In Deutschland sind momentan rund 75 Millionen Menschen gesetzlich krankenversichert. Die meisten davon verteilen sich zudem auf nur wenige Krankenkassen. Welche Anbieter die meisten Mitglieder haben, verraten wir in diesem Artikel.
Dass die deutschen Krankenkassen momentan unter den Belastungen ächzen, ist bekannt. Die Mitglieder werden im Schnitt immer älter – damit steigen die Ausgaben schneller als die Zusatzbeiträge. Deshalb wird diskutiert, Geld einzusparen, indem es in Zukunft weniger, aber dafür größere Anbieter gibt. Damit hätte man weniger Verwaltung, Vorstände und andere Kosten. Aber wer sind derzeit eigentlich die größten Kassen im Land?
So effizient sind Krankenkassen
Tatsächlich gab es Anfang der 1990er Jahre noch über 1.200 Krankenkassen in Deutschland. Inzwischen ist die Zahl auf 92 gesunken. Und für das kommende Jahr sind weitere Fusionen geplant. Ohnehin bündeln die größten zehn Anbieter schon jetzt mehr als zwei Drittel aller Beitragszahler. Ob weitere Zusammenschlüsse das Problem lösen, steht aber in den Sternen. In den letzten Jahrzehnten scheint es nichts genutzt zu haben.
Die Mitgliederzahlen für unser Ranking stammen aus einer Studie des DFSI, die sich mit der Finanzkraft gesetzlicher Krankenkassen beschäftigt. 71 Anbieter wurden untersucht, allerdings wurden nur in 40 Fällen vollständige Daten eingereicht. Die Untersuchung zeigt auch, dass die Verwaltungskosten nicht unbedingt mit der Größe sinken. Kassen mit mehr als einer Million Mitglieder kommen im Schnitt auf 198 Euro Verwaltungskosten pro Versichertem. Bei Kassen mit 500.000 bis einer Million Mitgliedern sind es hingegen nur 168 Euro.
Gewinner der Studie ist die BKK firmus – eine relativ kleine Krankenkasse, die es im Mitglieder-Ranking nicht in die Top Ten schafft. Ebenfalls knapp gescheitert sind die AOK Hessen und die KKH. Wer hingegen ganz oben vertreten ist, verraten wir in der folgenden Rangliste. Gezählt werden nur zahlende Versicherte; Familienangehörige sind nicht enthalten.
Platz 10: AOK NordWest
Auf Rang zehn liegt die AOK NordWest. Sie zählt laut der Untersuchung 2.224.607 Mitglieder – die Daten stammen aus dem Jahr 2025. Gegenüber 2021 ist das ein kleines Plus von 2,0 Prozent. Im Finanzkraft-Ranking erreicht sie 72,29 von 100 möglichen Punkten.










