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Abmahnungen: Über die Hälfte der Blogger sind beeindruckt

Robert Basic
Aktualisiert: 21. August 2007
von Robert Basic
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hatte letzte Woche eine Umfrage gestartet und gefragt, ob man aufgrund der Abmahnfälle sein Blogverhalten geändert habe.

Ergebnis:
Blogverhalten und Abmahnungen

Manche haben explizit ihr Verhalten geändert (vorsichtiger und weniger kritisch bloggen, hinzukommt bei manch einem neuerdings die Kontrolle der Kommentare hinzu). Bei den anderen 50,72%, die sich auf den ersten Blick unbeeindruckt zeigen, muss man auch hier einige Blogger dazuzählen, die wegen der Abmahnfälle mit Sicherheit vorsichtiger bloggen als zu Beginn ihrer Blogzeit („Keine Änderung“) bzw. immer schon darauf geachtet haben, in keine Mine zu treten.

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Nun gab es ja auch auf dem Barcamp dazu gar eine eigene Session, was man tun kann, um die Meinungsfreiheit nicht vollends mit der herrschenden Rechtsunsicherheit zu ersticken. Immerhin sind 50% oder gar mehr für mich ein brutales Ergebnis. Und dabei denke ich nicht an die Extrema, die Unternehmen oder Personengruppen oder Einzelpersonen aufs heftigste beleidigen, sondern einfach nur sich kritisch äußern. Aktuelles Beispiel Callactive, um das mal konkret zu machen. Ich kann eine Art von „Naturgesetz“ veröffentlichen, die sog. Normalverteilung. Die ganz häufig folgenden Verlauf annimmt:
normalverteilung
Wikipedia: Viele natur-, wirtschafts- und ingenieurswissenschaftliche Vorgänge lassen sich durch die Normalverteilung entweder exakt oder wenigstens in sehr guter Näherung beschreiben

Übertragen auf Callactive kann ich nun fragen, wie wahrscheinlich es ist, dass im Verlauf eines Gewinnspiels manche Anrufer zu Beginn, in der Mitte oder am Ende mit der richtigen Anwort aufschlagen. Es müsste mit dem Teufel zugehen, dass regelmäßig richtige Anrufer erst am Ende durchkommen. „Am Ende „ist hierbei keine festgelegte Spieldauer, was die Analyse erschwert, sondern man kann quasi das Ende als das betrachten, was der Spielmoderator von sich gibt („nur noch 5 Minuten, jetzt langt es, wir legen auch noch 10 Glasperlen dazu“). So könnte ich auf folgende Verteilung kommen, wann die Calls mit den richtigen Antworten kommen:
anruferverteilung
Das ist eine ungewöhnlich schiefe Verteilung mit einer markanten Häufung, dass Anrufer zu blöd sind, die richtige Lösung zu erkennen oder aber Callactive lediglich Spiele für Menschen mit einem IQ über 130 designt. Also macht man eine Gegentestreihe und lädt 100 zufällig ausgewählte Personen in eine Halle ein und spielt die Aufgaben von Callactive nach. Ich verwette meinen Hintern, dass aus der schiefen Verteilung auf einmal eine typische, gleichverteilte Kurve herauskommt. „Links“ wenig, Mitte viel, rechts wenig.

Jetzt kann man sagen, dass das eine akademische Hypothese ist, die aufzeigt, dass bei Callactive im Durchschnitt nur die weniger begabten Menschen anrufen. Oder aber man zweifelt die Methoden von Callactive an. Und Callactive mahnt nun daraufhin ab, da man dem Verein keine Unseriösität vorwerfen kann, sondern lediglich eine geschickte Verkaufsstrategie, die zu dieser ungewöhnlichen, schiefen Verteilung führt. Weil man Normalverteilungen eben nicht wie Wahrscheinlichkeitsrechnungen handhaben kann, da angeblich Menschen keiner Gesetzmäßigkeit folgen. Es also zwingend so ist, dass alle Menschen superclever sind. Entgegen der statistischen Untersuchungen, die immer wieder das Gleiche besagen. Selbst in medizinischen Bereichen. Nur, woher soll ich jetzt wissen, wie hoch mein Abmahnrisiko mit so einem Beitrag ist?

Anyway, will sagen: lest Euch den Beitrag bei Ringfahndung durch (Der Meinungsfreiheit größter Feind, die Abmahnkeule und die Politik), der zwei Bundestagsabgeordnete dazu gefragt hat. Olaf Scholz (SPD) und Marcus Weinberg (CDU). Weinberg hat schriftlich geantwortet, sehr spannend. Es geht hierbei nicht um Callactive per se, sondern um die These, dass die Regelung der Meinungsfreiheit im Kontrast zur Rechtssprechung steht, die häufig dazu führt, dass man seine Meinung immer weniger kundtun kann. Und das Problem wird durch die teilöffentliche Wirkung des Internets immer dringlicher, je mehr Menschen das Netz als Informationsplatfform nutzen, sich zu erkundigen.

