Tiefe und Bloggen

komisch, je länger ich blogge, desto mehr fehlt mir persönlich die Tiefe bei bestimmten Fachgebieten. Nun zehrt einmal das Bloggen häufig vom tagesaktuellen Geschehen, dem News-Charakter. Aber auch dem Problem, dass Themen über zig Artikel zebröselt werden, die wenig zusammenhängen und zeitlich bedingt häufig sehr weit auseinanderliegen. Dabei reicht es eben nicht, dass man in einer Kategorie XYZ alle Artikel zum jeweiligen Thema vorfindet. Das merke ich insbesonders an Fachblogs rund um Gründer- und Webthemen. Man kann ebenso andere Themenbeispiele nehmen. Irgendwann kommt eben der Punkt, wo das Bloggen alleine nicht mehr ausreicht, um ein Thema wirklich gut aufzubereiten.

Also? Ich würde gerne eine Webseite starten, die ein Themengebiet fokussierter und gründlicher beackert, als es eine chronologisch angeordnete Seite (Blog eben) leisten kann, selbst die Wikipedia ist mir da viel zu flüchtig und es mangelt an Tiefe.

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Konkret welche Themen? Wie bereits angesprochen, soll es um das Thema Web iA gehen. Insbesonders hier das Phänomen Social Networking zum Start. Heißt: natürlich soll es nicht bei einem Thema stehenbleiben, sondern mit der Zeit erweitert werden. Ziel ist, konkret am Beispiel SN, dass man das Phänomen verstehen lernt, einzelne Social Networks wie Facebook auseinandernimmt, welche Elemente ein SN funktional ausmachen, was User bewegt, wo informative Seiten zu finden sind. So könnten natürlich auf Wunsch deutschsprachige Anbieter aus ihrer Sicht schildern, welche Erfahrungen sie gesammelt haben, was sie da überhaupt gebaut haben und warum. Andere Themen könnten sein? Wie baut man denn überhaupt “gute” Webseiten, um sie erfolgreich zu machen? Man kann auf die immer größer werdende Welt der Videohoster eingehen, inkl. Anbietern wie Joost (also IPTV auch). Klar, immer noch fehlt mir eine grundlegende Seite, die das Thema Blogging auseinandernimmt. Auch das. Ein weiteres Riesenthema wären Web-Startups. Lauter Copycats, mangelnde Erfahrungen, undurchsichtige VC Verträge, viele Fragen, wo man immer noch im Netz nur grundlgendes Blabla zum Gründen selbst, aber nix konkretes und detailiertes zum Gründen eines Webstartups vorfindet.

Wie? Da nicht einer allein sowas aufbauen kann, reicht ein popeliges Blog nicht. Entweder eine Mischung aus Blogs und Wiki, beide separat auf einer Domain installiert (Vorteil eines Blogs: neue Artikel “stehen oben” und man verleiht ihnen eine gewisse Prominenz und vernetzbare Sichtbarkeit). Oder? Nach einem Telefonat mit Oli Gassner stehe ich nun vor der Qual der Wahl: MediaWiki, Serendipity mit Wiki-Plugin oder PBWiki. Was nehmen?

Ziel: das neue Web mit all seinen Facetten verstehen lernen. So dass Neulinge, aber auch Erfahrenere Poweruser davon profitieren können. Ebenso Webgründer, Journalisten, Akademiker. Die sich im wikischen Sinne einbringen können. Weg vom flüchtigen Bloggen. Wenn man so will, läuft es auf eine Wikipedia mit dem Fokus aufs Internet hinaus, jedoch auf einzelne Themen fokussierter und geballter, statt eine Ansammlung von miteinander wie auch immer verlinkten Artikeln zu sein.

Grundfrage: besteht Interesse dran, sich mit aktuellen Themen des Netzes auseinanderzusetzen? Und viel mehr Tiefe als die Wikipedia es leistet zu schaffen? Kann man bei der Themenerstellung auch auf eine Mischung aus Wiki und Blog-Carnival zurückgreifen? Ideen, Feedback, Anregungen? Alles noch very early.

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44 Kommentare

  1. C.J.

    Hm, also eine Art moderierter Wiki mit Blogcharakter?
    Das würde wohl mit den Urheberrechten der einzelnen Blogs kollidieren, auf denen die Ursprungsbeiträge stehen.

