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Archiv

bloggende Professoren: eine Antwort + zwei

Robert Basic
Aktualisiert: 11. Oktober 2007
von Robert Basic
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und zwar eine ausführliche Antwort via Kommentar zum Thema Blogs und Professoren bzw. warum so wenige Profs bis dato dieses exzellente Austauschmedium nutzen (siehe Blog-Artikel Deutschlands Denkelite schweigt). Von Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch vom Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft

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Leider etwas spät, aber besser als nie, die Gedanken eines weiteren der wenigen bloggenden Professor/innen. Für die epische Länge entschuldige ich mich vorab „€” die hat sich beim Schreiben entwickelt.

Also, zunächst mal vielen Dank für die „€žDenkelite“€œ „€” selbst im Kontext einer kritischen Betrachtung tut es gut, zur Abwechslung mal so genannt zu werden. Die deutschen Hochschulen behandeln ihre Professor/innen nämlich leider schon längst nicht mehr so, als würden diese fürs Denken bezahlt (fürs Forschen vielleicht gerade noch so, aber bitte nur, wenn dabei Patente herausspringen). Aber das nur nebenbei.

Auch ich habe mich schon oft gefragt, warum nur so wenige meiner Kollegen auf dem Wege eines Blogs die öffentliche Diskussion suchen. Ich denke nicht, dass das etwas mit dem Wunsch zu tun hat, Ideen geheim zu halten. Wissenschaftler leben davon, dass man ihre Ideen wahrnimmt und das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen geht ihnen deshalb schnell in Fleisch und Blut über. Ich glaube ebenfalls nicht, dass die Professoren die Diskussion mit einer als unqualifiziert abgetanen Öffentlichkeit scheuen „€” die Einheit von Forschung und Lehre an deutschen Universitäten hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es für deutsche Wissenschaftler Alltag ist, Menschen mit wenig Vorwissen an ihr jeweiliges Fachgebiet heranzuführen. Das Bloggen wäre in diesem Sinne auch nichts anderes, als das Unterrichten. Natürlich gibt es, wie in jeder Berufsgruppe, ein paar schwarze Schafe, die weder die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen noch die Vermittlung von Wissen besonders ernst nehmen. Dass die dann auch nicht Bloggen, leuchtet ein und ist wohl auch kein großer Verlust. Aber meiner Erfahrung (als Student, Nachwuchswissenschaftler und schließlich Professor) nach sind diese Kollegen eine verschwindend kleine Minderheit, sie taugen also nicht zur Erklärung des professoralen Schweigens in der Blogosphäre.

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Ich denke, die Ursachen liegen woanders. Ohne, dass ich damit einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben möchte, scheinen mir drei Gründe relevant zu sein.

1. Der Mehrzahl der Professoren (und auch der Nachwuchswissenschaftler) ist das „€žWeb 2.0″€œ mit seinen interaktiven und kollaborativen Techniken schlicht nicht bekannt. Als ich Anfang des Jahres mein Blog gestartet habe, scheiterte die Suche nach Mitverfassern oft schon daran, dass den Kollegen nicht einmal das Wort „€žBlog“€œ bekannt war, geschweige denn die Technik oder die medialen Eigenheiten, die sich dahinter verbergen. Und selbst die, die ungefähr wussten, worum es sich dabei handelt, hatten häufig Probleme damit, sich konkret vorzustellen, wie das Bloggen so abläuft (zum Beispiel löste mein Hinweis erstaunen aus, dass ein Blog, auf dem nur ein- oder zweimal im Monat ein Beitrag erscheint, nicht viele Leser finden würde).

2. Blogs sind eine Textsorte, die einem als Wissenschaftler nicht gerade vertraut ist. Ein Blogeintrag muss schnell geschrieben werden und wird schnell gelesen. Er muss außerdem allgemeinverständlich und halbwegs interessant formuliert sein. Und er darf nicht nur Fakten enthalten, sondern auch eine einleuchtende Bewertung dieser Fakten. Das macht Blogeinträge so ziemlich zum Gegenteil eines Fachaufsatzes, der sorgfältig und zeitaufwändig formuliert wird, dessen Rezeption oft Jahre braucht, der sich an Fachkollegen richtet und deshalb weder allgemeinverständlich noch spannend sein muss und bei dem die Darstellung von Tatsachen im Vordergrund steht.

Sich an diese Textsorte zu gewöhnen ist nicht nur zeitaufwändig (für meinen ersten Blogeintrag von gerade mal 543 Wörtern habe ich einen ganzen Tag gebraucht, was ich heute, neun Monate später, kaum noch glauben mag), sondern es erfordert auch ein Umdenken im wissenschaftlichen Selbstverständnis, das nicht jedermanns Sache ist.

