachen, gleichmäßig halten und Überhitzung verhindern.

Statt ein Heizkissen erst an der richtigen Stelle zu positionieren und mit einem Kabel zur Steckdose zu verbinden, wird der Gürtel angelegt und eingeschaltet. Die Wärme bleibt anschließend genau dort, wo sie benötigt wird, auch wenn man aufsteht, die Sitzposition wechselt oder sich durch die Wohnung bewegt. Genau diese Freiheit ist das stärkste Argument für den ThermoRed.

Die Wärmefläche fällt kleiner aus als bei einem großen Heizkissen. Wer auf dem Sofa möglichst den gesamten Rücken wärmen möchte, ist mit einer großen Auflage möglicherweise besser bedient. Für eine gezielte Anwendung im Bereich der Lendenwirbelsäule ist die Gürtelform hingegen praktischer.

Rotlicht und Nahinfrarot

Zusätzlich zur klassischen Wärme arbeitet der Gürtel mit 50 Dual-LEDs. Sie erzeugen sichtbares Rotlicht mit 660 Nanometern und unsichtbares Nahinfrarotlicht mit 850 Nanometern. Die Intensität lässt sich in vier Stufen einstellen. Der Hersteller bewirbt die Kombination für oberflächliche beziehungsweise tiefer liegende Gewebebereiche.

Auf höchster Stufe war die Infrarotfunktion in unserem Test etwas zu intensiv. Es empfiehlt sich daher, auf Stufe eins zu beginnen und die Intensität erst bei guter Verträglichkeit zu erhöhen. Bei ungeklärten, anhaltenden oder akuten Rückenbeschwerden ersetzt der Gürtel keine ärztliche Diagnose oder physiotherapeutische Behandlung.

BOB AND BRAD ThermoRed im Test
Die Infrarotfunktion des BOB AND BRAD ThermoRed

Vibrationsfunktion: kräftig, aber deutlich hörbar

Zwei integrierte Motoren bieten vier Vibrationsprogramme. Das Ergebnis erinnert eher an eine flächige Vibrationsmassage als an eine klassische Massage mit Knetbewegungen. Rollen oder Massageköpfe besitzt der ThermoRed nicht. Wer eine Shiatsu-ähnliche Behandlung erwartet, dürfte deshalb enttäuscht sein.

Die Vibrationen sind kräftig und zusammen mit der Wärme angenehm intensiv. Gerade bei müder Muskulatur kann die Kombination subjektiv entspannend wirken. Allerdings ist sie nicht leise: Obwohl der Hersteller einen Betriebspegel von rund 60 Dezibel nennt, hört man den Motor deutlich. Beim Liegen können sich die Schwingungen zudem auf Sofa oder Bett übertragen.

Wärme und Licht lassen sich zum Glück auch ohne Vibration nutzen. Dadurch bleibt der Gürtel vielseitig, selbst wenn das Motorgeräusch stört.

Akku: mobil, aber mit langer Ladepause

Der integrierte Lithium-Akku besitzt eine Kapazität von 2.400 mAh und wird über USB-C geladen. Eine vollständige Ladung dauert mit 5 Volt und 2 Ampere ungefähr vier Stunden. Die Laufzeit hängt stark von den aktivierten Funktionen und Intensitätsstufen ab. Genannt werden bis zu fünf Stunden unter günstigen Bedingungen; bei gleichzeitiger Nutzung von starker Wärme, Licht und Vibration liegt sie laut unserer Erfahrung eher im Bereich von ein bis zwei Stunden.

Für mehrere 15-minütige Sitzungen reicht das problemlos. Wer das Gerät täglich mit voller Leistung nutzt, muss trotzdem regelmäßig an das Laden denken. Das Verhältnis aus rund vier Stunden Ladezeit und relativ kleiner Akkukapazität ist kein Glanzpunkt. Dafür gibt es während der Nutzung weder ein störendes Kabel noch eine externe Powerbank. Diese vollständig kabellose Konstruktion hebt den ThermoRed von vielen günstigeren Wärmegürteln ab.

Sicherheit und sinnvoller Einsatz

Die automatische Abschaltung nach 15 Minuten und die Temperaturüberwachung sind wichtige Sicherheitsmerkmale. Trotzdem sollte der Gürtel nicht unbeaufsichtigt, im Schlaf oder auf schlecht wärmeempfindlicher Haut verwendet werden. Bei Kreislaufproblemen, eingeschränktem Temperaturempfinden, Hauterkrankungen, Schwangerschaft, Implantaten oder anderen gesundheitlichen Besonderheiten sollte vor der Anwendung medizinischer Rat eingeholt und die Bedienungsanleitung beachtet werden.