    Also eigenen Content schaffen? Einmal von den zu erwartenden Klagen und Schimpfereien der Blogs abgesehen, von denen man “abschreiben” würde, kommt mir das wie ein langsamer Tod vor, so etwas zu pflegen.

    Oder nur eine Art Linkliste auf die fremde Blogbeiträge? Diese jedoch kategorisiert und kurz umrissen? Hm…

    Im Grunde hört sich das alles an, als ob man sich am Ende tot dokumentiert.

  2. Robert Basic

    von Blogs kann ich zum Thema Social Networking momentan nix Grundlegendes abschreiben. Aber die Frage nach einer Blog-Parade: keine Ahnung, ist eine Idee, mehr nicht.

  3. Matthias

    Ein interessanter Gedanke. Konservative Zeitgenossen würden hier aber darauf verweisen, dass man längere und tiefergehende Artikel in Fachzeitschriften und noch längere Abhandlungen als Bücher publizieren könnte. Dabei würde man allerdings das “Web 2.0″ weitgehend verlassen (Medienbruch).

    Einige prominente amerikanische Blogger tun genau das (etwa Andrew McAfee, Guy Kawasaki, Seth Godin…). Sie führen einerseits ein populäres Blog, schreiben aber auch Bücher und/oder publizieren Artikel in (renommierten)Fachzeitschriften.

    Wenn Du hingegen konsequent im Internet bleiben möchtest und das auch im Stil des Web 2.0, bleibt Dir nur, ein Wiki zu eröffnen. Dabei sollte die Autorenschaft nicht gänzlich frei sein (wie bei der Wikipedia), sondern als geschlossene Benutzergruppe, für die man sich bewerben muss. Das würde die Qualität hoch halten und die (zeitraubende) Arbeit mit “Sabotage-Einträgen” verhindern.

  4. Florian

    Grundsätzlich stimmt es natürlich das man mit Blogs Themen nicht vertiefen kann. Vor allem, da die Leser ja nicht bei 0 anfangen, sondern bei Beitrag XX einsteigen. Die Frage daher immer, was kann man vorraussetzen, wieviel Hintergrundinformation muss ich jedes Mal dazu schreiben.
    Ich denke für eine Plattform, mit Hintergrundinformationen zu den Themen Web 2.0, (Internet) Startups, Social Networks wäre ein Wiki tatsächlich am besten geeignet (ich bevorzuge MediaWiki, finde ich einfach am besten). Dazu aber ein belgleitendes Blog, das hauptsächlich Metainformationen beinhaltet. Also zB wöchentliche Zusammenfassungen was sich alles getan hat, Hinweise auf komplett neue Themen, etc.
    Finde ich grundsätzlich aber eine gute Idee von dir.

    Noch was: Auch zB Profile von Web 2.0 Startups (bevorzugt deutsche) wären in dem Wiki sicher interessant.

  5. fischkopp

    Das hört sich für mich vom Aufwand her eher so an als ob das mehr was für den Rahmen einer Diplomarbeit oder Doktorarbeit wäre.
    Letztlich ist das wohl ohne eine Konzentration auf eine Person die wirklich Zeit dafür hat nicht machbar. Denn “nebenbei” ist das meiner Meinung nach von einer Person nicht zu schaffen. Aufgrund des viel zu hohen Koordinationsaufwands kommt auch ein Autorenkollektiv in einem Wiki zu nicht in Frage. Ein Kollektiv ist in dem Moment auch ungünstig weil dann wieder die “Tiefe” flöten geht.

  6. Lothar Baier

    Du willst auch Anfänger mit Deinen Inhalten ansprechen? Dann lass die Finger von einem Wiki! Meine Erfahrungen im Kundenkreis der wenig Computer-Erfahrenen zeigt ziemlich deutlich, dass die Leute bei einem Wiki nur fündig werden, wenn sie einen genauen Suchbegriff haben.

    Aber gerade wenn Du über Neues ausführlich schreiben willst, dann wirst Du Leser anziehen, die die Begrifflichkeiten nicht kennen. Und die brauchen eine deutliche Struktur und Navigation.

