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Robert Basic

Valleywag, das US Pendant zur Blogbar, kritisiert, dass bekannte US Blogger wie zB Arrington (Techcrunch) oder Om Malik für Microsoft Werbung machen. Nicht auf die übliche Weise, dass sie irgendein Banner schalten, sondern sie haben irgenwelche Werbesprüche rezitiert. Diese finden sich auf der Kampagnenseite wieder: Microsofts Werbesite mit dem Slogan „People Ready“, Michael Arringtons Werbetext dazu (auch auf der Kampagnenseite).

Also? Der Werbeüberträger distanziert sich nicht von der Werbung, sondern wird zu einem Empfehlenden in persona. Also das, was im Fernsehen oder allg. in der Presse als ein No Go für Journalisten in der Theorie gilt (zB sind deutsche Automagazine bekannt für ihre extreme Professionalität gegenüber den deutschen Autokonzernen). So bekamen deswegen ein Johannes B. Kerner, ein Ulrich Wickert aber auch die eine Nachrichtenspeakerin, die wegen ihrem Buch gegangen wurde (Name vergessen), ihr Fett ab. Als Journalist darf man keine Werbung machen, die allgemeingültigen ethischen Vorstellungen verbieten das. Da sonst die Integrität flöten gehen würde. So die Theorie.

Und genau das ist jetzt das sich aufschaukelnde Thema in der US Blogosphäre, das ein Kommentator auf Crunchnotes wunderbar zusammenfasst:

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What a coup for Microsoft – all this publicity *and* no bill for the ad! [weil die Agentur die verweisenden Werbebanner aus den betroffenen Blogs zurückgezogen hat]

The credibility issue comes down to the question of are you (in the ad box) a celebrity (and therefore endorsement is already accepted in the mainstream) or a journo (and there are standards/rules about cash for comment in some countries) – or some kind of celebrity journalist, in which case you’re on a tight rope. Not for us to judge or advise on the best way to go…

The web media arena – journalistic or celebrity stlye – has a lot of growing up to do to ‘find itself’.
(Daintree)

Also, ist ein Blogger wie Arrrington oder Malik ein Journalist, ein VIPender Journalist oder vielmehr eine „Celebrity“? Arrington sieht sich wohl eher als Celebrity (auch wenn er es nicht selbst verstanden hat, worum es geht:), Malik entschuldigt sich und sieht sich als Journalist.

Süß, dass die Blogosphäre weiterhin die Realität imitiert. Was ein Wunder, sind doch Blogger Menschen und kein Blogger-Es:))) Aber auch lehrreich für Blogger, wie man von außen wahrgenommen wird. Je bekannter so ein Topblogger insbesondere in den USA ist, desto eher dürfte er als VIP wahrgenommen werden. Solange er sich nicht explizit dem Lager der Journalisten zuordnet, wie Malik es getan hat, wird er als VIP-Journalist wahrgenommen und bewegt sich damit werblich in der ethischen Grauzone. Andersherum kann man je schlecht sagen „hey, ich bin eine Berühmtheit und kein Journalist, was wollt ihr“, um seine Hände im ethischen Wasser höchsten Reinheitsgebots zu waschen.

Wobei sich für mich die Frage der Integrität nicht mal ansatzweise stellt, da die Chance wohl wesentlich niedriger ist, einen integren Journalisten anzutreffen, als einen Blogger, dem die Leser viel unmittelbarer auf die Finger klopfen, wenn was schiefläuft. Insofern muss man Valleywag zwar zu Gute halten, dass sie das Thema aufgegriffen haben, nur „lösen“ wird es keiner. Es wird also viel erzählt werden, am Ende wird keiner wirklich schlauer sein. Ich auch nicht. Am besten nimmt man ein Gänseblümchen und fängt an „mach ich“, „mach ich nicht“, „mach ich“…

via Blogbar

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.