Finanzkrise: Eine Entschuldigung der Banken?

Robert Basic

Decoien beschwert sich auf seinem Blog, dass ihm die Erklärungen (Obacht, Link zur BILD) des Präsidenten des deutschen Bankenverbandes zu dünn sind und nicht ausreichen, um als Entschuldigung zu dienen. Die er einfordert.

Einerseits ist das verständlich, dass man als Bürger stinkesauer ist. Andererseits muss sich in meinen Augen kein Financier entschuldigen, denn sie haben sich dermaßen bis auf die Knochen blamiert, dass es auch so schon für mich reicht. Wofür soll man sich auch entschuldigen? Man verstehe das eigene Geschäft nicht, „Entschuldigung“? Wikipedia zum Wort Entschuldigung:

Eine Entschuldigung ist im Wortsinne eine Ent-Schuld-igung, eine Form von Vergebung. Mit der Bitte um Entschuldigung gesteht jemand ein, dass eine Tat von ihm eine moralische Verfehlung war. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Entschuldigung allerdings eben diese Bitte. Der Geschädigte der Tat kann die Entschuldigung annehmen oder ablehnen. Durch diese Begriffsverschiebung hat es sich im Deutschen eingebürgert, „sich zu entschuldigen“. Im Wortsinne einer Freistellung von Schuld war dieser Sprachgebrauch in früheren Zeiten Unsinn: Man konnte sich nicht selbst von Schuld befreien. Sinnvoller wäre es beispielsweise, statt „sich zu entschuldigen“ um „Entschuldigung oder Vergebung zu bitten“. Zu sagen: „Ich entschuldige mich dafür (oder für den Fehler)“ war daher falsch, da nur der Geschädigte einen von dessen Schuld insoweit befreien kann, als er diese nicht weiter nachträgt.

In diesem Sinne reicht es mir, wenn Bänker ihre Hausaufgaben besser erledigen, statt mit ollen Sprüchen daherzukommen und für Vertrauen zu werben. Das ist dahin. Das Vertrauen der Kunden werden sie sich nämlich auf lange Jahre hin mühsam wieder erarbeiten müssen. Und dieser Vertrauensverlust ist Strafe genug, als Bänker auf die Imagestufe eines Versicherungsvertreters gesunken zu sein. Wie sagte der Chefredakteur von Finanztest gestern in WISO: „Schön, dass man nun gelernt hat, dass Bänker keine Berater, sondern Verkäufer sind„.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.