    Ich habe im vergangenen Jahr versucht, ein Stadtportal auf der Basis eines Wikis aufzuziehen, und bin damit erbärmlich gescheitert. Die Leute haben einfach nicht begriffen, wie man mit Wiki-Links eine Struktur aufbaut und erweitert.

    Heute läuft das Projekt mit einem CMS im Hintergrund, die Leute schreiben Ihrer Beiträge in ein Formular und ich ordne Sie der Struktur zu. Ist für mich nur noch 10% der Arbeit.

    Wenn Du magst, ruf mich mal an, ich hab noch einige Erfahrungen und Ideen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

  7. Thorsten

    Ich finde die Idee von Florian zusammen mit Matthias’ Anregungen sehr gut.

    Wiki + Blog mit Metainformationen.

    Wie man den Nutzerkreis ausdehnt, sollte jedoch genau durchdacht sein, aber da das Thema Social Networking behandelt wird, könnte das der Anstoß für das inhaltliche Match sein.

    Mein Interesse wäre sehr hoch, da mitzumischen.

  8. soeren onez

    Warum probierst du nicht eine Mischung aus Web und Publikation aus, wie es z.B. Jan mit seinem Uploud-Magazin versucht. Du sprichst fähige Leute an und ihr schreibt zusammen zu einem Thema, wie weit auch immer gefasst, wie tiefgehend oder für Anfänger geeignet auch immer. Dann ist natürlich noch die Frage, wie das ganze interaktiv zu gestallten, aber da ist ein Forum, oder Blog gut für geeignet, so hielt sich zwar die Diskussion in Grenzen beim Erscheinen des ersten Upload, aber ich denke schon, das das eine Form sein könnte Onlineprodukte mit der Qualität von Print zusammenzubringen und sowohl Einsteigern, wie Profis ihr Lesefutter zu geben.

  9. Torsten

    Grundsätzlich wäre die Idee einen Versuchsballon wert, ich wäre da aber eher vorsichtig pessimistisch, wie das ankommt.
    In der Wikipedia herrscht häufig ein paranoides Verhältnis zu Web-2.0-Projekten, die gerne durch Löschantrag scheitern. Da bleiben viele interessante, kleinere Projekte außen vor.
    Allerdings würde ich die Finger von MediaWiki lassen. Der Vorteil, dass die Syntax aus der Wikipedia bekannt sein könnte, wird durch den argen Adminaufwand (häufigere dringende Sicherheitsfixes, aufwändigere Konfiguration etc.pp.) leider mehr als aufgewogen. Serendipity ist im Backend v.a. für Anfänger sehr smart und ansprechend, brauchst nur einen fixen Server.

  10. Daniel

    *lol*

    “To demonstrate world-class expertise, avoid quickly written, shallow postings. Instead, invest your time in thorough, value-added content that attracts paying customers.”

    Jakob Nielsen

  11. mikel

    schau Dir doch mal (technisch)http://www.lesezeichen.szylla.net/
    an. Werner hat ein wiki mit wordpress gekreuzt.

    Wenn ich aber soetwas planen würde dann würde ich im low-budget Bereich b2evolution.net mit seiner multiuser-multiblog-multilanguage-Fähigkeit benutzen und via skins eine wiki simulieren oder die 199$ für die http://expressionengine.com/ (siehe als Beispiel ITW samt mac essentials z.B.) ausgeben.
    Ich kenne zwar nur den freeware Vorläufer p-machine von innen, aber bereits der hatte es in sich. expression-engine verbindet alles. CMS/Blog Forum/ wiki…

    nur so eine Idee

  12. Stefan Waidele

    Ich bin ja selbst über die Wikis ins Web 2.0 gekommen und habe sogar mein Blog Ursprünglich mit DokuWiki als CMS begonnen.

    Nach einigen Jahren LinuxBasics.org kann ich auch sagen, dass wir kein einziges Mal probleme mit Vandalen hatten. Liegt vielleicht daran, dass wir nur registrierte Benutzer editieren lassen. Diese Registrierung ist aber offen, also kein wirkliches Hinderniss.

    DokuWiki bietet z.B. einen RSS-Feed für Änderungen an, lässt sich also blog-ähnlich lesen.