3. Die Diskussion mit der Öffentlichkeit, die wir angeblich scheuen, kommt bei Wissenschaftsblogs sehr viel zäher in Gang, als bei Blogs, in denen vorranging Meinungen zu Dingen wie Tagespolitik, Lebensstil oder der Frage, ob Linux oder Windows denn nun das bessere Betriebssystem sei, ausgetauscht werden. Ein Thema wie Bürgerliches Recht, Verwaltungsinformatik oder gar Sprachwissenschaft muss erst einmal eine kritische Masse an Lesern anlocken, um eine Diskussion überhaupt in Gang zu bringen. Ich denke, es hat einen guten Grund, dass die Mehrzahl der professoralen Blogs, die hier so schön aufgelistet sind [siehe Liste], sich mit Themen befassen, die den durchschnittlichen Blogleser ohnehin schon interessieren. Die Besucherstatistiken können einen am Anfang schnell entmutigen, wenn man sie in Bezug zu der Zeit setzt, die man investiert. Das gibt sich mit der Zeit natürlich, und dann freut man sich über jeden neuen persönlichen Besucherrekord, aber man muss eben erst einmal lange genug durchhalten. Und bis man wenigstens eine kleine Truppe regelmäßiger Diskutanten beisammen hat, kann es noch länger dauern (wenn man die dann erstmal hat, macht das natürlich sehr viel Spaß).

Auch hier kann ich also nachvollziehen, wenn Kollegen zu dem Schluss kommen, dass sie ihre wirklich sehr knapp bemessene Zeit anderweitig produktiver nutzen können.

Was kann man also tun, um Professoren (und andere unterrepräsentierte Berufsgruppen) zum Bloggen zu bewegen? Ich glaube, dafür muss man ganz allgemein daran arbeiten, eine hochwertige und lebendige Blogosphäre aufzubauen, so dass das Lesen und Schreiben von Blogs irgendwann ein selbstverständlicher Teil des Lebensstils aller Denkeliten (nicht nur der professoralen) ist.
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Ergänzend möchte ich noch auf die Kommentare von Prof. Gabi Reinmann (Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg) und Prof. Thomas Pleil (Professor für Public Relations in den Studiengängen Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus an der Hochschule Darmstadt) hinweisen, die ebenfalls auf die Thematik eingehen, warum man so zurückhaltend ist.

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Thomas:
Freue mich sehr über die bisherige Diskussion hier. Viele Argumente, die bereits angesprochen wurden, teile ich. Zwei Aspekte scheinen mir in diesem Zusammenhang wichtig:

– Das Selbstverständnis eines Wissenschaftlers: In einer Diskussion mit einem Kollegen (der sich mit Blogs schon viel länger befasst als ich) haben wir festgestellt, dass uns die Idee des Public Scientist sehr gut gefällt. Schon vor vielen, vielen Jahren meldeten sich Wissenschaftler regelmäßig zu Wort, um an aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen aus ihrer Fachperspektive heraus teilzuhaben. Vielleicht hat die Fragmentierung in sehr differenzierte Wissensgebiete diese Idee ein wenig verschüttet. Blogs bieten aus meiner Sicht eine hervorragende Möglichkeit, auf diese Rolle zurück zu kommen – vor allem natürlich, wenn man in Geistes- oder Sozialwissenschaften zu Hause ist. In diesen Zusammenhang gehört aus meiner Sicht auch, dass ich mit Blogbeiträgen vielleicht dazu beitragen kann, dass ich (als öffentlich finanzierter Mensch) ab und zu einen Tipp geben kann, der einem Praktiker hilft, seine Arbeit besser zu machen.

– Der Nutzen (m)eines Blogs: Innerhalb der Scientific Community (und auch im Rahmen der klassischen Anreizsysteme – vulgo: leistungsbezogene Mittelverteilung) bringt mir das Bloggen nichts. Die Gründe wurden bereits in den anderen Kommentaren genannt. Für mich gibt es jedoch Nutzen auf anderen Ebenen, die mir persönlich viel bedeuten: Ich kann im Blog Lehrveranstaltungen begleiten und ergänzen, kann Diskussionen mit Praktikern (=Arbeitgebern meiner Studenten) führen und aus deren Fragen lernen, bekomme von ihnen für meine Arbeit hilfreiche Antworten und ich kann mein Blog als öffentlichen Notizzettel nutzen. Nicht verhehlen will ich, dass ein Blog auch Eigenwerbung bzw. Werbung für eine Hochschule ist – und dass ich – ganz schlicht – gern schreibe 😉

Noch zwei Feststellungen zum Schluss: Bemerkenswert ist aus meiner Sicht, dass Kollegen und (meine) Studenten (!) in meinem Blog kaum kommentieren. Und den Hinweis auf bloggende Doktoranden, Assistenten etc. finde ich sehr wichtig. In einigen Fächern sorgen vor allem sie für fachliche Innovationen, denn ihre Professoren sind oftmals weit mehr als man gemeinhin annimmt Manager ihrer Zirkusse.
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und Prof. Reinmann schreibt:
Hallo zusammen,

ihr vergesst allerdings ein großes Problem: Die Zeit!! Mir rennt sie auch oft davon, die Bürokratie wächst, das Lehrdeputat steigt, die Ansprüche werden größer und wer noch Mitarbeiter haben will, macht sich für Drittmittel krumm. Richtig ist allerdings, dass es außerhalb der klassischen Publikatonswege und Tagungen eher wenig Breitschaft zum „€œContent sharing“€? gibt.

Gabi
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vonRobert Basic
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