Grün

Diese Tech-Bäume saugen Emissionen auf

Green City Solutions
Foto: Screenshot / Green City Solutions
geschrieben von Marinela Potor

Mehr als 90 Prozent der Menschen atmen täglich schlechte Luft. Das möchte das Berliner Start-up Green City Solutions mit High-Tech-Bäumen ändern.

Wusstet ihr, dass über 90 Prozent der Menschen auf dieser Welt täglich schlechte Luft atmen? Oder, dass etwa drei Prozent aller Todesfälle im Jahr auf schlechte Luft zurückzuführen sind? Vor allem große Städte in Asien und Afrika sind davon betroffen, aber auch in Europa gibt es einige Hotspots.

Die Ursache dieser verpesteten Luft sind vor allem Abgase. Sie stammen von Haushalten, Industrieanlagen, Schiffen und Fahrzeugen. Nun kann man einerseits versuchen, die Emissionen an sich zu reduzieren. Oder man kann dort ansetzen, wo sie neutralisiert werden – bei den Pflanzen.

Das ist der Ansatz von Green City Solutions.

Die Idee

Das Start-up aus Berlin hat ermittelt, dass vor allem bestimmte Mooskulturen schädliche Emissionen wie Stickoxide und Feinstaub besonders gut filtern. Sie wirken wie natürliche Emissionssauger.

Doch leider sind diese Mooskulturen in Städten nicht überlebensfähig. Wasser, Schatten und Sonne müssen in einem ganz spezifischen Verhältnis zueinander stehen, damit diese Kulturen wachsen und gedeihen.

Da dies auf natürlichem Weg in Städten nicht funktioniert, hat Green City Solutions kurzerhand eine künstliche Version dieser Bäume geschaffen.

Die Technologie

Diese Bio-Tech-Moose sind eine Mischung aus natürlichen Pflanzen und IoT. Die Mooskulturen werden an einer Art Wand befestigt. Darin befindet sich smarte Technologie, die in Echtzeit prüft, was die Pflanzen gerade brauchen und dafür sorgt, dass sie es bekommen.

Die Qualität der Moose sowie ihre Leistung wird konstant gemessen und verbessert. Die Wirkung ist erstaunlich. Ein „Baum“ von Green City Solutions bewirkt so viel wie 275 echte Bäume.

Die ersten Bäume stehen bereits. Neben deutschen Städten wie Castrop-Rauxel und Hamburg haben auch andere Länder das Konzept ausprobiert. City Trees gibt es mittlerweile auch in der Schweiz, in England, Schottland, Belgien, den Niederlanden, in Frankreich und Italien.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.