    Sowohl bei Wikis als auch bei Blogs ist es jedoch schwer, die Inhalte in eine Übersichtliche Struktur zu bringen (als Beispiel, wie es doch klappt, wieder der Hinweis auf LinuxBasics.org, aber das ist ein Hack, der nicht wirklich ideal ist). Dazu braucht es dann doch ein richtiges CMS…

    So, wenn ich jetzt noch weiterschreibe, dann gibt’s noch nen eigenen Artikel… :)

  13. Bertram

    Aus meiner Erfahrung kommt ein Wiki nicht wirklich gut an, zumindest wird das “Internet Video Business Wiki” außer von mir von kaum einem dazu genutzt Informationen hinein zu tragen.

    Deshalb bin ich gerade dabei mir eine alternative Lösung zu überlegen, die den Datenmehr Struktur gibt und gleichzeitig neue Artikel und Informationen stärker belohnt als dies in einem Wiki der Fall ist. (automatische Verknüpfungen wäre auch nett). Nur die optimale Lösung dafür hab ich noch nicht gefunden – tendiere gerade zu Expression Engine.

    Btw. Whitepaper (für mehr Infos) als PDF funktionieren sehr gut ;-)

  14. blogschrift

    Ich finde die Idee gut und spannend und würde dazu gerne was beitragen, zum Beispiel zum Thema der “Ökonomisierung der Bekanntschaft im Web 2.0″ o.ä.

    Meine Vorredner scheinen ja nicht viel zu geben auf die “Wisdom of the Crowd”, hat man hier schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht?

    Nichtsdestotrotz: Kollaborative Arbeit an Aufsätzen würde ich sehr spannend finden, es muß ja nicht so sein wie bei Adorno/Horkheimer, deren gemeinsame Arbeit von Henscheid so brillant persifliert wurde: A. bricht mitten im Satz ab und geht schlafen, H. steht auf und schreibt den Satz zuende… ;-)

    Aber gerne hätte ich früher manchmal bei wissenschaftlichen Arbeiten (auf dem unvernetzten Computer) in den Text geschrieben “wird später nachgeprüft” oder “das hier noch weiter ausführen”. Vielleicht klappt sowas ja hier und heute?

    Der Ansatz eines Wikis ist halt (nach meinem Empfinden) sehr enzyklopädisch, sehr buchhalterisch. Etwas chaotischer dürfte es schon sein, eine Online-Mindmap, deren Äste einer (oder viele?) strukturiert und die von vielen mit Inhalten gefüllt werden.

    Die Anregung von soeren onez erscheint mir am plausibelsten. Vielleicht kann man die “Crowd” gemeinsam ein Buch oder Magazin entwerfen lassen (Thema, Kapitel, Unterkapitel etc.) Guy Kawasaki hat das mit seinem Publikum ja mal durchexzerziert. Wenn die Struktur steht, machen wir ein Wiki auf und legen los.

    Das Buch wird, Lawrence Lessig auf der Spur, ein permanenter Remix (was kümmern uns die Verlagstraditionen und Verwertungsinteressen).

    Die erste gemeinsam geschriebene Doktorarbeit und wir können uns alle Dr. dig. (für digital) nennen… ;-)

  15. Matthias

    Ich würde ja eine Jimdo-Page empfehlen ;). Jetzt im Ernst, leicht editierbar, leicht strukturierbar, super mit jeder Form von Inhalten. Sie hat allerdings keine Wikifkt (ist die wirklich nötig für so ein Projekt?) und (noch) kein RSS-Feed. Den wirst du wahrscheinlich brauchen, oder?

  16. Christian

    Was Du da beschreibst ist das gute alte Buch, was ja auch andere schon vorgeschlagen haben.
    Gerade “Anfänger” (wie ich) greifen doch schnell zu einem Buch weil es ein Thema in kompakter und in didaktisch vernünftiger Reihenfolge vermittelt. Auch Bücher können im Web2.0-Stil zumindest von mehreren Autoren geschrieben werden. Um dem Leser veränderliche Informationen zur Verfügung zu stellen, verknüpfen – wie bereits kommentiert – viele Autoren von Internet-Themen ihr Buch mit einer Website, was ja auch werbetechnische Auswirkungen hat!