Teilöffentlichkeit? Wieso denn das? Das Netz ist per se in vielen Bereich öffentlich. Aber das Image des Internets als Öffentlichkeit im Sinne von Meinungsbildung und gesellschaftlicher Relevanz wird in vielen Teilen der Gesellschaft, insbesonders der Presse negiert. So sieht die Fresspyramide der Öffentlichkeitsproduzenten aus, die uns sagen, wie die Welt da draußen funktioniert und tickt:
wahrnehmung der Umwelt
Obwohl das Netz regelmäßig von rund 40 Millionen Menschen im Netz mal weniger mal mehr genutzt wird. Aus diesem Grunde habe ich einen kleinen „Pfeil“ eingezeichnet, der andeuten soll, wie das Netz bzw. genauergesagt die öffentlichkeitswirksame Wahrnehmung des Webs in Zukunft angesehen werden könnte. Schön und gut. Das Dumme: immer mehr Menschen drängen ins Netz und sie nutzen es immer intensiver. Sie übertragen dabei ihre Erfahrungen, wie man sich in den vier Wänden zu Hause bewegt und worüber man spricht, natürlich auf dieses Geprächs- und Austauschmedium. Insbesondere Blogger kennen und lernen aktiv mit, welche Probleme dabei auftauchen. Diskussionen um Social Networks und der persönlichen Hinterlassenschaften von Einzelpersonen sind nur ein Teilbereich von vielen. Im Gegensatz zu den etablierten Medienorganisationen verfügt man jedoch nicht über eine Rechtsabteilung, die uns ständig sagt, welche Äußerung nun gefährlich wird und welche nicht. Doch genau das wird erwartet, wenn man vor Gericht steht. Dabei reicht es eben nicht, sich auf das Grundgesetz zu berufen und zu meinen, jede Meinung wäre frei, weil nicht alle Meinungen juristisch gesehen Meinungen sind, sondern auf einmal falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, Rufschädigung und was weiß ich noch.

Da nun aber das Netz nicht das Image der Öffentlichkeitswirksamkeit wie zB der eines TV-Senders besitzt, das auch allerorten gepredigt wird, wird der Betroffene nun damit konfrontiert, dass es eben doch keinen Unterschied macht. Blogger lernen das schneller als die Internetnutzer, die nicht bloggen, sondern hin und wieder ein Bild hochladen, da mal kommentieren und dort mal meckern. Insofern sollten zB hinsichtlich der geltenden Rechtssprechung Kommentare in Blogs oder Foren immer unter dem Aspekt zu betrachten sein, ob das allgemeine Verständnis der Nutzer mehr von einem Privatraum als von einem öffentlichen Raum ausgeht. Ich wette, das es den meisten Nutzern so geht: Wenn jemand was kommentiert, denkt er nicht daran, dass er ähnlich einem TV-Sender gerade eine Sendung produziert hat. Woher soll er denn auch wissen, dass mein Blog mehr gelesen wird. Und woher soll er wissen, dass ein anderes Blog weniger gelesen wird und er dennoch vor den Kadi kommt? Es war ein privates Gespräch, nicht als öffentliche Aussage im ARD gedacht. Das Dumme: sowas bekommste nicht auseinanderdividiert.

Was bleibt? Die Richter sollten sich mal das Netz antun und es endlich verstehen lernen. Sonst wird weiterhin jedes Urteil wie gewürfelt aussehen. So steigt mein Risiko als Webmaster exponentiell an, denn ich produziere nicht, sondern ich muss das Risiko tragen, dass mindestens einer der 50.000 Kommentare abmahnwürdig erscheint. Da ich 50.000x + 8.000x (Anzahl Postings) an mich und andere juristisch denken muss. 58.000 Chancen, verknackt zu werden, weil einer meint, er sei im Recht und wir im Unrecht. Interpoliert man den Spaß aufs gesamte deutsche, meinungsproduzierende Netz, wird man wohl auf Milliarden von Chancen kommen, Fehltritte festzustellen. In einem Medium, das zu einem überwältigenden Anteil als verlängertes Wohnzimmer wahrgenommen wird. Und das obige Ergebnis zeigt deutlich auf, dass das Recht das gesellschaftliche Leben nicht födert, sondern die Menschen hemmt. Ob das im Sinne der Legislative und Judikative war oder ist? Ich mach mein Kreuz bei „nein“.

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vonRobert Basic
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