BOB AND BRAD ThermoRed im Test
BOB AND BRAD ThermoRed im Test

Wichtig ist außerdem die richtige Erwartung: Der ThermoRed ist ein Wellness- und Wärmeprodukt, kein Ersatz für eine Behandlung. Plötzlich auftretende starke Schmerzen, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen oder länger anhaltende Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • schnelle und gleichmäßige Wärmeentwicklung
  • vier Temperaturstufen von 40 bis 55 Grad Celsius
  • Rot- und Nahinfrarotlicht mit vier Intensitätsstufen
  • vier kräftige Vibrationsprogramme
  • Funktionen einzeln oder gemeinsam nutzbar
  • komplett kabelloser Betrieb ohne externe Powerbank
  • gute Verarbeitung und einfache Bedienung
  • Verlängerungsgurt im Lieferumfang
  • auch an Bauch, Knie oder Schulter einsetzbar
  • automatische Abschaltung nach 15 Minuten

Nachteile

  • deutlich teurer als ein einfaches Heizkissen
  • Vibrationsmotoren klar hörbar
  • mit 680 Gramm spürbares Gewicht
  • rund vier Stunden Ladezeit
  • Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten

Fazit: Hochwertiger Wärmegürtel mit klarer Stärke

Der BOB AND BRAD ThermoRed überzeugt vor allem dort, wo ein klassisches Heizkissen unpraktisch wird. Er hält die Wärme gezielt am unteren Rücken, bleibt beim Aufstehen an Ort und Stelle und funktioniert vollständig ohne Kabel. Verarbeitung, Bedienung und Wärmeleistung hinterlassen einen guten Eindruck. Die Kombination aus vier Temperaturstufen, Rot- und Nahinfrarotlicht sowie kräftiger Vibration bietet zudem mehr Einstellmöglichkeiten als viele einfachere Modelle.

Perfekt ist der Gürtel dennoch nicht. Die Vibration ist deutlich hörbar, das Gewicht macht sich bemerkbar und nach jeweils 15 Minuten ist ein Neustart nötig. Auch die lange Ladezeit passt nicht ganz zum vergleichsweise kleinen Akku.

Für Menschen, die während der Anwendung beweglich bleiben möchten und regelmäßig eine intensive, punktgenaue Wärme am unteren Rücken schätzen, ist der ThermoRed eine durchdachte Premium-Alternative. Die stärkste Funktion ist dabei nicht das Rotlicht und auch nicht die Massage, sondern die konsequent umgesetzte kabellose Wärme.

Zum BOB AND BRAD Wärmegürtel

Gewinnspiel: Gewinne einen BOB AND BRAD ThermoRed im Wert von 159,99 Euro

Wir verlosen einen BOB AND BRAD ThermoRed im Wert von 159,99 Euro unter allen Newsletter-Abonnenten von BASIC thinking. Du musst also nur am Stichtag 30. Oktober 2026, 12 Uhr unseren Newsletter abonniert haben und uns bis dahin einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen, warum du den BOB AND BRAD ThermoRed gewinnen möchtest.

Den Gewinner oder die Gewinnerin ziehen wir am 30. Oktober 2026 und benachrichtigen ihn oder sie anschließend per E-Mail. Wir wünschen viel Glück!


Einsendeschluss ist Freitag, der 30. Oktober 2026, 12 Uhr. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden ausschließlich korrekt ausgefüllte Kommentare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Der Gewinner wird per E-Mail informiert. Der Gewinnanspruch verfällt nach Ablauf von einer Woche, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder sich dieser nicht innerhalb von einer Woche nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels (BASIC thinking GmbH) meldet. Die  Daten der anderen Teilnehmer werden nicht an Dritte weitergegeben oder zu anderen Zwecken genutzt.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,1 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

STELLENANZEIGEN
Anforderungs- und Projektmanager touristische...
trendtours Holding GmbH in Eschborn
Business Development Manager – Data &am...
itmX GmbH in Pforzheim
Social Media Manager*in
Bettenhaus Zehlendorf Karin Schmitt Gmbh &... in Berlin
Development and Integration Engineer for MEMS...
Bosch Gruppe in Dresden
Content Creator (m/w/d) mit strategischem Blick
Christliches Jugenddorfwerk Deuts... in Ebersbach a....
Social Media Manager – Webkommunikation...
Open Experience GmbH in Karlsruhe
SEA Manager (m/w/d) für Der Aktionär, Börse O...
Börsenmedien AG in Kulmbach, Bayreuth, Coburg, Nünbe...
Pflichtpraktikant:in im Content & Social ...
Neopubli GmbH in Berlin
Teile diesen Artikel
Christina Widner ist Service-Redakteurin bei BASIC thinking und BASIC thinking International.
Keine Kommentare