  17. Igor

    Komisch, dass das Wort Bliki noch nicht gefallen ist. Ein Blog-Plugin für DokuWiki gibt es schon.
    Best of both worlds.

  18. Karrierebibel

    eine eigene seite zu einem spezifischen thema hat immer den nachteil, dass die meisten doch zunächst über große vorhandene portale wie wikipedia & co. gehen. handelt es sich also um eine reine faktensammlung, warum nicht diese offenen portale anreichern.

    etwas anderes ist die kommentierung, einordnung und aufbereitung solcher fakten. und genau dann bist du bei einem klassischen magazinartikel mit all seinen elementen. das fände ich viel interessanter, lebt aber vor allem von der glaubwürdigkeit und kompetenz des autors. und natürlich von der aktualität, also der kommentierung neuer entwicklungen. aber kann das ein wiki leisten? ich denke nicht…

  19. Torsten Hornung

    Oh wie schön Robert: es ist Crowdsourcing als SN! Und hier würde ich der Empfehlung von Lothar Baier einmal vertiefend folgen.

    Nachdem mich Henning mit Crowdsourcing angefixt hat und es hier im Business damit perfekt klappt kann ich dich darin nur bestärken!

    Es interessiert mich!

  20. oliverg

    Nachdem wir gestern zu dem Tema gesprochen haben fiel mir heute unter der Dusche ein:
    Bloggen/Schreiben ist Arbeit und fürs eigene Blog macht man sich die.
    Würde man sich die auch für ein Gruppenwiki machen? Siehe Wikipedia?
    Würde generell eine Businesswikipedia funktionieren?
    Vielleicht – v.a. wenn ich ggf. durch das networking der Schreibenden untereinander einen mehrwert habe (Frag mal den X der kennt sich mit y besser aus als ich). Aber dann hat man wieder die Schwierigkeit die Beitrge zu einzelnen zuzuordnen.
    Ich hab immer auch mal über Arten nachgedahct, Blogs/beiträge thematisch zu aggregieren. Also: Sowas wie “Digg meets delicious” aber ‘vertikal’ zu bestimmten Themen.
    Als du das getsren sagtest fiel mir übrigens noch ‘Squidoo’ ein, aber ich habs dann nicht erwähnt weil wir auf die wikiblogschiene gekommen sind.

    Das war konfus, schließlich ist Samstag… an sich les ich gred Harry Potter ;)

  21. Thorsten

    Grundsätzlich finde ich deine Idee prima. Allerdings stell ich es mir sehr schwer vor bei deinen gewünschten Zielgruppen allen gerecht zu werden. Der Ansatz Power-User UND Neulinge mit Content zufrieden stellen zu wollen, ist schon oftmals kläglich gescheitert. Da kommt man wieder nicht daran vorbei, Beiträge user-spezifisch zu verfassen, die Seite in verschieden Bereiche aufzuteilen etcpp. Das scheint mir dann gefährlich in Richtung eierlegende Wollmilchsau zu driften. Außerdem sehe ich große Probleme darin, geeignete Software zu verwenden, mit der du Newbies nicht gleich abschreckst. Die ganze Wiki-Verwaltung und das Handling sind mir persönlich eindeutig noch zu nerdig. Aber vielleicht entwickelst du ja auch den grandiosen Mittelweg ;)

  22. derherold

    Tiefe und Bloggen schließen sich ja eigentlich aus … ;)

    Natürlich kann man ein Blog auch monothematisch bearbeiten. Aber ein Autor, der aufgrund seiner “Themencredibility” geschätzt (und gelesen) wird, ist kaum in der Lage, eine Entwicklung nahezu vollständig abzubilden.

    Wiki plus Blog plus Forum plus bearbeitete/zitierte/aktualisierte Blogroll wäre wohl die beste Lösung.

    … aber auch eine Herkulesaufgabe, die irgendwann bei den Nutzern zum Informations-overkill führen kann.

  23. Robert Basic

    ui, dachte, das interessiert lediglich am Rande. Werde mir die einzelnen Vorschläge und Gedanke später zu Gemüte führen. Werds zusammenfassen und daraus weiterspinnen. Danke soweit für die Mitdenke!

  24. Holzi

    Hi Robert,
    jetzt kommst du aber auf die Schiene von dem wo ich immer schon bin, nur das bei mir das Blog fehlt und ich daran arbeite wie man das ändern könnte und wie man es macht das andere auf der Seite mitarbeiten. Denk mal an die Cebit, das gespräch beim Mittagessen, man sollte mal über den Tellerrand schauen und die Sache anders angehen.

    MfG

    Michael Finger
    Holztechniker

    ps.: wann kann man dich am besten Telefonisch erreichen???

  25. Markus

    Genau deswegen ist mein Blog baden gegangen. Ich schreibe zwar gerne, aber leider viel zu lange Artikel. In kürzeren Aufsätzen hat sich eben meiner Meinung nach der Inhalt nicht sinnvoll präsentieren lassen.

    Zudem ist die Sortierung der Artikel a la “neueste zuerst” dumm, wenn man Gedanken spinnt, die nicht nur tagesaktuellen Mist umfassen.

    Soweit mein Beitrag zur Blogwelt: Format (leider) ungenügend. Und so stehe ich vor dem gleichen Problem wie du, Robert. Bin schon gespannt, ob dir was kreatives einfällt!

  26. Markus

    BTW: Ich kenne niemanden, der nicht selbst bloggt UND DENNOCH weiß, was RSS ist…. wer nun ein RSS Feed als zentrales Feature anpeilt, hat eine sehr eingeschränkte Zielgruppe im Auge.

    Oder wird RSS JETZT (endlich!?) mordsbekannt werden? Dass ich nicht lache…. aber nun gut, unter den Bloggern – die sich das immer wieder gegenseitig bestätigen – ist RSS das Maß der Dinge. Nur schade, dass diese Gemeinschaft vergisst, die klein und doch überraschend geschlossen sie ist: Ich kenne nämlich auch niemanden, der Blogs liest regelmäßig und selbst keines hat.

    Gegenargumente? Statisitken? Umfragewerte? Studien? Bin gespannt :)

  27. Robert Basic

    ein Feature ist ein Feature:) Wenn X % so ein Feature benötigen, ist es doch kein Problem, solange die Nachfrage nicht im Promillebereich liegt;)

  28. Armin

    Markus:

    Meine Mutter liest mein Blog taeglich. Meine Onkel und Tanten lesen mein Blog wenn sie mal online sind. Meine Schwester guckt alle paar Tage mal in mein Blog. Mein Boss liest mein Blog mehr oder weniger taeglich. Einige meiner Kollegen gucken immer wieder mal in mein Blog. Verschiedene meiner Freunde und Bekannten lesen mein Blog regelmaessig. Viele meiner Leser aus allen moeglichen Laendern kommen regelmaessig wieder.

    Und jetzt darfst Du mal raten was diese Leute alle nicht haben?

    Richtig. Ein Blog. Mit dem richtigen Thema ueberhaupt kein Problem.

    Mal davon abgesehen, vielleicht nicht unbedingt in Deutschland, aber RSS ist schon lange im Mainstream angekommen. Braucht vielleicht manchmal etwas Hilfe wie z.B die wirklich gute Erklaerung bei der BBC (die ich bei mir auf dem Blog zur Erklaerung was man mit meinem RSS feed machen kann verlinkt habe), aber dann geht das ziemlich fix.

    Ach ja, meine Mutter (66) hat zumindest meine Feeds abonniert, in Firefox. Geht da ziemlich einfach. Was RSS ist weiss sie nicht, aber was man damit machen kann. Und das reicht fuer sie. Und mich.

  29. Jochen

    Servus,

    ohne die Kommentare alle gelesen zu haben – was haltet ihr von der Wikiversity, der Wikipedia-Uni für dieses Vorhaben?

    Meiner Meinung ist das doch genau das richtige, wenn es zu einem bestimmten Thema kollektiv in die Tiefe gehen soll.

    Hier geht es zur Wikiversity Startseite:
    http://de.wikiversity.org/wiki/Hauptseite

  30. oliverg

    Ein Blki (z.b. MoinMoin mit Blogpligun oider Serendipity mit Wikiplugin hatte ich Robert am telefon epfohlen.

    Das Newbieproblem kann man ggf. damit lösen, dass man Artikel verschiedener ‘Schwierigkeit’ platziert (1-5 Gehirne? ;) )

  31. klaus-martin meyer

    Hallo Robert,

    das erinntert mich an ein meiner meinung nach tolles konzept aus der bubble 1.0.
    meome war damals das portal der portal.
    ich habe das Hanf-Portal beackert. es hatte eine artikelebene, ähnlich einem blog nur ohne kommentarfunktion. dann gab es eine katalog-ebene, so dass man ein themengebiet recht umfassend behandeln konnte.

    grusz
    klm

  32. Monika

    Hallo Robert,

    mal ein wenig meine allerersten Gedanken hier reinstell, die ich so hatt beim Lesen:

    eine Website wird dann als Blog betrachtet, wenn die Artikel in zeitlicher Reihenfolge geordnet werden – siehe zb Deine Linkstruktur.

    durchbricht man diese Gedanken – so ist zb WordPress nichts anders als ein CMS.

    Schlanker als so manches andere und dadurch auch leichter “missbräuchlich” zu verwenden.

    Artikelserien zu machen ist leicht möglich.
    Dies ist ebenfalls eine Vertiefung eines Themas und sogar zeitlich unabhängig.

    Die ganzen Blogparaden oder wie auch immer sie genannt werden sind der Versuch ein Thema mehrfach zu beleuchten und so zu vertiefen.

    Wie auch immer es oftmals gelingt.

    Gemeinsam an was zu arbeiten wie bei Wikipedia verliert sich in vielen DIngen und scheitert oftmals bereits an der Technik des WIkis wie hier bereits festgestellt wurde.

    Gastautoren einladen ist dann die andere Möglichkeit.

    basicthinking.de/blog/ ist bekannt als Newslieferant,als Quelle des *da findet sich vieles*.

    zb wäre ja auch basicthinking.de/journal/ möglich.

    Bekanntes ,Vertrautes mit Neuem und das *Alte* nicht vergessend.

    lg
    Monika

  33. Robert Basic

    danke fürs Feedback. Ein kleiner Punkt: was nicht in die Tüt kommt, ist das Verknüpfen mit meinem Blog. Ich emfpinde das als unhöflich und schmarotzend, wenn andere Artikel erstellen, meine Seite davon aber profitiert. Es wird also ne separate Domain.

  34. Monika

    Auch ein Nachtschwärmer;)

    ist ein edler Gedanke Robert.
    doch auch diese andere Domain gehört *einem*.
    es arbeiten also dann immer andere am Content für den *einen*.

    absichtlich so neutral formuliert,weil ichs ja nicht genau weiß.

    viel Freud und Spaß und Lust und Erfolg – wie auch immer definiert.

    lg

  35. Robert Basic

    njet und yep.. also keine Person mehr, die das besitzt, die Domain..
    Am 20. Juni 2003 schließlich verkündete Wales die Gründung der Wikimedia Foundation und übereignete der Non-Profit-Organisation die Server, auf denen die Wikis liefen, und die Namensrechte, die bis dato bei Bomis oder ihm persönlich lagen.
    ;)

  36. Monika

    ja ich versteh was Du meinst.
    Ein (Domain)Kind in die virtuelle Welt setzen und mal flügge werden lassen.

    ich bin nicht so im Klatsch und Tratsch daheim, doch auch da gibts ja hie und da Zoff.

    die Idee ist verdammt gut – berufsbedingt seh ich prinzipiell (auch) was schief gehen kann, damit es nachher nicht sogleich schief geht.

    und so ganz nüchtern, absolut pragmatisch (emotionalst) gedacht, weiß ich derzeit genau was es bedeutet, wenn *Kind endgültig* flügge wird;)

    manche Projekte konnt ich aus der Hand geben wie man eben ein Glas Wasser abstellt. manche wären gut aus der Hand zu geben,aber es *geht* nicht …

    lg

  37. Emanuel

    Stimmt, es ist wirklich schade das bei vielen Blogs immer nur 2-300 Wörter Berichte stehen. Selten findet man noch richtig lange Beiträge wie zum Beispiel diesen hier: Beitrag zur Motivation
    Ich hoffe das legt sich wider einmal!

    LG

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